Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Meerbrassen – WikipediaZum Inhalt springen
Die Meerbrassen (Sparidae) sind eine Familie der Barschverwandten (Percomorpha), die aus knapp 40 Gattungen mit mehr als 140 Arten besteht. Es sind 12 Zentimeter bis 2 Meter lange Fische, die weltweit im tropischen und subtropischen offenen Ozean in Schwärmen leben. Die Hälfte aller bekannten Arten lebt in südafrikanischen Gewässern. Im Mittelmeer leben 24 Arten. Einige wenige Arten kommen auch ins Brack- und Süßwasser.
Merkmale
Meerbrassen sind hochrückige Tiere, mit seitlich zusammengedrücktem Körper und oft silbriger Grundfarbe, dunklen Querbinden und schwarzem Schwanzfleck. Auch bläuliche, rötliche oder gelbliche Farben kommen vor. Die Rückenflosse ist durchgehend und wird normalerweise von 10 bis 13 Flossenstacheln und 10 bis 15 Weichstrahlen gestützt. Die vorderen Strahlen können fadenförmig verlängert sein, z. B. bei Argyrops und Dentex. Die Afterflosse besitzt drei Stacheln und 8 bis 14 Weichstrahlen. Die Brustflossen sind lang und zugespitzt, die Schwanzflosse ist gegabelt oder wenigstens eingekerbt. Die Anzahl der Wirbel liegt bei 24 (10 Rumpf, und 14 Schwanzwirbel), die der Branchiostegalstrahlen bei sechs. Ihre Maxillaria sind bei geschlossenem Maul verdeckt. Der Kiemendeckel ist unbestachelt, die Augenkiemendrüse groß. Die Kieferzähne sind in Anpassung an die Ernährungsweise als Schneide-, Fang- oder Mahlzähne ausgebildet. Pflugscharbein und Gaumenbein sind unbezahnt. Die Seitenlinie ist vollständig, der Körper von Kammschuppen bedeckt, die bei einigen Arten noch fast cycloid sein können.
Lebensweise
Unter ihnen gibt es Allesfresser, reine Pflanzenfresser, wie auch carnivor lebende Arten, die meist hartschalige Beute, wie Muscheln, Schnecken und Krebse fressen. Die verschiedenen Arten haben entsprechend ihrer Ernährungsweise spezialisierte Zähne.
Meerbrassen sind oft Zwitter. Entweder haben sie weibliche und männliche Geschlechtsorgane gleichzeitig, oder sie sind im Laufe ihres Lebens zuerst männlich und dann weiblich (protandrisch), oder zuerst weiblich und dann männlich (protogyn).
Sie sind ausgezeichnete Speisefische.
Äußere Systematik
Die Meerbrassen bilden zusammen mit den Großkopfschnappern (Lethrinidae) und den Scheinschnappern (Nemipteridae) eine Gruppe verwandter „sparoider“ Familien, die von einigen Wissenschaftlern als Überfamilie (Sparoidea) der Percoidei betrachtet wurde, später jedoch als eigene Ordnung (Spariformes) aus den Barschartigen (Perciformes) ausgegliedert wurde. Die Lethrinidae sind die Schwestergruppe der Meerbrassen.<ref name="Orrella et al.">Thomas M. Orrell, Kent E. Carpenter, John A. Musick, John E. Graves: Phylogenetic and Biogeographic Analysis of the Sparidae (Perciformes: Percoidei) from Cytochrome b Sequences. Copeia, 2002(3), pp. 618–631 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF, 527 kB (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2012 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sci.odu.edu</ref>
Innere Systematik
Die Meerbrassen wurden früher in sechs Unterfamilien unterteilt (Boopsinae, Denticinae, Diplodinae, Pagellinae, Pagrinae und Sparinae). Die Unterfamilien wurden aber in phylogenetischen Studien als nicht monophyletisch erkannt. Stattdessen wurden zwei bisher unbenannte Hauptkladen gefunden.<ref>Thomas M. Orrell, Kent E. Carpenter: A phylogeny of the fish family Sparidae (porgies) inferred from mitochondrial sequence data. Molecular Phylogenetics and Evolution 32 (2004) 425–434 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Oktober 2006 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sci.odu.edu</ref><ref name="Orrella et al."/>
Es gibt über 160 Arten (hier nicht alle aufgeführt) in knapp 40 Gattungen:
Gattung Centracanthus<ref name="Sanciangcoetal">Millicent D. Sanciangco, Kent E. Carpenter & Ricardo Betancur-R. 2015. Phylogenetic placement of enigmatic percomorph families (Teleostei: Percomorphaceae). Molecular Phylogenetics and Evolution. October 2015, doi:10.1016/j.ympev.2015</ref>