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De la Planta

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De la Planta war ein uruguayisches Plattenlabel.

Es wurde 1969 von Jorge 'Coyo' Abuchalja, dem Gitarristen der Band Los Delfines, und dem Tontechniker Carlos Píriz gegründet.<ref name="books-NG1aAAAAMAAJ-">Fernando Peláez Bruno: De las Cuevas al Solís: La década del 60. S. 12 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref><ref>Guilherme de Alencar Pinto: Razones locas. El paso de Eduardo Mateo por la música uruguaya. Ediciones del TUMP, Montevideo 1995, S. 131.</ref> In den frühen 1970er Jahren veröffentlichten auf diesem Label bedeutende Vertreter der spanischsprachigen uruguayischen Rockmusik ihre Alben. Zum Katalog gehörten bspw. Platten wie Mateo Solo Bien Se Lame von Eduardo Mateo, die zu ihrer Entstehungszeit<ref>Guilherme de Alencar Pinto: Razones locas. El paso de Eduardo Mateo por la música uruguaya. Ediciones del TUMP, Montevideo 1995, S. 136–139.</ref> und noch Jahrzehnte später in Rolling Stone<ref>David Fricke: Fricke’s Picks: Blue Van, Deltahead, Eduardo Mateo. In: rollingstone.com. 31. Juli 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Dezember 2013; abgerufen am 10. Januar 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rollingstone.com</ref> und New York Times<ref>Devendra Banhart: From Uruguay’s Dylan to R. Kelly’s ‘Sex Planet’. In: nytimes.com. 30. September 2007, abgerufen am 10. Januar 2015.</ref> positiv besprochen wurde.

Entstehungsgeschichte

Laut Abuchalja wurde das Label „aus der Not geboren“, denn uruguayische Musiker hätten damals in ihrer Heimat kaum Unterstützung durch die großen internationalen Plattenfirmen erhalten. Nur wenige hätten die Möglichkeit gehabt, Aufnahmen zu machen; meist unter sehr schlechten technischen und finanziellen Rahmenbedingungen. So waren lediglich ein bis zwei Tonspuren üblich, während man im benachbarten Argentinien zumindest 4-Spur-Rekorder verwendete. Der Aufnahmetechniker Carlos Píriz schlug Abuchalja daher vor, ein eigenes Label zu gründen, um speziell uruguayische Musiker durch gute Produktion, Aufnahmetechnik und einen besseren Vertrieb zu unterstützen. Durch Píriz’ Verbindungen war es möglich, die 4-Spur-Anlage der Estudios Ion in Buenos Aires zu günstigen Konditionen für Aufnahmen zu nutzen.<ref>Guilherme de Alencar Pinto: Razones locas. El paso de Eduardo Mateo por la música uruguaya. Ediciones del TUMP, Montevideo 1995, S. 132f.</ref>

