Eleşkirt
| Eleşkirt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Datei:Zêdka (Eleşkirt), Agirî.jpg Eleşkirt | ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | |||||
| Provinz (il): | Ağrı | |||||
| Koordinaten: | 39° 48′ N, 42° 40′ O
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| Einwohner: | 9.915<ref name="Infobox Ort in der Türkei.EinwohnerOrt">Nufusune.com: ELEŞKİRT NÜFUSU, AĞRI, abgerufen am 27. September 2025 (türkisch).</ref> (2024) | |||||
| Telefonvorwahl: | (+90) 472 | |||||
| Postleitzahl: | 04 600 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | 04 | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2021) | ||||||
| Gliederung: | 8 Mahalle | |||||
| Bürgermeister: | Ramazan Yakut (SP) | |||||
| Postanschrift: | Karşıyaka Mh. Cumhuriyet Cd. 04600 Eleşkirt / AĞRI | |||||
| Website: | ||||||
| Landkreis Eleşkirt | ||||||
| Einwohner: | 28.901<ref name="Infobox Ort in der Türkei.EinwohnerLk">Nufusu.com: Eleşkirt Nüfusu – Ağrı, abgerufen am 27. September 2025 (türkisch).</ref> (2024) | |||||
| Fläche: | 1.307 km² | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 22 Einwohner je km² | |||||
| Kaymakam: | Mustafa Duruk | |||||
| Website (Kaymakam): | ||||||
Eleşkirt (kurdisch Zêtka, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt und ein Landkreis in der türkischen Provinz Ağrı.
Geographie
Der Landkreis liegt im Nordwesten der Provinz und grenzt an die Provinzen Kars und Erzurum. Es gibt mehrere Berge, die an die 3000 m hoch sind. Der höchste Berg ist der Köse Dağ mit 3433 m im Norden des Landkreises. Daneben gibt es das Mirgemir-Gebirge mit den Gipfeln Tekir und Mizrak.
Der Landkreis besteht neben der Kreisstadt (mit über 34 % der Kreisbevölkerung) aus drei weiteren Gemeinden (Belde, Kleinstädte): Tahir (1422 Einw.), Yayladüzü (1639) und Yücekapı (2091). Daneben existieren noch 55 Dörfer (Köy), von denen 21 mehr Einwohner als das Durchschnitts-Dorf (mit 275 Einw.) haben. Toprakkale (1189 Einw.), Ergözü (904) und Goncalı (895) weisen die meisten Einwohner auf, Yukarıkopuz ist mit 24 Einwohnern das kleinste Dorf. Die Bevölkerungsdichte erreicht nicht die Hälfte des Provinzwertes (22,1 / 45,0 Einw. je km²).
Etymologie
Der Name Eleşkirt ist die türkisierte Version des armenischen Alaschkert ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) und bezeichnet eine Ebene. Im Mittelalter war die Stadt als Vaghaschkert ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bekannt. Dieser Name wurde bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Im kurdischen Sprachgebrauch lautet der Name Zêtka/Zêtkan.
Geschichte
Urartu und Antike
Die Stadt Eleşkirt hat eine lange Geschichte. In der Eisenzeit lebten hier die Urartäer. Die Dörfer Pirabat sowie Toprakkale sind Gründungen der Urartäer. Der urartäische König Menua errichtete eine Felsinschrift in Yazılıtaş (HChI Nr. 23), die von seinem Sieg über Diaueḫe berichtet.<ref>Kemalettin Köroğlu, The Northern Border of the Urartian Kingdom. In: Altan Çilingiroğlu/G. Darbyshire (Hrsg.), Anatolian Iron Ages 5, Proceedings of the 5th Anatolian Iron Ages Colloquium Van, 6.–10. August 2001. British Institute of Archaeology at Ankara Monograph 3 (Ankara 2005) 101 (englisch).</ref> Nachdem die Urartäer die Kontrolle über dieses Gebiet verloren, eroberten es die Meder. Den Medern folgten die Perser, Makedonen, Römer und Byzantiner.
Mittelalter und Neuzeit
Armenischen Quellen zufolge wurde Alashkert Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. von König Vologaeses I. (armenisch Vagharsh) gegründet und nach ihm Vagharshakert genannt.<ref>About: Vologases I of Armenia. In: geneanet.org. Abgerufen am 29. August 2024.</ref> Vagharshakert-Alashkert gehörte zusammen mit der gleichnamigen Region ab 439 dem Geschlecht Mamikonjan. Im 7. Jahrhundert wurde es von den Arabern erobert, war aber im 9.–11. Jahrhundert Teil des Königreichs der Bagratiden. Vom 11. Jahrhundert bis zur mongolischen Invasion herrschten die Seldschuken über das Gebiet, das ab dem 15. Jahrhundert zum Osmanischen Reich gehörte. In der Neuzeit wurde Alaschkert/Eleşkirt mehrmals durch das Zarenreich eingenommen (1828, 1877–1878, 1914), aber immer nach kurzer Zeit verloren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die immer noch mehrheitlich von Armeniern bewohnte Stadt Teil der Demokratischen Republik Armenien, die gesamte Bevölkerung wurde jedoch im Türkisch-Armenischen Krieg vertrieben oder getötet und das Gebiet von der Türkei annektiert.<ref>Tobias Mayer: 03.12.1920 - Ende des türkisch-armenischen Krieges. In: WDR. 13. Oktober 2015, abgerufen am 29. August 2024.</ref>
Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht zu einem großen Teil aus Kurden und einer geringen Anzahl von Türken.
Die Einwohnerzahlen des Kreises bzw. der Stadt Eleşkirt bei vergangenen Volkszählungen:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ELEŞKİRT İLÇESİ ( vom 3. März 2011 im Internet Archive) (türkisch).</ref>
<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />
- 1965: 35.168 / 6.019
- 1970: 37.526 / 6.869
- 1975: 40.141 / 8.202
- 1980: 44.124 / 10.083
- 1985: 47.277 / 11.561
- 1990: 41.748 / 9.871
- 2000: 48.892 / 15.339
- 2011: 38.674 / 11.005
Persönlichkeiten
- Şakiro (1936–1996), kurdischer Dengbêj
- Burhan Çaçan (1960–2023), Sänger
Sehenswürdigkeiten
- Wasserfall von Eleşkirt (Esentepe-Wasserfall)
Einzelnachweise
<references />