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Editor War

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Editorenkrieg)

Als Editor War (zu deutsch „Krieg der Editoren“) wird der Streit um den besten Texteditor bezeichnet, der seit mindestens 1985 andauert.<ref>JT Smith: EMACS vs. vi: The endless geek 'holy war'. In: linux.com. 4. Dezember 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. November 2016; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die zwei größten rivalisierenden Parteien waren die Anhänger des vi und die des Emacs.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Linux.com: Vi vs. Emacs (Memento vom 2. November 2012 im Internet Archive) (4. Dezember 2001, englisch)</ref><ref>E.S. Raymond: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Jargon File: "holy wars" (Memento vom 5. September 2013 im Internet Archive)</ref>

Von den Beteiligten wurde und wird der favorisierte Editor mit einer bisweilen an Fanatismus grenzenden Ehrfurcht behandelt. Viele Flame Wars wurden zwischen den verschiedenen Anhängern ausgetragen, in denen jede Gruppe ihren Editor über alles lobte und den anderen kritisierte. Die meisten Beteiligten waren sich darüber im Klaren, dass die ganze Debatte ironisch gemeint war. Ähnliche Kriege gab es um die verschiedenen Betriebssysteme, Programmiersprachen und auch um den Code-Einrückungsstil. Meist wurden die Editorenkriege zwischen den Anhängern von vi und Emacs ausgetragen, den zwei am weitesten verbreiteten Texteditoren für Unix und unixoide Systeme. Die beiden Editoren haben eine sehr flache Lernkurve, deswegen muss ein Benutzer viel Zeit investieren, um den Editor zu beherrschen. Die meisten Unix-Benutzer verwenden nur einen der beiden Editoren, jedoch beherrschen viele zumindest grundlegende Funktionen des anderen Editors und sehen sich dadurch in der Lage, ihn zu kritisieren.

Kurioses

In fast jeder vi-gegen-Emacs-Diskussion gibt es jemanden, der bemerkt, dass ed der Standardeditor unter Unix sei.<ref>Ed, man! !man ed. In: gnu.org. 11. Juli 1991, abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref>

Datei:Richard Stallman by Anders Brenna 03.jpg
Richard Stallman bei einem Auftritt als St. IGNUcius, einem Heiligen der Kirche von Emacs (2009)

Richard Stallman gründete die Emacs-Kirche (The Church of Emacs) und ernannte sich zum Heiligen IGNUcius.<ref>The unabridged selective transcript of Richard M Stallman's talk at the ANU. In: linuxhelp.blogspot.com. 6. April 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2011; abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref> Die Kirche besitzt die eigene Newsgruppe alt.religion.emacs.

Die vi-Befürworter gründeten einen vi-Kult (Cult of vi), worauf sie als Nachmacher („ape their betters“) von Emacs-Anhängern bezeichnet wurden.

Emacs-Fans werfen vi vor, dass es nur zwei Modi habe: „Piepst ständig rum“ und „Macht alles kaputt“. Die vi-Anhänger sagen, dass man von den vielen Tastenkombinationen, die man in Emacs benutzen muss, das RSI-Syndrom bekomme.

Es gibt sehr viele verschiedene Erklärungen, was die Abkürzung Emacs bedeutet, zum Beispiel „Escape Meta Alt Control Shift“.<ref>Some funny acronym expansions of Emacs. In: gnu.org. Abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref>

Zitate

“Emacs is a great operating system – it lacks a good editor, though.”

„Emacs ist ein großartiges Betriebssystem – allerdings fehlt ein guter Editor.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Thomer M. Gil<ref>VI Lovers Home Page, abgerufen am 2. März 2010.</ref>

“Using a free version of vi is not a sin; it is a penance.”

„Eine freie Version des vi zu verwenden ist keine Sünde; es ist eine Buße.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Richard M. Stallman<ref>Quoted in Free as in Freedom : Richard Stallman's Crusade for Free Software (2002) by Sam Williams; Ch. 8 St. Ignucius</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks