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Elsa Werner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Elsa Werner Foto-von-Helga-Obens.jpg
Elsa Werner, ca. 2010

Elsa Werner (* 15. Februar 1911 in Hamburg; † 30. März 2012 ebenda) war eine deutsche kommunistische jüdische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.

Leben

Werner engagierte sich in der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, danach in der KPD in Berlin und wurde 1934 verhaftet und wegen „Hochverrats“ verurteilt.<ref>Zitiert nach: "Herbert-Weichmann-Medaille verliehen", Zentralrat der Juden in Deutschland, abgerufen am 8. Januar 2013.</ref><ref>Medaille für Widerständlerinnen, Hamburger Abendblatt, abgerufen am 8. Januar 2013</ref> Schließlich wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Als die zerstörte jüdische Gemeinde in Hamburg sich nach Shoa und Kriegsende wieder institutionalisierte, wurde Elsa Werner im Jahr 1946 Mitglied der neu gegründeten Jüdischen Gemeinde Hamburg, wo sie sich mit Beratungen und Initiativen für ehemalige KZ-Häftlinge und Verfolgte in Not einsetzte.<ref>Heide Sobotka: Mut, Einsatz und Widerstand, Jüdische Allgemeine 3. September 2009, online.</ref> Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hamburg, Ruben Herzberg, würdigte im Jahr 2009 ihre Verdienste mit den Worten, sie sei „als stete Streiterin zugunsten benachteiligter Gruppen ein herausragendes Beispiel für die jüdische Beteiligung am Aufbau der jungen Demokratie in Nachkriegsdeutschland“.<ref>Zitiert nach: „Herbert-Weichmann-Medaille verliehen“, Zentralrat der Juden in Deutschland</ref>

Elsa Werner verstarb im Alter von 101 Jahren und wurde in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf (Planquadrat ZZ 14) beigesetzt.

Auszeichnungen

Elsa Werner erhielt 2009 die Herbert-Weichmann-Medaille.<ref>Herbert Weichmann-Medaille 2009 geht an Elsa Werner und Traute Lafrenz-Page Pressemitteilung des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (PDF), abgerufen am 5. Januar 2013.</ref> Diese wurde am 13. September 2009 im Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Hamburg in der Talmud-Tora-Schule am Grindelhof verliehen.<ref>Medaille für Widerständlerinnen, Hamburger Abendblatt vom 14. September 2009</ref> 2010 erhielt sie die Herbert-Wehner-Medaille der Gewerkschaft ver.di Hamburg, die an „Personen, die engagiert gegen rechtsradikale Aktivitäten, Fremdenfeindlichkeit und Gleichgültigkeit kämpfen“, verliehen wird.<ref>Verleihung der Herbert-Wehner-Medaille 2010, Website von verdi Hamburg</ref>

Literatur

  • Detlef Garbe: In memoriam Elsa Werner. Ansprache zur Trauerfeier, Hamburg-Ohlsdorf, 17. April 2012. In: Auskunft. Zeitschrift für Bibliothek, Archiv und Information in Norddeutschland, Bd. 36 (2016), 2.

Weblinks

Commons: Elsa Werner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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