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Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser

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Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser ist eine US-amerikanische Filmkomödie mit Goldie Hawn und Kurt Russell und erschien 1987. Regie führte Garry Marshall nach einem Drehbuch von Leslie Dixon.

Eine gleichnamige Neuverfilmung kam am 14. Juni 2018 in die deutschen Kinos. Die männliche und weibliche Hauptrolle wurde hier vertauscht und mit Anna Faris sowie Eugenio Derbez besetzt.

Handlung

Die zickige Multimillionärin Joanna Stayton lebt ein sinnentleertes Leben an der Seite ihres lieblosen Ehemanns und wird zusätzlich noch von ihrer dekadent-snobistischen Mutter überwacht. Um Langeweile und Sinnlosigkeit für einen Moment zu überwinden, beauftragt sie den Tischler Dean Proffitt, einen Schrank auf ihrer Luxusyacht umzubauen. Anschließend weigert sie sich aber, Dean zu bezahlen, da er ihrer Meinung nach das falsche Holz benutzt hat.

Kurz darauf ereignet sich ein Unfall: Joanna fällt über Bord ihrer Yacht und verliert ihr Gedächtnis. Dean sieht im Fernsehen, dass Joannas Mann so tut, als kenne er diese Frau nicht. Dean meldet sich, weil er sie im Gegenzug seiner nicht erfolgten Bezahlung einen Monat lang für sich arbeiten lassen will. Außerdem braucht der alleinerziehende Vater von vier Söhnen dringend ein Kindermädchen. Dean behauptet, die Frau ohne Gedächtnis heiße Annie, sei seine Ehefrau und die Mutter seiner vier Söhne. Er kann dies zwar nicht beweisen, die Ärzte im Krankenhaus sind jedoch von Joannas Verhalten so genervt, dass sie keine weiteren Fragen stellen. Joanna zieht daraufhin zu Dean, führt seinen Haushalt und erzieht seine Söhne. In dieser Rolle wird sie – nach einigen Startschwierigkeiten – immer besser und Dean verliebt sich in sie. Auch Joanna lebt in der Familie auf, in der sie gebraucht wird und viele Dinge bewegen kann. Mit ihrer Hilfe gelingt Dean die Finanzierung einer eigenen, mit seinem Freund geplanten Minigolf-Anlage. Sie flößt der Lehrerin der Jungen Respekt ein und die Schulleistungen bessern sich; das zuvor vernachlässigte Haus macht bald einen deutlich gepflegteren Eindruck. Dean versucht ihr mehrmals die Wahrheit zu erzählen, dies gelingt ihm aber nicht; beim letzten Mal glaubt Joanna ihm nicht und die Söhne weigern sich, zuzugeben, dass sie nicht ihre Mutter ist. Auch sein bester Freund hält beharrlich an dem Schwindel fest; er überzeugt Dean, dass er und Joanna zusammengehören. Joannas Ehemann vergnügt sich derweil auf See mit jüngeren Frauen.

Nachdem Joannas Mutter ihrem Schwiegersohn gedroht hat, ihm Privatsöldner zu schicken, falls ihre Tochter nicht wieder auftaucht, sucht dieser sie bei Dean auf; ihr Gedächtnis kehrt zurück und sie fährt mit ihm weg. Ihr Boot verlässt den Hafen, Joanna entscheidet sich an Bord aber, von der Gesellschaft ihrer Mutter und ihres Mannes angewidert, zu Dean zurückzukehren, und wendet das Boot. Nachdem der Ehemann am Morgen den Kurswechsel feststellt, übernimmt er, nervlich instabiler werdend, das Kommando und wendet erneut das Schiff.

Dean bittet einen befreundeten Offizier der Küstenwache, dem Boot zu folgen. Das Boot der Küstenwache wird kurz vor Erreichen des Luxusbootes zu einem Einsatz gerufen. Der verzweifelte Dean springt ins Wasser, was Joanna etwas später ebenfalls tut. Joannas Ehemann versucht auf sie zu schießen, wird aber im letzten Moment von Joannas treuem Butler Andrew ins Meer gestoßen. Noch im Meer küssen sich Dean und Joanna, und Dean zeigt sich beeindruckt davon, dass Joanna für ihn auf das luxuriöse Leben verzichten will. Joanna antwortet, sie müsse auf nichts verzichten, weil das gesamte Vermögen nicht ihrem Ehemann, sondern ihr gehöre. Ob ihres Reichtums verunsichert fragt Dean, ob er ihr irgendetwas geben könne, da sie doch alles besitze. Joanna antwortet, dass sie sich eine kleine Tochter wünsche.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Besetzung und Synchronisation

Die deutsche Synchronisation entstand unter der Regie und nach einem Dialogbuch von Michael Nowka im Auftrag der Berliner Synchron Wenzel Lüdecke.<ref name="synchro">Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 12. Februar 2021.</ref>

