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Gebrüder Kießling

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(Weitergeleitet von Edmund Kießling)
Datei:Katalog zur Ausstellung der Lößnitzortschaften in Kötzschenbroda 165 (cropped).jpg
Geschäftsanzeige (1909)

Gebrüder Kießling war die gemeinsame Bauunternehmung nebst Entwurfsbüro der zwei Baumeister und Architekten Kießling in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der sächsischen Lößnitz nordwestlich von Dresden, heute Radebeuler Stadtgebiet.

Wirken

Der Baumeister und Architekt Ernst Leopold Kießling (* 22. November 1873 in Kötzschenbroda; † 4. Januar 1951 in Radebeul) und der Baumeister Edmund Walter Kießling (* 4. Mai 1875 in Kötzschenbroda; † 2. Juli 1948 in Leipzig<ref>Edmund Walter Kießling. In: archINFORM; abgerufen am 1. Dezember 2009.</ref><ref>Eintrag zu E. W. Kießling im historischen Architektenregister „archthek“</ref> oder Radebeul<ref>Frank Andert (Redaktion): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Hrsg.: Große Kreisstadt Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, S. 64.</ref>), Söhne des Kötzschenbrodaer Jalousienfabrikanten, Bauunternehmers und Baumeisters Friedrich Ernst Kießling, gründeten 1903 ihr gemeinsames Büro Gebr. Kießling, Architekten B.D.A. und Baumeister, Kötzschenbroda-Dresden nebst eigener Bauunternehmung.

Das gemeinsame Büro befand sich zu Anfang auf der Meißner Straße 37<ref name="AdrDD1920" /> (Wohnhaus von Ernst Kießling, heute Meißner Straße 253),<ref>Adressbuch Radebeul. 1939, S. 99.</ref> dann auf dem Gradsteg 9 (an der Nebenstraße des Villengrundstücks) und seit 1924 im Landhaus Rosa auf der heutigen Meißner Straße 254, dem gleichzeitigen Wohnsitz von Edmund (ehemals als Meißner Straße 13c).<ref name="AdrDD1920">Adressbuch Dresden mit Vororten. 1920, S. 192.</ref> Das Gelände ist seit den 2000er Jahren beräumt und mit einem Supermarkt und dessen großem Parkplatz neu bebaut. Neben der gemeinsamen Tätigkeit waren die Brüder auch einzeln tätig, insbesondere Ernst trat schon früh als Entwerfer und Bauleiter für seinen Vater in Erscheinung. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlosch das Unternehmen.

Für zahlreiche ihrer frühen Werke wurden die beiden Brüder auf der Ausstellung der Lößnitzortschaften im Jahr 1909 besonders gewürdigt.

Die beiden Brüder Ernst und Edmund Kießling liegen beide auf dem Friedhof Radebeul-West begraben, dessen ursprünglich von 1874 stammende Begräbniskapelle sie im Jahr 1913 durch einen Neubau ersetzten. Edmund liegt in einer Grabanlage mit dem verschwägerten Topografen Robert Mittelbach.

Ausgewählte Werke (Baudenkmale)

Die im Folgenden auszugsweise aufgeführten Bauten sind hauptsächlich in der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Sachsen: Stadt Radebeul aufgeführte Kulturdenkmale.<ref></ref> Sie stellen damit kein vollständiges Werkverzeichnis dar.

Friedrich Ernst Kießling

Datei:Radebeul Villa Löwenclau1.jpg
Villa d’Orville von Löwenclau

Ernst Kießling

  • 1886–1888: Mietvilla Lößnitzstraße 6 in Kötzschenbroda (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)<ref name="denkmaltopo192"></ref>
  • 1888/1889: Villa Heinrich-Zille-Straße 39 in Niederlößnitz (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)<ref name="denkmaltopo142"></ref>
  • 1889/1890: Wohnhaus mit Bäckereieinrichtung Lößnitzstraße 5 in Kötzschenbroda (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)<ref name="denkmaltopo192" />
  • 1891/1892: Villa Baltenhorst in Niederlößnitz, Winzerstraße 55 (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)
  • 1892/1893: Entwurf Mietvilla Carl Semper, Obere Bergstraße 13 in Niederlößnitz
  • 1892–1894: Entwurf Mietvilla Heinrich-Zille-Straße 56 in Niederlößnitz (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)
  • 1894–1896: Villa Nirwana in Kötzschenbroda, Dürerstraße 1 (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)
  • 1895/1896: Entwurf Villa Dürerstraße 5 in Kötzschenbroda (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)
  • 1896/1897: Villa Dürerstraße 7 in Kötzschenbroda (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)
  • 1896/1897: Mietvilla Lutherstraße 4 in Kötzschenbroda
  • 1896/1897: Villa Lutherstraße 6 in Kötzschenbroda
  • 1898–1900: Villa Bernhard-Voß-Straße 17 in Kötzschenbroda (Auftraggeber Friedrich Ernst Kießling)
  • ab 1900: Nebengebäude der Villa Meißner Straße 244 in Kötzschenbroda

Edmund Kießling

Datei:Radebeul Landhaus Edmund Kießling1.jpg
Landhaus Edmund Kießling

Gebrüder Kießling

Datei:Radebeul BSZ.jpg
Berufliches Schulzentrum Radebeul, Haupteingang
Datei:Komorow Šula.JPG
Schule in Commerau
Datei:Gymnasium Burgstädt (1).jpg
Gymnasium Burgstädt

Literatur

  • Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />