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Dimitré Dinev

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Datei:Dimitre Dinev - Buch Wien 2025.JPG
Dimitre Dinev auf der Buch Wien 2025
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Dimitré Dinev im Lesezelt auf der Frankfurter Buchmesse 2002

Dimitré Dinev (Bulgarisch: Димитър Динев) (* 1968 in Plowdiw, Bulgarien) ist ein Schriftsteller sowie Theater- und Drehbuchautor deutscher Sprache.

Leben

Er verbrachte seine Kindheit in der Stadt Pasardschik und machte seine Matura 1987 am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Pasardschik. 1990 floh er über die Grüne Grenze nach Österreich, wo er sich die folgenden Jahre mit Gelegenheitsjobs durchschlug und in Wien Philosophie und russische Philologie studierte. Seit 1991 schreibt Dimitré Dinev in deutscher Sprache Drehbücher, Erzählungen, Theaterstücke und Essays.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Buchkritik.at – Interview mit Dimitré Dinev.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.buchkritik.atVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Seinen literarischen Durchbruch schaffte er 2003 mit seinem Familienroman Engelszungen, der europaweit mit großem Interesse aufgenommen wurde. Das Interesse hielt und hält lange an. Erst 2019 beispielsweise stellte der Schriftsteller seinen 2018 ins Ukrainische übersetzten Roman beim Internationalen Literaturfestival in Odessa vor.<ref>AustriaUkraine2019, abgerufen am 19. Mai 2023</ref>

2011 wurde sein Drehbuch Spanien verfilmt. Regie führte Anja Salomonowitz (mit Tatjana Alexander, Grégoire Colin, Lukas Miko und Cornelius Obonya.) Unter anderem wurde der Film auch auf der Berlinale 2012 gezeigt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig SPANIEN.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Dimitré Dinev wurde 2016 mit fünfzehn anderen Autoren durch eine Fachjury für die Publikation schreibArt AUSTRIA ausgewählt, ein Literaturprogramm der Kultursektion des Außenministeriums, wodurch „im Rahmen der österreichischen Auslandskulturpolitik ein Beitrag dazu geleistet werden soll, dass das heutige Österreich in der Welt auch als ein Land mit viel bemerkenswertem literarischen Schaffen wahrgenommen wird.“ (Sebastian Kurz, 2016 Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres.)<ref>schreibART Austria BMEIA <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmeia.gv.at schreibART Austria 2016, abgerufen am 5. Februar 2022</ref> Der so Geehrte erwies und erweist sich bei vielen Gelegenheiten auch als Kritiker der österreichischen Politik und als ein Anwalt und Fürsprecher der Geflüchteten und Migranten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dimitré Dinev spricht über das Problem der Eliten | dasbiber.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Inzwischen sind Texte von Dimitré Dinev in fünfzehn Sprachen übersetzt worden und seine Theaterstücke wurden u. a. in Österreich, Deutschland, Bulgarien und Rumänien aufgeführt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Archived copy.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. November 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In Bulgarien ist er bekannt für sein Bühnenstück Haut und Himmel, das 2007 den Askeer Preis gewann.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Rahmen der Kurzfilmreihe Wiener Stimmung zum Thema Pandemie schrieb Dinev 2020 den Text Urvirus für das Wiener Burgtheater (Folge 17).<ref>Wiener Stimmung, Burgtheater Wien, abgerufen am 7. Februar 2022</ref>

Im Dezember 2021 veröffentlichte Der Standard Dinevs Geschichte über die ermordete bulgarische Journalistin Wiktorija Marinowa. Dinev kritisiert darin die bulgarische Politik scharf.<ref>Der Standard Dezember 2021: Dimitré Dinevs Geschichte über die ermordete bulgarische Journalistin Viktoria Marinova, abgerufen am 5. Februar 2022</ref>

Im Oktober 2024 erschien im Rahmen einer innovativen literaturwissenschaftlichen Analyse der Wirksamkeit von Literatur in der Gesellschaft eine Habilitationsschrift von Privatdozentin Wiebke Sievers (Europa-Universität Viadrina). Am Beispiel von Vladimir Vertlib, Dimitré Dinev, Julya Rabinowich und Anna Kim wird gezeigt, wie Literatur als Medium der Ausgrenzung und zugleich des Widerstands dagegen gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen kann.<ref>Wiebke Sievers: Postmigrantische Literaturgeschichte - von der Ausgrenzung bis zum Kampf um gesellschaftliche Veränderung (Open-Access-Zugang), transcript Verlag, 31. Oktober 2024, ISBN 978-3837672435, insbesondere Seiten 177 bis 224, abgerufen am 1. April 2025</ref>

Am 8. September 2025 wurde, lange erwartet, Dimitré Dinevs zweiter Roman Zeit der Mutigen veröffentlicht. Dreizehn Jahre hatte der Schriftsteller an den über 1000 Seiten gearbeitet. Das Buch landete bereits am 1. Oktober auf der ORF-Bestenliste.<ref>ZIB 1 ORF zu ZEIT DER MUTIGEN, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref> Mehrere Fernseh- und Radiosendungen und die Presse berichteten breit, zunächst vor allem aus Österreich.<ref>[1] Der Standard zu ZEIT DER MUTIGEN, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref><ref>ORF kulturMONTAG zu ZEIT DER MUTIGEN, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref><ref>Buchkultur zu ZEIT DER MUTIGEN, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref><ref>News AT zu ZEIT DER MUTIGEN, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref><ref>Die Presse zu Zeit der Mutigen, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref><ref>Non-Profit-Literaturförderung aus Hamburg; Blog von Klaus Servene mit vielen Stimmen zu Dimitré Dinev andiamo2020.blogspot.com, abgerufen am 5. Oktober 2025</ref> Am 10. November 2025 wurde Dinev der Österreichische Buchpreis 2025 verliehen.<ref>Österreichischer Buchpreis an Dimitre Dinev. In: ORF Ö1. Abgerufen am 10. November 2025.</ref>

Im März 2026 war auch Dinev an der Veranstaltung Literatur im Nebel beteiligt, diesmal zu Ehren und mit Salman Rushdie. Zuvor präsentierte der Schriftsteller seinen neuen Roman auf der Leipziger Buchmesse, insofern bemerkenswert, weil statt eines Gastlandes erstmals ein Fokusthema ausgewählt worden und zu diesem Zweck eigens eine Donaubühne etabliert worden war, die u. a. mit Dimitré Dinev am 19. März eröffnet wurde.<ref>Aktualisiert: Non-Profit-Literaturförderung aus Hamburg; Blog von Klaus Servene mit Links und Stimmen zu Dimitré Dinev andiamo2020.blogspot.com, abgerufen am 22. März 2026</ref>

Dimitré Dinev ist verheiratet, Vater zweier Töchter und lebt als freier Schriftsteller in Wien. 2003 erlangte er die österreichische Staatsbürgerschaft.

Werke

Film - Auswahl

Theater

  • Russenhuhn UA 1999 WUK, Wien
  • Haut und Himmel UA 2006 Rabenhof, Wien
  • Das Haus des Richters UA 2007 Akademietheater, Wien
  • Eine heikle Sache, die Seele (Komödie), UA 2008 Volkstheater, Wien
  • Die Ratten von Gerhart Hauptmann - Bearbeitung für das Volkstheater von Dimitré Dinev, Premiere 2010, Wien
  • Topalovic & Söhne (Balkanoperette, Komponist: Nebojsa Krulanovic), UA 2014 Theater an der Rott, Eggenfelden
  • Alice im Wunderland (Neubearbeitung des Stoffes), UA 2015 Sommerspiele Melk
  • Whatever works (Satirisches Musiktheater), UA 2015 Wien Modern