Rolle Darsteller Synchronstimme
Dean Proffitt Kurt Russell Ulrich Gressieker
Joanna Stayton/
Annie Proffitt
Goldie Hawn Gudrun Vaupel
Billy Pratt Mike Hagerty Wolfgang Kühne
Grant Stayton III Edward Herrmann Jürgen Thormann
Edith Mintz Katherine Helmond Renate Danz
Andrew, Butler Roddy McDowall Norbert Gescher
Adele Burbridge Doris Hess Edeltraut Elsner
Sheriff Earl Bing Russell Michael Christian
Skipper Hector Elizondo Thomas Danneberg
Dr. Korman Henry Alan Miller Friedrich Georg Beckhaus
Charlie Proffitt Jared Rushton Gerrit Schmidt-Foß
Travis Proffitt Brian Price Tarek Helmy
Greg Proffitt Jamie Wild
Doktor Marvin Braverman Eric Vaessen
Küstenwachen-Captain Paul Tinder Uwe Paulsen
Coast Guard Spotter Lucas Scott Marshall Michael Nowka
Psychiater Richard Stahl Hans Nitschke
Rose Budd Carol Williard Monica Bielenstein
Wilbur Budd Frank Buxton Christian Rode

Entstehung und Veröffentlichung

Ursprünglich war der Film länger und um eine spezielle Beziehung zwischen der Mutter und den Kindern erweitert. Allerdings gefiel dem Studio die lockere Balance zwischen den Charakteren nicht, da sie einen erwachseneren Film haben wollten, weswegen sie Marshall zurück in den Schneideraum schickten, wo dieser den Film anschließend auf eine Stunde und 50 Minuten kürzte.<ref>Garry & Lori Marshall: Wake Me When It's Funny: How to Break Into Show Business and Stay There, Newmarket Press 1997, S. 271/272.</ref>

Der Film startete am 16. Dezember 1987 in den US-Kinos und spielte dort 26.713.187 US-Dollar ein.<ref>Overboard auf boxofficemojo.com (englisch); abgerufen am 1. Dezember 2011</ref> Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Einnahmen von etwa 74 Mio. US-Dollar. Ab 21. April 1988 lief er in Deutschland, wo ihn 347.862 Zuschauer sahen.<ref>TOP 100 DEUTSCHLAND 1988 auf insidekino.de, abgerufen am 1. Dezember 2011</ref>

Rezeption

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Prädikat der FBW wertvoll<ref name="fbw" />
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>
CinemaScore A–<ref>Datenbankabfrage bei cinemascore.com</ref>
Roger Ebert SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="ebert" />

Overboard erhielt ein verhaltenes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes mehrheitlich kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „verfault“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „durchwachsen“ oder „durchschnittlich“ aus.<ref name="metacritic" />

Roger Ebert bezeichnete die Komödie in der Chicago Sun-Times vom 16. Dezember 1987 als „warm“ und „amüsant“. Die Beziehung von Hawn und Russell im Film verglich er mit der Beziehung von Katharine Hepburn und Humphrey Bogart im Liebesfilm African Queen. Die Entwicklung der von Hawn gespielten Figur verglich er mit der Entwicklung ihrer Rolle in der Komödie Schütze Benjamin. Ebert lobte außerdem die Darstellungen von Edward Herrmann und Roddy McDowall sowie die Regie von Garry Marshall.<ref name="ebert">Filmkritik von Roger Ebert</ref>

Rita Kempley schrieb hingegen in der Washington Post vom 16. Dezember 1987, dass sie sich nicht vorstellen könne, dass es einen schlechteren Film gebe, in dem es um das Thema Amnesie ginge. Sie bezeichnete die Komödie als „banal“, ihre Charaktere als „eindimensional“.<ref>Filmkritik von Rita Kempley</ref>

Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet den Film als klischeereiche Komödie, die jedoch in der zweiten Hälfte an Originalität und Wärme gewinne.<ref>Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Die Onlineausgabe der Fernsehzeitschrift prisma sieht eine durchschnittliche Geschichte durch gut agierende Darsteller und flotte Inszenierung in ein Feuerwerk an Gags verwandelt.<ref>Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser. In: prisma. Abgerufen am 29. März 2021.</ref>

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) vergab das Prädikat wertvoll mit der Begründung:

„Die Jury war sich einig, dass Overboard eine sehr gelungene Komödie ist. Geschickt manövriert der Film auf dem schmalen Grad [sic] zwischen Klamotte und Kitsch, Gefühl und Sentimentalität. Der Film bietet seinen Hauptdarstellern reichlich Gelegenheit, ihr komödiantisches Talent zu beweisen. Immer wieder wird man durch originelle Szenen überrascht, wie z.B. jene, in der die träumende Hauptdarstellerin Regen, der durch die Decke tropft, mit Erinnerungen aus ihrer durch einen Gedächtnisschwund entfallenen Vergangenheit kombiniert.“<ref name="fbw">Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser. In: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW). Abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref>

Jamie Wild wurde für seine Rolle für den Filmpreis Young Artist Award 1989 nominiert, ebenso der Film als Beste Komödie.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Küß’ mich, Doc! | Flamingo Kid | Nothing in Common – Sie haben nichts gemeinsam | Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser | Freundinnen | Pretty Woman | Frankie & Johnny | Undercover Cops | Die Braut, die sich nicht traut | Ganz normal verliebt | Plötzlich Prinzessin | Liebe auf Umwegen | Plötzlich Prinzessin 2 | Georgias Gesetz | Valentinstag | Happy New Year | Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel Vorlage:Klappleiste/Ende

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