Katalog

Zu den Künstlern, die bei De la Planta veröffentlichten, gehörten beispielsweise Diane Denoir,<ref>Eduardo Mateo Mateo Solo Bien Se Lame (plus Bonus Tracks) LION PRODUCTIONS LION 613. lightintheattic.net; abgerufen am 10. Januar 2015.</ref><ref>Eduardo Mateo, La Mama Vieja, 1972 youtube</ref> Opus Alfa<ref>A–Z of Uruguayan Rock: Los Bulldogs. In: discoeterno.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2015; abgerufen am 10. Januar 2015.</ref>, Sexteto Electrónico Moderno,<ref>Sexteto Electrónico Moderno – Sounds From The Elegant World</ref> Los Moonlights,<ref>Sexteto Electrónico Moderno – Sounds From The Elegant World.</ref> Días de Blues<ref name="books-73JaAAAAMAAJ-">Fernando Peláez Bruno, Gabriel Peveroni: Rock que me hiciste mal: el rock uruguayo desde los 60 a nuestros días. S. 30 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und der bekannte uruguayische Folklorekünstler Osiris Rodríguez Castillos. Mit El Kinto, Eduardo Mateo<ref>Murky Recess: EDUARDO MATEO - Mateo Solo Bien Se Lame (1972). In: murkyrecess.blogspot.com. 12. Dezember 2010, abgerufen am 10. Januar 2015.</ref> und Rubén Radas Band Tótem<ref>Denis Roberto Delgado: UruRock - Discografía: Tótem. In: ururock.com. Abgerufen am 10. Januar 2015.</ref><ref name="books-JEYUAQAAIAAJ-">Fernando Peláez Bruno: De las Cuevas al Solís: El movimiento de rock uruguayo de los pimeros años setenta. S. 5ff (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> gehörten außerdem Künstler zum Label, die nachhaltigen Einfluss auf die uruguayische Popularmusik hatten.<ref name="books-VH_PHF0lndEC-118">Abril Trigo: The Politics and Anti-Politics of Uruguayan Rock in: Deborah Pacini Hernandez u. a. (Hrsg.): Rockin' las Américas: the global politics of rock in Latin/o America, University of Pittsburgh Press 2004, S. 118 und S. 121–124 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Ese amigo del alma. In: pagina12.com.ar. 22. Februar 2002, abgerufen am 10. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>19 de setiembre de 1940: nace Eduardo Mateo. In: uruguayeduca.edu.uy. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2015; abgerufen am 10. Januar 2015.</ref><ref>19 de setiembre de 1940: nace Eduardo Mateo. In: uruguayeduca.edu.uy. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2015; abgerufen am 10. Januar 2015.</ref><ref name="books-6r8mEKu-4fIC-146">Carlos Polimeni: Bailando sobre los escombros. Editorial Biblos, 2002, ISBN 978-950-786-298-4, S. 146 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Sie gehörten zu den wichtigsten Exponenten des Candombe Beats, einer Weiterentwicklung der uruguayischen Candombe-Musik durch Kombination mit Elementen anderer Musikgenres, die Parallelen zur späteren brasilianischen Tropicália-Bewegung um Gilberto Gil aufwies und Aufmerksamkeit auf das musikalische Erbe der afro-uruguayischen Minderheit lenkte.<ref>Rubén Rada. In: allaboutjazz.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. April 2010; abgerufen am 10. Januar 2015.</ref><ref>Rubén Rada: Uruguays unentdeckter Gigant. In: culturebase.net. 23. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2015; abgerufen am 10. Januar 2015.</ref>

Guilherme de Alencar Pinto – Musikwissenschaftler, Journalist und Dozent an der Universidad ORT Uruguay – stellte fest, dass das Label De la Planta „in kurzer Zeit einen abwechslungsreichen und bedeutsamen Katalog aufbaute“ und einen „Eckpfeiler des Booms spanischsprachiger Popularmusik am Anfang der 70er Jahre“ in Uruguay darstellte.<ref>Guilherme de Alencar Pinto: Razones locas. El paso de Eduardo Mateo por la música uruguaya. Ediciones del TUMP, Montevideo 1995, S. 132.</ref>

Auflösung

1974 löste sich das Label auf. Dies war eine Folge der schwierigen politischen Situation in Uruguay aufgrund des Militärputsches im Jahr 1973. Viele Bands des Labels wurden ins Exil oder zur Auflösung gezwungen. Hinzu kamen Probleme mit dem Unternehmen Fimasa, durch das De la Planta seine Platten pressen ließ. Der Lizenzkatalog De la Plantas ging auf das Label Clave über, das später von Sondor aufgekauft wurde.<ref>Guilherme de Alencar Pinto: Razones locas: el paso de Eduardo Mateo por la música uruguaya. Metro, 1994, ISBN 9974-7528-0-9, 14 El martillo que golpea, S. 142–147 (online).</ref><ref>Boudewijn Van Dievoet: Plant. (PDF) @1@2Vorlage:Toter Link/kennisdoel.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot portaluruguaycultural.gub.uy</ref>

Einzelnachweise

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