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Dolores O’Riordan

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Datei:The Cranberries en Barcelona 2.jpg
Dolores O’Riordan (2010)

Dolores Mary Eileen O’Riordan [<templatestyles src="IPA/styles.css" />dəˈlɔːəs əʊˈrɪədən] (* 6. September 1971 in Ballybricken, County Limerick; † 15. Januar 2018 in London) war eine irische Sängerin und Songwriterin. Sie wurde als Leadsängerin der Rockband The Cranberries bekannt.

Leben

Dolores O’Riordan wurde als Tochter von Terry O’Riordan (1937–2011) geboren und wuchs als die Jüngste von sieben Geschwistern in ihrem Geburtsort auf, wo sie auch im Kirchenchor sang. Später zog sie ins nahe Limerick. 1990 wurde sie Frontsängerin der Band The Cranberries, die sich zu der Zeit noch Cranberry Saw Us nannte, und wurde dort zur wichtigen Songwriterin. Die Sängerin, die nach eigenen Angaben unter anderem an einer Essstörung, depressiven Episoden sowie den Folgen sexuellen Missbrauchs in ihrer Kindheit litt,<ref>Barry Egan: Dolores O'Riordan: The demons that linger in her life. Am 22. November 2014 auf belfasttelegraph.co.uk, abgerufen am 22. Januar 2018.</ref> begann 1994 nach einem Nervenzusammenbruch eine Psychotherapie.<ref name="inieex">Experience counts as Cranberries' Dolores O'Riordan goes solo. independent.co.uk, 4. Mai 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. April 2009; abgerufen am 22. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im selben Jahr heiratete sie Don Burton, den ehemaligen Tourmanager von Duran Duran. Das Paar zog 1998 auf eine Farm in Kilmallock nahe Charleville. 1999 sprach sie in einer Talksendung des britischen Fernsehens davon, eine „behütete Kindheit“ gehabt zu haben.<ref>Dolores O'Riordan Late Show 1999. Abgerufen am 18. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

O’Riordans katholischer Glaube beeinflusste auch ihr musikalisches Schaffen.<ref>Michael Kelly: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Irish bishop recalls Cranberries’ musician for her faith, inspiration (Memento vom 18. Januar 2018 im Internet Archive). Am 17. Januar 2018 auf cruxnow.com, abgerufen am 22. Januar 2018</ref> So trat sie 2001, 2002, 2005 und 2013 beim Weihnachtskonzert im Vatikan auf und sang 2004 die Titelmelodie Ave Maria zum Film Die Passion Christi. Im September 2003 erkrankte ihre Schwiegermutter schwer, weswegen Burton und O’Riordan nach Howth in der Nähe von Dublin zogen. Unter diesen Umständen war ein Weiterarbeiten für O’Riordan nicht möglich, und die Cranberries trennten sich.<ref name="cramcl">Craig McLean: Back in the swing. Am 21. April 2007 auf telegraph.co.uk, abgerufen am 22. Januar 2018.</ref> Kurz darauf starb ihre Schwiegermutter.

2007 startete O’Riordan eine Solokarriere. Auch arbeitete sie einige Male mit anderen Künstlern wie Zucchero, Luciano Pavarotti und Jam & Spoon zusammen. Ihr erstes Soloalbum Are You Listening? erschien 2007. Es verkaufte sich weltweit 300.000 Mal. 2008 gehörte sie zu den zehn Preisträgern des European Border Breakers Awards (EBBA), die anlässlich der Midem in Cannes für ihre Erfolge im Ausland ausgezeichnet wurden. Ab 2009 arbeitete sie erneut mit den Cranberries zusammen. Zu der Zeit hatte sie ihren Lebensmittelpunkt in die Nähe des Buckhorn Lake im kanadischen Peterborough County verlegt, wo Burton und sie schon seit 1994 ein Haus besaßen.<ref name="janste">Jane Stevenson: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ex-Cranberries singer planning to live here full-time. (Memento vom 16. Januar 2018 im Internet Archive) Am 2. September 2009 auf thepeterboroughexaminer.com, abgerufen am 22. Januar 2018.
Cranberries reunion lures O'Riordan from Ontario cabin. cbc.ca, 28. August 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. September 2009; abgerufen am 22. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Tombstone at Dolores O'Riordan grave.jpg
Dolores O’Riordans Grabstein

