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Steinbrücken (Dietzhölztal)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Dietzhölztal-Steinbrücken)
Steinbrücken
Gemeinde Dietzhölztal
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(757)&title=Steinbr%C3%BCcken 50° 50′ N, 8° 20′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(757) 50° 50′ 0″ N, 8° 20′ 0″ O
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Höhe: 331 (325–446,4) m
Fläche: 2,4 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 757 (1. Apr. 2026)<ref>Die Gemeinde. In: Gemeinde Dietzhölztal. Abgerufen am 24. März 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 315 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 35716
Vorwahl: 02774

Steinbrücken (mundartlich Steebrëgge) ist ein Dorf und als solches ein Ortsteil der Gemeinde Dietzhölztal im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis und trägt seinen Namen nach zwei heute nicht mehr vorhandenen steinernen Brücken, auf denen die Straße Köln-Leipzig in zwei Zügen oberhalb und unterhalb der heutigen Ortschaft die Dietzhölze überquerte. Möglicherweise kann auch Friedrich Steinbrücker (Stenenbruckere), der 1283 als Zeuge für Graf Siegfried von Wittgenstein in einer Urkunde für Kloster Caldern bei Marburg erwähnt wird, mit dem Ort in Verbindung gebracht werden.

Geographische Lage

Der Ortskern liegt am Osthang der Berge Sasenberg (442,7 m.ü.NN) und Stein (377,2 m.ü.NN) über der Dietzhölze (etwa 330 m.ü.NN). Der höchste Berg in der Gemarkung ist der Homberg (446,4 m.ü.NN)

Geschichte

Datei:Evangelische Kapelle Steinbrücken.JPG
Evangelische Kapelle Steinbrücken
Datei:Altes Schulhaus 1911.jpg
Altes Schulhaus 1911

Ortsgeschichte

Steinbrücken war ursprünglich Teil der Gemarkung Ewersbach. 1823 erhielt es seine eigene Gemarkung, die aus Flurstücken der umliegenden Dörfer gebildet wurde.

Zum 1. Februar 1971 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständigen Gemeinden Steinbrücken und Ewersbach auf freiwilliger Basis zur neuen Gemeinde Dietzhölztal.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 12 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref> Am 1. April 1972 erfolgte die Eingemeindung von Mandeln und am 1. Januar 1977 kraft Landesgesetz die von Rittershausen.<ref>Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) vom 13. Mai 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 26 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref> Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Ewersbach. Ortsbezirke wurden in der Gemeinde Dietzhölztal nicht gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten bzw. Herrschaftsgebiete und deren untergeordnete Verwaltungseinheiten, in denen Steinbrückenlag:<ref name="lagis"/><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Steinbrücken 903 Einwohner. Darunter waren 105 (11,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 156 Einwohner unter 18 Jahren, 445 zwischen 18 und 49, 177 zwischen 50 und 64 und 165 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 390 Haushalten. Davon waren 126 Singlehaushalte, 105 Paare ohne Kinder und 120 Paare mit Kindern, sowie 33 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 75 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 264 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Steinbrücken: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
239
1840
  
244
1846
  
246
1852
  
245
1858
  
250
1864
  
254
1871
  
255
1875
  
253
1885
  
327
1895
  
368
1905
  
383
1910
  
420
1925
  
501
1939
  
478
1946
  
723
1950
  
756
1956
  
751
1961
  
809
1967
  
931
1970
  
900
1980
  
?
1990
  
?
1999
  
1.066
2011
  
903
2013
  
882
2016
  
863
2020
  
802
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; nach 1970: Gemeinde Dietzhölztal<ref name="EW1999" /><ref name="EW1913" /><ref name="DF">Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Dietzhölztal, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2021; abgerufen im Januar 2021.</ref>; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1885: 327 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 715 evangelische (= 88,38 %), 85 katholische (= 10,51 %) Einwohner
• 1999: 719 evangelische (= 67,45 %), 134 katholische (= 12,57 %) und 261 (= 19,98 %) sonstige Einwohner<ref name="EW1999" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kapelle des Ortes wurde 1709 als Fachwerksbau errichtet.

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Verkehr

Steinbrücken hatte einen Haltepunkt an der Dietzhölztalbahn.

Persönlichkeiten

  • Ferdinand Jacob Jung (1811–1883), Jurist, Hüttenbesitzer und Abgeordneter des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau
  • Friedrich Jung (1820–1902), Unternehmer und Hüttenbesitzer
  • Eberhard Jung (1863–1953), Hüttenbesitzer und Abgeordneter des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau

Weblinks

Commons: Steinbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Steinbrücken, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="EB"> Anton Friedrich Büsching: D. Anton Friderich Büschings neue Erdbeschreibung. Das deutsche Reich. Band 3. J.C. Bohn, 1771, S. 841 (google.comSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="EW1999"> Bevölkerung nach Wohnsitz. In: Webauftritt. Gemeinde Dietzhölztal, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2019. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 14 und 50, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="EW1913"> Einwohnerzahlen. (alle Versionen). In: Webauftritt. Gemeinde Dietzhölztal, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2019. </ref> </references>

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