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Drüsedau

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Drüsedau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(98)&title=Dr%C3%BCsedau 52° 51′ N, 11° 42′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(98) 52° 51′ 24″ N, 11° 41′ 54″ O
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Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 9,46 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 98 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1972
Eingemeindet nach: Bretsch
Postleitzahl: 39606
Vorwahl: 039386
Lage von Drüsedau in Sachsen-Anhalt
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Drüsedau ist ein Ortsteil der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geographie

Lage

Das altmärkische Straßendorf Drüsedau liegt neun Kilometer nordwestlich der Stadt Osterburg (Altmark) im Landschaftsschutzgebiet „Ostrand der Arendseer Hochfäche“<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> am Werftgraben Losse.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Ortsteilgliederung

Zum Ortsteil Drüsedau gehört der Wohnplatz Lindhof.<ref>Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016</ref>

Klima

In Drüsedau herrscht gemäßigtes Klima. Dieses wird von Osten vom Kontinentalklima und vom Westen vom atlantischen Seeklima beeinflusst. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag für Drüsedau liegt bei 560 mm. Trockenster Monat ist der Februar mit einer Niederschlagsmenge von 33 mm, wohingegen der meiste Niederschlag im Juni mit durchschnittlich 64 mm fällt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 8,7 °C. Der statistisch wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlichen 17,8 °C. Der Monat Januar, als kältester Monat im Jahr, weist eine Durchschnittstemperatur von −0,1 °C auf.<ref>Climate-Data.org berechnet aus den Daten von 1982 bis 2012</ref>

Drüsedau
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
42
 
2
-3
 
 
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3
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0
 
 
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9
 
 
39
 
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6
 
 
44
 
7
2
 
 
45
 
4
-1
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Quelle: Climate-Data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Drüsedau
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 8,8
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 12,6
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 4,9
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Von einer frühen Besiedelung der Gegend um Drüsedau zeugte das im 19. Jahrhundert zerstörte Großsteingrab Lindhof.

Ursprünglich war Drüsedau Kirchdorf und landtagsfähiges Rittergut.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Südlich des Ortes liegt Lindhof, ein ehemaliges Vorwerk. Östlich von Drüsedau im Wald lag eine Ziegelei

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  }}. Beide gehörten zum Gutsbezirk Drüsedau.

Drüsedau wurde 1170 erstmals als Drusdow erwähnt.<ref name="Riedel-2, S. 441" /><ref name="Krabbo Regesten-1" /> 1174 heißt der Ort Druzdowe.<ref name="Krabbo Regesten-2" /> Weitere Nennungen sind 1179 villam drozdowe, 1443 wüste dorffstete zu Drüssdow, 1518 Dröstede, 1598 Droßde, 1621 Drußde, 1737 Drüßdow, 1794 Druseda.<ref name="HOB-12" />

1760 berichte Karl Friedrich Pauli über recht fragwürdige Vermutungen Drusedow sei auf den Römischen Feldherrn Drusus zurückzuführen.<ref name="Pauli" />

Drüsedau war Stammsitz der ausgestorbenen Familie von Drusedow (Drüsedau), einem altmärkischen Adelsgeschlecht.<ref name="Riedel-Register-1" />

Herkunft des Ortsnamens

Drozdowe ist ein altslavischer Ortsname. Die erste Silbe „drosd“ deutet auf Drossel, die zweite „owe“ auf Dorf.<ref name="Wissen-3" />

Eingemeindungen

Bis 1807 gehörte das Dorf zum Seehausenschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Bretsch auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Drüsedau mit der Landgemeinde Drüsedau vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg" /> Am 25. Juli 1952 kam Drüsedau zum Kreis Seehausen. Am 2. Juli 1965 ist die Gemeinde Drüsedau in den Kreis Osterburg umgegliedert worden. Am 1. Februar 1972 wurde die Gemeinde Drüsedau schließlich aufgelöst und in die Gemeinde Bretsch eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Drüsedau zur Gemeinde Altmärkische Höhe.

