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Edwin Salpeter

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Edwin Ernest Salpeter (* 3. Dezember 1924 in Wien; † 25. November 2008 in Ithaca, New York) war ein österreichisch-australischer und US-amerikanischer Astrophysiker.

Leben

Salpeter wuchs in Wien in einer jüdischen Familie auf, die im April 1939 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich nach Australien emigrierte, wo er an der Universität Sydney Physik und Mathematik studierte. Den Doktorgrad erhielt er 1948 im Fachgebiet Theoretische Physik an der University of Birmingham in England, wo er mit Rudolf Peierls arbeitete.<ref>Saul A. Teukolsky und Ira Wasserman: Edwin Salpeter (1924–2008). In: Nature. Band 457, 2009, S. 275, doi:10.1038/457275a.</ref> Auf Peierls Rat hin wechselte er 1948 an die Cornell University zu Hans Bethe, um dort über Probleme der Quantenelektrodynamik und Kernphysik und später in vielen Bereichen der theoretischen Astrophysik zu forschen. Mit Bethe entwickelte er die Bethe-Salpeter-Gleichung für gebundene Zustände in der Quantenfeldtheorie. Er war zuletzt James Gilbert White Distinguished Professor of the Physical Sciences an der Cornell University.

Salpeter untersuchte Kernreaktionen im Inneren von Sternen und die Entwicklung von Sternen. 1955 leitete er die anfängliche Massenfunktion (Initial Mass Function, IMF) von Sternen ab, die besagt, in welchen Zahlenverhältnissen Sterne verschiedener Masse entstehen.

Er war 1964 mit Jakow Seldowitsch einer der ersten, der Akkretionsscheiben um schwarze Löcher als Modell für Quasare und aktive Galaxien vorschlug.<ref>Suzy Collin: Quasars and active galactic nuclei – a half century of agitated story. 2006, doi:10.1063/1.2399629, arxiv:astro-ph/0604560</ref> 1993 wurde er zum auswärtigen Mitglied („Foreign Member“) der Royal Society gewählt.<ref>Eintrag zu Salpeter, Edwin Ernest (1924–2008) im Archiv der Royal Society, London</ref>

Salpeter starb kurz vor seinem 84. Geburtstag an Leukämie.

Ehrungen und Mitgliedschaften

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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