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Natriumhydrogensulfit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von E 222)
Strukturformel
Natriumion Struktur des Hydrogensulfitions
Allgemeines
Name Natriumhydrogensulfit
Andere Namen
  • Natriumbisulfit
Summenformel NaHSO3
Kurzbeschreibung

farblose bis gelbliche Flüssigkeit (existiert nur in Lösung)<ref name="gestis">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-548-0
ECHA-InfoCard 100.028.680
PubChem 656672
ChemSpider 571016
DrugBank DB14015
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 104,06 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.028.680">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="gestis" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
EUH: 031
P: 264​‐​270​‐​312​‐​301​‐​330​‐​501<ref name="gestis" />
MAK

Schweiz: 5 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 7631-90-5 bzw. Natriumhydrogensulfit)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Toxikologische Daten

1540 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="ChemDAT">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumhydrogensulfit (NaHSO3), auch Natriumbisulfit, ist ein Natrium-Salz der Schwefligen Säure. Es ist außerhalb von wässrigen Lösungen nicht stabil.

Darstellung

Eine wässrige Lösung von Natriumdisulfit ergibt Natriumhydrogensulfit.

<math>\mathrm{Na_2S_2O_5 + H_2O \ \rightleftharpoons \ 2 \ NaHSO_3}</math>

Schwefeldioxid durch eine Lösung von Natriumcarbonat leiten ergibt ebenfalls Natriumhydrogensulfit.

<math>\mathrm{2 \ SO_2 + H_2O + Na_2CO_3 \ \rightleftharpoons \ 2 \ NaHSO_3 + CO_2}</math>

Eigenschaften

Im Handel befindet es sich als Lösung mit einem zwischen 37 und 50 % liegenden Gehalt an Natriumhydrogensulfit. Diese Lösungen weisen ätzende, reduzierende und stark bleichende Eigenschaften auf. Beim Konzentrieren der wässrigen Lösung entsteht Natriumdisulfit (Na2S2O5) bzw. Natriumsulfit.

Von Bedeutung ist die Additionsreaktion mit Aldehyden oder Ketonen zu sogenannten Hydrogensulfitaddukten (Bisulfitaddukten), wobei sich der Schwefel des Hydrogensulfitions nukleophil an die Carbonylgruppe unter Bildung eines Hydroxyalkylsulfonations anlagert. Als Beispiel ist hier die Reaktion mit Formaldehyd unter Bildung des schwerlöslichen Natriumhydroxymethylsulfonats demonstriert:

<math>\mathrm{HCHO + NaHSO_3 \longrightarrow HO{-}CH_2{-}SO_3Na}</math>

Die Hydrogensulfit-Addition wird häufig zur Aufreinigung von Aldehyden oder Ketonen verwendet, da sie unter basischen oder auch sauren Bedingungen reversibel ist.<ref>Beyer-Walter: Lehrbuch der organischen Chemie, 23. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1998.</ref>

Verwendung

Als Lebensmittelzusatzstoff E 222 findet Natriumhydrogensulfit Verwendung als Konservierungsmittel z. B. bei der Stärke- und Zuckerherstellung, Antioxidationsmittel und als Stabilisator in Lebensmitteln sowie zur Analyse von Methylierungsmustern in DNA. Genutzt wird es auch als Reduktionsmittel in der chemischen Industrie zur Abwasserbehandlung. Es kommt auch in der Papierindustrie zum Einsatz.<ref>Grillo-Werke AG | NATRIUMBISULFIT FLÜSSIG. (grillo.de [abgerufen am 8. November 2018]).</ref> Es wird in der Sulfomethylierung zur Herstellung von waschaktiven Substanzen, Ionentauschern und wasserlöslichen Harzen verwendet.<ref name="CMSuter">C. M. Suter, R. K. Bair, F. G. Bordwell: The sulfomethylation reaction. In: Journal of Organic Chemistry, 10.5, 1945, S. 470–478.</ref>

<chem>RSO2NH2 + CH2O + NaHSO3 -> RSO2NHCH2SO3Na + H2O</chem>

Einzelnachweise

<references />