Einwohnerentwicklung

Gut/Gutsbezirk

Jahr Einwohner
1798 16
1864 49
1871 [00]45<ref name="Gemeidelex-1873" />
Jahr Einwohner
1885 37
1895 36
1905 26

Quelle wenn nicht angegeben:<ref name="HOB-12" />

Dorf/Gemeinde

Jahr Einwohner
1734 077
1775 100
1789 103
1798 090
1801 108
1818 125
1840 [00]160<ref name="Zahn-1928" />
Jahr Einwohner
1864 154
1871 [00]150<ref name="Gemeidelex-1873" />
1885 162
1892 [00]195<ref name="Zahn-1928" />
1895 139
1900 [00]157<ref name="Zahn-1928" />
1905 132
Jahr Einwohner
1910 [00]170<ref name="Zahn-1928" />
1925 175
1939 157
1946 286
1964 175
1971 183
2014 [00]111<ref name="KEK-2025" />
Jahr Einwohner
2020 [00]098<ref name="EW-2021" />
2021 [00]102<ref name="EW-2021" />
2022 [0]99<ref name="EW-2023" />
2023 [0]98<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Drüsedau gehörte bis 1976 als Filiale zur Pfarrei Losse<ref name="Almanach1903" /> und ab 1976 zur Pfarrei Bretsch.<ref name="Pfarrerbuch" /> Sie wird heute betreut vom Pfarrbereich Seehausen im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Drüsedau stammen aus dem Jahre 1702.<ref name="Machholz" />

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Druesedau Preussischer Rundsockelstein 851.jpg
Preußischer Rundsockelstein in Drüsedau
  • Die evangelische Dorfkirche Drüsedau, ein Feldsteinbau, stammt aus der Zeit um 1320.<ref name="Altmarkkirchen" />
  • Auf dem Kirchhof ist der Ortsfriedhof.
  • Neben der Kirche steht ein Denkmal zur Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkrieges.<ref name="Denkmalprojekt" />


Literatur

Weblinks

Commons: Drüsedau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 213.</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 28. Dezember 2020.</ref>

<ref name="Denkmalprojekt">Drüsedau, Gemeinde Altmärkische Höhe, Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, April 2011, abgerufen am 1. Oktober 2022.</ref>

<ref name="EW-2021">Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17.</ref>

<ref name="Gemeidelex-1873">Preußisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihrer Bevölkerung. Band VI, Provinz Sachsen. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau. Berlin 1873, S. 2, 8 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11157796~SZ%3D00012~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Hauptsatzung">Gemeinde Altmärkische Höhe: Hauptsatzung der Gemeinde Altmärkische Höhe. 17. Juni 2019 (seehausen-altmark.de [PDF; abgerufen am 3. Januar 2021]).</ref>

<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="KEK-2025">Landkreis Stendal – Der Landrat: Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025. 30. Oktober 2015, abgerufen am 3. August 2019.</ref>

<ref name="Krabbo Regesten-1">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 73, Nr. 381 (uni-potsdam.de).</ref>

<ref name="Krabbo Regesten-2">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 81, Nr. 416 (uni-potsdam.de).</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pauli">Karl Friedrich Pauli: D. Carl Friedrich Pauli des Staatsrechts und der Geschichtskunde öffentlichen Lehrers und der königlichen deutschen Gesellschaft zu Königsberg Mitgliedes allgemeine preußische Staats-Geschichte… Band 1, S. 31 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000960~SZ%3D00059~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Seehausen. In: ekmd.de. Abgerufen am 3. März 2024.</ref>

<ref name="Pfarrerbuch">Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen (= Series Pastorum. Band 10). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 138.</ref>

<ref name="Riedel-Register-1">Dr. Heffter (Bearbeiter Verzeichnis): Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Namenverzeichniß zu sämmtlichen Bänden. Band 1. Berlin 1867, S. 384 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10001016~SZ%3D00390~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Riedel-2, S. 441">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Wissen-3">Hanns-Henning Horzetzky: Historisches aus Drüsedau (= Das Wissen der Region. Band 3). 1. Auflage. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Kremkau 2008, DNB 994253249, S. 101–104.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Boock | Bretsch | Dewitz | Drüsedau | Einwinkel | Gagel | Heiligenfelde | Kossebau | Losse | Lückstedt | Priemern | Rathsleben | Stapel | Wohlenberg Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein