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Döbernitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Döbernitz
Stadt Delitzsch
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(787)&title=D%C3%B6bernitz 51° 31′ N, 12° 21′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(787) 51° 30′ 43″ N, 12° 21′ 6″ O
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Höhe: 96 m ü. NN
Fläche: 1,17 km²
Einwohner: 787 (31. Jan. 2018)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. März 2004
Postleitzahl: 04509
Vorwahl: 034202
Datei:Übersichtskarte von Delitzsch und seinen Ortsteilen.png
Karte
Lage von Döbernitz in Delitzsch
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Datei:Rittergut Doebernitz Sammlung Duncker.jpg
Rittergut Döbernitz um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Döbernitz ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Delitzsch im Landkreis Nordsachsen des Freistaates Sachsen. Die Gemeinde Döbernitz, in die am 1. Januar 1994 die Ortschaften Beerendorf, Brodau und Selben eingegliedert wurden, gehört seit dem 1. März 2004 zu Delitzsch. Der Ortsteil hat knapp 830 Einwohner (Stand 2018).

Lage

Der Ortsteil Döbernitz liegt etwa zwei Kilometer südlich von der Stadtmitte Delitzschs entfernt. Die Bahnstrecke Bitterfeld–Leipzig und der Lober durchlaufen von Norden kommend den Ort und gliedern ihn in West- und Ost-Döbernitz. Im Süden grenzt Döbernitz an Zschepen, im Nordosten an Beerendorf. Westlich befindet sich die Kreuzung der B 184 und S4.

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1349 erstmals urkundlich als Dobernicz (altsorbisch für gut) erwähnt.<ref>Fortsetzung zur Chronik Döbernitz II. Heimatverein Döbernitz, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juni 2012; abgerufen am 5. September 2018.</ref> Zu dieser Zeit lag die Ortschaft im „markgräflich-meißnischen districtus Deltsch“, im Besitz eines Johannes Dobernicz. Im Laufe der Zeit änderte sich der Ortsname von Döberniz (1439) über Dobernicz (1445) nach Dobernitz (1518–1551) bis zu seinem heutigen Namen ab 1570.<ref>Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Döbernitz: Ortsnamenformen</ref> Döbernitz war um 1350 Herrensitz, von 1445/47 bis 1551 Rittersitz mit Vorwerken und bis 1880 Rittergut (von 1747 bis 1791 ohne Dorf).<ref>Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Döbernitz: Verfassung</ref>

Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Delitzsch.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam er zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Im Zuge der Kreisreform in der DDR von 1952 wurde Döbernitz dem neu zugeschnittenen Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeteilt, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging.

Bereits am 1. Juli 1950 wurde der Ort Zschepen nach Selben eingemeindet. Am 1. Januar 1994 wurden durch die sächsische Gemeindegebietsreform die Ortschaften Beerendorf, Brodau und Selben mit dem Ortsteil Zschepen nach Döbernitz eingemeindet, wodurch die Großgemeinde Döbernitz entstand. Im Jahr 1999 gründete Döbernitz mit der Stadt Delitzsch eine Verwaltungsgemeinschaft.<ref>Gemeinde Dobernitz. Landkreis Nordsachsen, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Februar 2013; abgerufen am 5. September 2018.</ref>

Auf Beschluss des damaligen Stadt- beziehungsweise Gemeinderats von Delitzsch und Döbernitz, wurde die Gemeinde am 1. März 2004, mit seinen Ortsteilen in die Stadt Delitzsch eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner<ref>Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen: Döbernitz: Bevölkerung</ref>
1551 10 Hufner, 21 Inwohner
1747 23 Häusler
1818 227
1880 274
1895 314
1910 447
1925 500
1939 529
1946 787
1950 ¹ 775
1964 866
Datum (zum 31.12.) Einwohner<ref name="Bevölkerung">Statistisches Landesamt Sachsen: Vorlage:Regionalregister Sachsen</ref>
1990 826
1991 972
1992 964
1993 969
1994 ¹ 2402
1995 2581
1996 2800
1997 2955
1998 2860
1999 2910
2000 2956
Datum (zum 31.12.) Einwohner<ref name="Bevölkerung" />
2001 2961
2002 2925
2003 2911
2011 ² 833

¹ Eingemeindung
² nur Hauptwohnsitze am 30.09. (Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Delitzsch)

Politik

Sitzverteilung
1
5
1
3
Insgesamt 10 Sitze
  • SPD: 1
  • HVD: 5
  • WVD: 1
  • CDU: 3

Döbernitz verfügt über einen eigenen Ortschaftsrat mit zehn Sitzen und einem Ortsvorsteher sowie Stellvertreter. Zuständig ist er Rat für die Delitzscher Ortsteile Beerendorf, Brodau, Selben, Zschepen und Döbernitz selbst.

