Drusenküppel
| Drusenküppel | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Der Drusenküppel | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Obernhain | |||||
| Entstehungszeit | Mittelalter | |||||
| Burgentyp | Niederungsburg, Motte | |||||
| Erhaltungszustand | Burgstall, Erdhügel | |||||
| Bauweise | Motte | |||||
| Geographische Lage | 50° 17′ N, 8° 33′ O
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Der Drusenküppel ist eine mittelalterliche Turmhügelburg (Motte) etwa 300 Meter östlich von Wehrheim-Obernhain im Hochtaunuskreis. Auch wenn die Anlage in den Höhen des Taunus liegt, so ergibt sich aus der kleintopographischen Lage die Einstufung als Niederungsburg. Sie liegt in einer Senke, umgeben von einem feuchten Wiesengrund. Der heute ca. 5 Meter hohe Erdhügel weist eine runde Form auf, bei einem Durchmesser von etwa 12 Metern. Ein drei bis vier Meter breiter Graben mit Erdwall ist vorgelagert. Insgesamt misst die Anlage etwa 40 Meter im Durchmesser. Heute findet sich hier eine Baumgruppe. Diese ist als Naturdenkmal ausgewiesen.<ref>Naturdenkmale. www.hochtaunuskreis.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Februar 2016; abgerufen am 27. April 2016.</ref>
Ausgrabungen von August von Cohausen (1871), Louis Jacobi (1895) und Heinrich Jacobi (1913) ergaben, dass die Burg keine Steinmauern besaß. Nur wenige hochmittelalterliche Fundstücke wurden geborgen und sind heute in der Saalburg ausgestellt. In unmittelbarer Umgebung finden sich Zeichen von Eisenverhüttung und Schlackenhalden, so dass anzunehmen ist, dass der Drusenküppel im Zusammenhang mit mittelalterlicher Eisengewinnung steht. Zu vergleichen ist die Anlage mit der Alten Schanz bei Heidenrod-Zorn.
Denkmalschutz
Der Bereich der Anlage ist ein Bodendenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, und Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörden zu melden.
Siehe auch
- Liste deutscher Turmhügelburgen
- Liste der Kulturdenkmäler in Wehrheim
- Liste der Naturdenkmale in Wehrheim
Literatur
- Dietwulf Baatz: Die Turmburg Drusenküppel bei Obernhain. In: Römisch-Germanisches Zentralmuseum u. a. (Hrsg.): Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 21: Hochtaunus, Bad Homburg, Usingen, Königstein, Hofheim. von Zabern, Mainz am Rhein 1972, ISSN 0071-9757, S. 133ff.
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
Ringwall Altkönig | Burg Altweilnau | Bassenheimer Palais | Burg Binzelberg | Ringwall Bleibeskopf | Burg Bommersheim | Brendelburg | Drusenküppel Wehrheim | Eichelbacher Hof | Burg Eichelberg (Weilrod) | Burg Emmershausen | Burgruine Falkenstein | Schloss Friedrichshof | Ringwall Gickelsburg | Burgruine Hattstein | Ringwall Holzburg | Gotisches Haus Bad Homburg | Schloss Homburg | Ringwall Hünerberg | Burg Königstein | Schloss Kransberg | Burg Kronberg | Schloss Neuweilnau | Burg Nürings | Burg Reifenberg | Ringwall Rentmauer | Schnepfenburg | Junkernhof Usingen | Prinzenpalais Usingen | Usinger Schloss | Wingertsbergschlösschen Bad Homburg
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- Motte
- Bauwerk in Wehrheim
- Burgruine im Hochtaunuskreis
- Wallburg im Hochtaunuskreis
- Abgegangenes Bauwerk im Hochtaunuskreis
- Bodendenkmal im Hochtaunuskreis
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- Archäologischer Fundplatz in Europa
- Geographie (Wehrheim)
- Burg in Europa
- Niederungsburg im Hochtaunuskreis