2011 starb O’Riordans Vater. Bei seiner Beerdigung traf sie erstmals nach Jahren wieder auf jenen Freund ihrer Eltern, der sie in ihrer Kindheit sexuell missbraucht hatte, was sie zusammen mit dem Verlust ihres Vaters schwer erschütterte.<ref>Bericht im Belfast Telegraph von 2014</ref> Nach einem Suizidversuch 2013 wurde festgestellt, dass die Sängerin an einer bipolaren affektiven Störung litt.<ref name="carsul">Caroline Sullivan: Dolores O’Riordan obituary. Am 16. Januar 2018 auf theguardian.com, abgerufen am 22. Januar 2018.</ref> Im September 2014 trennten sich Burton und O’Riordan. Die drei gemeinsamen Kinder blieben nach der Scheidung beim Vater in Kanada, während O’Riordan nach New York City zog, wo sie zunächst in Hotels lebte.<ref>Barry Egan: ‘People look at you and see a product. They don’t see a soul, but an empty hole’ - Barry Egan speaks to Dolores O’Riordan. Am 16. November 2014 auf independent.ie, abgerufen am 22. Januar 2018.</ref> Im November 2014 wurde sie am Flughafen Shannon vorübergehend verhaftet, nachdem sie auf einem Transatlantikflug alkoholisiert eine Stewardess verletzt und später einen Polizisten angespuckt und tätlich angegriffen hatte. Im Dezember 2015 bekannte sie sich vor dem Bezirksgericht von Ennis schuldig; ihr Anwalt verwies erklärend auf ihren schlechten psychischen Zustand zum Zeitpunkt des Vorfalls.<ref>Gordon Deegan: Dolores O’Riordan pleads guilty to air rage offences. Am 16. Dezember 2015 auf irishtimes.com, abgerufen am 15. Januar 2018.</ref> Ab 2014 arbeitete sie gemeinsam mit Andy Rourke und ihrem neuen Partner Olé Koretsky am Musikprojekt D.A.R.K., dessen erstes Album 2016 veröffentlicht wurde.

Im Januar 2018 ertrank Dolores O’Riordan im Alter von 46 Jahren in einer Hotelbadewanne in London. Sie hatte sich für Studioaufnahmen in der britischen Hauptstadt aufgehalten. Einige Tage später war der Umzug in ihr gerade erworbenes neues Haus in Murroe, County Limerick geplant. Die dort gelegene Benediktiner-Abtei Glenstal Abbey hatte für sie eine inspirierende Wirkung.<ref>The Cranberries Reflect On Life Without Dolores O'Riordan Five Years After Her Death. Abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei der Obduktion wurde eine Alkoholvergiftung von 3,3 Promille festgestellt. Zudem wurden verschriebene Medikamente vorgefunden, die beim Tod aber keine Rolle gespielt haben sollen. Die zuständige Rechtsmedizinerin ordnete das Geschehen als Unfall ein.<ref>Dolores O'Riordan died by drowning due to alcohol intoxication, inquest hears rte.ie, am 6. September 2018</ref> O’Riordan wurde am 23. Januar 2018 in ihrem Geburtsort Ballybricken neben ihrem Vater Terry beerdigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abschied von Cranberries-Sängerin O'Riordan (Memento vom 18. Juni 2018 im Internet Archive), deutschlandfunkkultur.de, 21. Januar 2018, abgerufen am 22. Januar 2018.</ref><ref>Listen: Family friend pays touching tribute to Dolores O'Riordan in funeral homily. 23. Januar 2018, abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2019 erschien das letzte Cranberries-Album In the End, das O’Riordan noch eingesungen hatte.

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Diskografie als Solokünstlerin

Alben

  • 2007: Are You Listening?
  • 2009: No Baggage

Singles

  • 2007: Ordinary Day
  • 2007: When We Were Young, nur als Promosingle, weil die zuständige Plattenfirma Sanctuary Records kurz vor der Veröffentlichung in Konkurs ging
  • 2009: The Journey
  • 2013: Senza Fiato feat. Negramaro

Weitere Veröffentlichungen

Weblinks

Commons: Dolores O’Riordan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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