Mangan(VII)-oxid
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Mangan(VII)-oxid | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Mangan(VII)-oxid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Dimanganheptoxid | |||||||||||||||
| Summenformel | Mn2O7 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
ölige, grünlichbraune Flüssigkeit<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 221,87 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||
| Dichte |
2,40 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
6 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
langsame Zersetzung ab −10 °C, ab 40 °C Verpuffung<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
Zersetzung bei Kontakt mit Wasser in Permangansäure<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. Band 2: Nebengruppenelemente, Lanthanoide, Actinoide, Transactinoide. Walter de Gruyter & Co KG, Berlin / Boston 2017, ISBN 978-3-11-049590-4, S. 1913 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Mangan(VII)-oxid (engl. Manganese heptoxide) ist eine chemische Verbindung mit der Summenformel Mn2O7. Die ölige Flüssigkeit ist als starkes Oxidationsmittel hochreaktiv. Die erste Beschreibung erfolgte 1860.<ref>H. Aschoff: Ueber die Zusammensetzung und die Eigenschaften der Uebermangansäure. In: Annalen der Physik. Band 187, Nr. 10, 1860, S. 217–229, doi:10.1002/andp.18601871003.</ref>
Gewinnung und Darstellung
Mangan(VII)-oxid wird durch die Reaktion von Schwefelsäure mit Kaliumpermanganat gewonnen.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1583.</ref>
- <math>\mathrm{2 \ KMnO_4 + 2 \ H_2SO_4 \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{Mn_2O_7 + H_2O + 2 \ KHSO_4}</math>
Eigenschaften
Bei niedrigen Temperaturen liegt die Verbindung als kristalliner Feststoff vor, der grünes Licht reflektiert und im Durchlicht rot aussieht.<ref name="GESTIS" /> Die Verbindung besteht aus einem Paar Tetraeder, die über ein Sauerstoffatom verbunden sind, was mit der Strukturformel O3Mn–O–MnO3 beschrieben werden kann. Die außenliegenden Mn–O–Bindungen haben eine Länge von 158,5 pm, die zentrale Bindung von 177 pm. Die zentrale Mn–O–Mn-Bindung hat einen Winkel von 120,7°.<ref>A. Simon, R. Dronskowski, B. Krebs, B. Hettich: Die Kristallstruktur von Mn2O7. In: Angewandte Chemie. Band 99, Nr. 2, 1987, S. 160–161, doi:10.1002/ange.19870990225.</ref> Diese Eigenschaften ähneln Pyrosulfaten, Pyrophosphaten, Dichromaten und anderen R2O7–Verbindungen (wobei R für Chlor oder Metalle wie Technetium oder Rhenium<ref>B. Krebs, A. Mueller, H. H. Beyer: Crystal structure of rhenium(VII) oxide. In: Inorganic Chemistry. Band 8, Nr. 3, 1969, S. 436–443, doi:10.1021/ic50073a006.</ref> steht).
Sicherheitshinweise
Mangan(VII)-oxid ist eine hochreaktive Verbindung. Sie zersetzt sich ab −10 °C langsam und ab 95 °C explosionsartig<ref name="Holleman-Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 1490.</ref>, wobei die Explosion auch durch Schlag oder Verunreinigungen ausgelöst werden kann. Zwischen diesen Temperaturen wird Verpuffung beobachtet.<ref name="GESTIS" /> Es entstehen dabei Mangan(IV)-oxid (Braunstein), Sauerstoff sowie geringe Mengen an Ozon, was der Verbindung einen starken Geruch verleiht.<ref name="riedel">Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. 2007, ISBN 978-3-11-018168-5 (Seite 809 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- <math>\mathrm{2 \ Mn_2O_7 \longrightarrow 4 \ MnO_2 + 3 \ O_2 }</math>
Sie verkohlt die meisten organischen Stoffe, wie etwa Holz, in zum Teil explosionsartiger Reaktion und ist damit stark ätzend. Mit Aceton oder anderen Lösungsmitteln erfolgt Selbstentzündung. In Tetrachlorkohlenstoff ist es relativ stabil.<ref name="riedel" />
Einzelnachweise
<references />
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- Seiten mit Skriptfehlern
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- Manganverbindung
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