Bei den letzten Ortschaftsratswahlen am 9. Juni 2024 entfielen fünf Sitze auf den Heimatverein Döbernitz (HVD) (49,5 %), drei Sitze auf die CDU (29,5 %) und je ein Sitz auf die SPD (11,4 %) und auf die neu im Ortschaftsrat vertretene Wählervereinigung Delitzsch (WVD) (9,6 %).<ref>Wilde (Oberbürgermeister): Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses für die Kommunalwahlen in der Großen Kreisstadt Delitzsch am 9. Juni 2024. (PDF; 209 kB) Ortschaftsrat Döbernitz. In: Amtsblatt der Großen Kreisstadt Delitzsch, Nr. 13/2024. Stadtverwaltung Delitzsch, 20. Juni 2024, S. 5, abgerufen am 31. Januar 2025.</ref> Gegenüber der vorangegangenen Wahl am 26. Mai 2019 haben sich damit deutliche Verschiebungen zulasten der CDU ergeben. Damals entfielen noch fünf Sitze auf sie (45,4 %), vier Sitze auf den Heimatverein Döbernitz (HVD) (44,1 %) und ein Sitz auf die SPD (10,5 %).<ref>Ortschaftsrat Döbernitz 2019. (PDF; 58 KB) Stadtverwaltung Delitzsch, abgerufen am 4. Dezember 2022.</ref><ref>Sitzzuteilung Ortschaftsrat Döbernitz 2019. (PDF; 223 KB) Stadtverwaltung Delitzsch, abgerufen am 4. Dezember 2022.</ref> Im Vergleich zur Wahl am 25. Mai 2014 hatten sich 2019 dagegen nur geringfügige Veränderungen ergeben: Damals entfielen ebenfalls fünf Sitze auf die CDU (46,7 %), vier Sitze auf den Heimatverein Döbernitz (HVD) (31,4 %) und ein Sitz auf die Linke (14 %). Die restlichen 7,9 % entfielen 2014 auf sonstige Parteien, von denen keine einen Sitz erhielt.<ref>Leipziger Volkszeitung (Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung), 27. Mai 2014, Seite 27</ref>

Ortsvorsteher ist weiterhin Roland Kirsten (CDU) und sein Stellvertreter bleibt Jörg Eitzen (HVD), der 2019 Jörg Peter Sackewitz (HVD) abgelöst hatte.<ref>Ortschaftsrat (Döbernitz). In: Gremien. Stadt Delitzsch, abgerufen am 31. Januar 2025.</ref> Die nächste Wahl ist voraussichtlich im Jahr 2029.

Kultur

Vereine

Durch die Initiierung des Döbernitzer Landwirts Norbert Lienig sollten, durch die Gründung einer noch vorläufigen Interessengemeinschaft, Heimatverbundenheiten wieder aufleben. Somit kam es im Januar 2005 zur Gründung des Heimatvereins Döbernitz, der durch zahlreiche vorherige Organisationstreffen und Veranstaltungen von Döbernitzern entstand. Seit Juni 2008 ist der Heimatverein Döbernitz e. V. ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, mit 25 Mitgliedern.<ref>Unser Verein. Heimatverein Döbernitz, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Juni 2012; abgerufen am 6. September 2018.</ref>

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 2006 findet jährlich, initiiert vom Heimatverein Döbernitz, im Mai eine Veranstaltung in der Kirche, im Juli das Sommerfest, im September das Kartoffelfest des Kartoffelhofes Lienig und zum Jahresausklang eine Weihnachtsfeier für Senioren statt. Der Verein organisiert daneben von Oktober bis März Kaffenachmittage.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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