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Dössel

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Dössel
Hansestadt Warburg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(604)&title=D%C3%B6ssel 51° 31′ N, 9° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(604) 51° 31′ 23″ N, 9° 9′ 55″ O
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Höhe: 213 m
Fläche: 5,16 km²
Einwohner: 604 (31. Dez. 2020)<ref name="Einwohner">Kreis Höxter – Einwohner in den Stadtteilen der 10 kreisangehörigen Städte. In: Kreis Höxter. Abgerufen am 22. September 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 34414
Vorwahl: 05641
Datei:Warburg Ortsteile Dössel.svg
Karte
Lage von Dössel in Warburg

Dössel ist eine Ortschaft von Warburg im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen (Deutschland) mit ca. 600 Einwohnern und grenzt nördlich an die Kernstadt.

Datei:Innenansicht der Sankt-Katharina-Kirche in Dössel.JPG
Innenansicht der Sankt-Katharina-Kirche
Datei:OfLag-Karte 2.jpg
Karte des heutigen Dorfkerns und des ehemaligen Offizierslagers

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde der Ort um 1200 in einem Corveyer Güterregister. Dössel gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zur Landvogtei Peckelsheim im Hochstift Paderborn. Von 1807 bis 1813 gehörte der Ort zum Kanton Warburg im Departement der Fulda des Königreichs Westphalen. 1816 kam Dössel zum neuen Kreis Warburg in der preußischen Provinz Westfalen, in dem die Gemeinde zum Amt Warburg gehörte, das seit 1932 Amt Warburg-Land hieß.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1843, S. 283</ref><ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1932, S. 28</ref>

1846 erfuhr das Dorf eine Flurbereinigung, welche dem in der Warburger Börde gelegenen Agrardorf zugutekam. 1862–1864 wurde nach Entwürfen von Arnold Güldenpfennig die neugotischen Pfarrkirche St. Katharina anstelle eines Vorgängerbaus errichtet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.warburg.net</ref><ref></ref>

Während des Zweiten Weltkriegs wurde in westlich des Ortes das Offizierslager VI B errichtet, in dem zeitweise über 2500 Kriegsgefangene aus Frankreich, Großbritannien, Rumänien und Polen untergebracht waren. Es machte den Namen Dössels international bekannt. Am 27. September 1944 wurde aufgrund einer Verwechslung mit dem Bahnhof Nörde eine britische Bombe abgeworfen, die 90 Gefangenen das Leben kostete. Die Opfer wurden auf dem Dösseler Friedhof beigesetzt. Das Lager wurde nach 1945 abgerissen, lediglich die Gebäude der Lagerverwaltung blieben erhalten.

Am 1. Januar 1975 wurde Dössel durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz in die Stadt Warburg eingemeindet, die gleichzeitig in den Kreis Höxter wechselte.<ref></ref>

Ortsname

Für den heutigen Ortsnamen Dössel gibt es folgende historische Bezeichnungen: Dosele, Dozele.

Vereine

Dössel hat ein vielfältiges und lebendiges Vereinsleben, welches von vielen Dorfbewohnern aufrechterhalten wird. Das Angebot reicht von Musik bis hin zum Sport und zum verantwortungsvollen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

Folgende Vereine gibt es in Dössel:

  • Schützenverein (gegründet 1847)
  • Freiwillige Feuerwehr (gegründet 1914)
  • Musikverein (gegründet 1921)
  • Sportverein (gegründet 1960)
  • Tennisverein (gegründet 1985)
  • Jugendclub (gegründet 1973, Neugründung 1993)
  • Hallenbauförderverein (gegründet 1995)

Söhne und Töchter des Ortes

  • Hippolytus Böhlen (1878–1950) war ein Franziskanerpater und Bühnenautor, Redakteur und Vertreter des Jugendschrifttums.
  • Heinrich Emmerich, Leiter der kartografischen Abteilung im Vatikan, wurde 1901 in Dössel geboren
  • Paul Mohr (1936–2022), Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Stadt Warburg (1989–1999)
  • Johannes Ernst, Mitbegründer des Palastorchesters
  • Michael Stickeln (* 1968), Bürgermeister der Stadt Warburg (2004–2020), seit November 2020 Landrat des Kreises Höxter

Literatur

  • Gorzel, Lorenz (1986): Dössel. In: Mürmann, Franz (Hrsg.): Die Stadt Warburg 1036–1986. Beiträge zur Geschichte einer Stadt. Band 2. Warburg: Hermes, S. 451–453. ISBN 3-922032-07-9.

Einzelnachweise

<references />

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