Bücher

  • Die Inschrift (Erzählungen), Edition Exil, Wien 2001, ISBN 3-901899-13-8
  • Engelszungen (Roman), Deuticke Verlag, Wien 2003, ISBN 3-216-30705-0 (Lizenzausgaben und btb-Taschenbuch 2006; bulgarische Ausgabe 2006, mazedonische Ausgabe 2007, türkische Ausgabe 2008, schwedische Ausgabe 2011, ukrainische Ausgabe 2018)
  • Ein Licht über dem Kopf (Erzählungen), Deuticke Verlag, Wien 2005, ISBN 3-552-06000-6 (Lizenzausgabe „Innsbruck liest“ 2006; btb-Taschenbuch 2007; rumänische Ausgabe; norwegische Ausgabe);
  • Barmherzigkeit (Essays, Burgtheaterrede), Residenzverlag, St. Pölten 2010, ISBN 978-3-70173147-3
  • Zeit der Mutigen (Roman), Kein & Aber, Zürich-Berlin 2025, ISBN 978-3-0369-5079-2

Beiträge - Auswahl

  • Boshidar (Kurzgeschichte), in: fremdland, Edition Exil, Wien 2000
  • Ein Licht über dem Kopf (Kurzgeschichte), in: Hallo Taxi, Andiamo Verlag, Mannheim 2001
  • Wechselbäder (Kurzgeschichte), in: Lichtungen, Akademie Graz 2002, sowie im Wiener „Volltext“ und in der „Süddeutschen Zeitung“ Nr. 223, Sept. 2004
  • Das Kind mit dem Schirm (Ein literarisches Protokoll), in: Tandem, Mandelbaum Verlag 2006
  • Der Regen (Kurzgeschichte), in: Der andere nebenan: Eine Anthologie aus dem Südosten Europas, hrsg. von Richard Swartz, S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
  • Das Geburtstagskind (Kurzgeschichte), in: Lichterfeste, Schattenspiele, hrsg. von Péter Esterházy, DTV 2009, ISBN 978-3-423-13828-4
  • Ion (Kurzgeschichte), in: grenzenlos. ein literarisch engagiertes europabrevier, hrsg. von Klaus Servene, Andiamo Verlag, Mannheim 2011, ISBN 978-3-936625-18-9
  • Spas sleeps (Kurzgeschichte), in: Vienna Tales, hrsg. von Helen Constantine, ins Englische übertragen von Deborah Holmes, Oxford University Press 2014, ISBN 978-0-19-966979-0

Herausgaben

  • grenzen.überschreiten. ein europa-lesebuch (Kurzgeschichten; mit der Stadt Mannheim, Klaus Servene und Sudabeh Mohafez), Andiamo Verlag, Mannheim 2008, ISBN 978-3-936625-11-0
  • Zirkus Bulgarien: Geschichten für eine Zigarettenlänge von Dejan Enev (aus dem Bulg. von Katrin Zemmrich und Norbert Randow; ausgewählt und mit einem Nachw. von Dimitré Dinev), Deuticke Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-552-06071-5

Auszeichnungen

Literatur - Auswahl

  • Dimitré Dinev in: Internationales Biographisches Archiv 46/2008 vom 11. November 2008, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Raluca Rădulescu: Lazarus darf nicht herauskommen. Dimitré Dinevs unheile Welt im Erzählungsband „Ein Licht über dem Kopf“. In: Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, Bucureşti, 1-2 (39-40) / 2011, S. 219–232.
  • Raluca Rădulescu: „Wir sind alle nur Gäste auf dieser Erde“. Fremdheit und Vertrautheit in Dimitré Dinevs Werk. In: Wechselwirkungen II. Deutschsprachige Literatur und Kultur im regionalen und internationalen Kontext. Pécser Studien zur Germanistik Band 6. Hg.v. Zoltán Szendi, Praesens, Wien, 2012, S. 107–117.
  • Raluca Rădulescu: Die Fremde als Ort der Begegnung. Untersuchungen zu deutschsprachigen südosteuropäischen Autoren mit Migrationshintergrund. Konstanz: Hartung-Gorre 2013.
  • Ankommen: Gespräche mit Dimitré Dinev, Anna Kim, Radek Knapp, Julyia Rabinowich und Michael Stavaric Gebundene Ausgabe – 24. September 2014 von Brigitte Schwens-Harrant
  • Wiebke Sievers: Postmigrantische Literaturgeschichte - von der Ausgrenzung bis zum Kampf um gesellschaftliche Veränderung, transcript Verlag, 31. Oktober 2024, ISBN 978-3837672435, insbesondere Seiten 177 bis 224.

Weblinks, Belege

Commons: Dimitré Dinev – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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