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André Adolphe-Eugène Disdéri

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(Weitergeleitet von Disdéri)
Datei:André Adolphe-Eugène Disdéri.jpg
André Adolphe-Eugène Disdéri, Selbstporträt
Datei:Colonne vendome.jpg
Pariser Kommunarden beim Sturz der Colonne Vendôme, 1871, Aufnahme von André Adolphe-Eugène Disdéri
Datei:Paris 1871 - communards.jpg
Leichen Pariser Kommunarden, 1871, Aufnahme von André Adolphe-Eugène Disdéri

André Adolphe-Eugène Disdéri (* 28. März 1819 in Paris; † 4. Oktober 1889 ebenda) war ein französischer Fotograf und Erfinder.<ref>André Adolphe-Eugène Disdéri Biographie bei Encyclopedia Britannica</ref>

Leben

Disdéri wurde 1819 als Sohn von Louise-Eugénie und Jean-André Disdéri geboren. 1843 heiratete er Élisabeth Francart und zog mit ihr nach Brest; das Paar trennte sich wenige Jahre später wieder.<ref name="McCauley">Elizabeth Anne McCauley: A. A. E. Disdéri and the Carte de Visite Portrait Photograph. In: Princeton University. Abgerufen am 13. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Geneviève Élisabeth Disdéri selbst führte das gemeinsame Fotogeschäft in Brest weiter und war bald als bedeutende Fotografin anerkannt.<ref>Disdéri, Geneviève-Élisabeth (1817?-1878). In: Bibliothèque nationale de France. Abgerufen am 13. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Disdéri selbst verließ Brest nach verschiedenen Zwischenstationen in Richtung Paris.

Er ließ 1854 sein sogenanntes Carte-de-visite-Verfahren (Visitenkartenporträt) patentieren, bei dem mit Hilfe einer mehrlinsigen Kamera auf Kollodium-Negativmaterial eine Serie von acht Porträtbildern festgehalten werden konnte. Diese Methode wurde erst ab 1860 von Photographen angewendet, verhalf aber dann der Porträtphotograhie zu großer Popularität.

1858 erfand Disdéri das sogenannte Mosaikbild, auf dem Fotos verschiedener Personen oder Ansichten zu einem Foto zusammengestellt werden<ref>Ludwig Hoerner (Hrsg.), Franz Rudolf Zankl (Mitarb.): Hannover in frühen Photographien 1848–1910, München: Schirmer-Mosel, 1979, ISBN 3-921375-44-4, S. 53.</ref><ref name="McCauley" />.

Trotz seines Erfolges musste er 1856 nach einem Bankrott eine Gefängnisstrafe antreten. Er erholte sich wirtschaftlich wieder und war möglicherweise – die Berichte sind nicht bestätigt – zeitweilig offizieller Fotograf des französischen Kaisers Napoleon III. Das Vorhandensein zahlreicher Fotografien mit Motiven aus Algerien deutet zumindest auf eine Teilnahme an Napoleons Algerien-Reise im Jahr 1860 hin.

1862 veröffentlichte er sein Werk „L'Art de la photographie“, mit dem den Beweis antreten wollte, dass die Fotografie eine Kunstform ist.<ref>L'art de la photographie. In: Archive.org. Abgerufen am 13. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In dieser Phase seines Lebens befand sich Disdéri sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Nach der Niederschlagung der Pariser Kommune 1871 dokumentierte er die Massaker durch zahlreiche Aufnahmen von Erschossenen.

Nach 1873 gingen seine Einnahmen stark zurück und Disdéri verarmte.<ref name="McCauley" /> Er starb 1889 im Armenhospital Sainte-Anne und wurde in einem für kostenlose Beerdigungen reservierten Graben des Friedhofs Bagneux beigesetzt.<ref>Auszug aus dem Totenregister Seite 3/31. In: Paris archive. Abgerufen am 13. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er hinterließ 91 Alben mit 12.000 Tafeln, die wenige Jahre später bei einer Versteigerung hohe Preise erzielten.

Literatur

  • Im Kapitel: Die Photographie im zweiten Kaiserreich (1851-1870). In: Gisèle Freund: Photographie und Gesellschaft. München (deutsche Ausgabe von * 1974; mehrere Auflagen und Ausgaben)
  • Elizabeth Anne McCauley: A. A. E. Disdéri and the Carte de Visite Portrait Photograph. Yale University Press, 1985, ISBN 978-0-300-03169-0.
  • Sylvie Aubenas: Le petit monde de Disdéri. Société française de photographie, 1997.<ref>Le petit monde de Disdéri. In: Open Edition Journals. Abgerufen am 13. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Galerie

Weblinks

Commons: André Adolphe Eugène Disdéri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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