Diageo
| Diageo plc
| |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Diageo - logo (United Kingdom, 1997).svg | |
| Rechtsform | Public Limited Company |
| ISIN | GB0002374006 |
| Gründung | Dezember 1997 |
| Sitz | London, Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich |
| Leitung | John Manzoni (Chairman); Nik Jhangiani (CEO, interim) |
| Mitarbeiterzahl | 29.000 (GJ 2024/25)<ref name="AR_GJ2025">Annual Report 2025. Diageo, abgerufen am 13. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Umsatz | 20,2 Mrd. GBP (GJ 2024/25)<ref name="AR_GJ2025"/> |
| Branche | Getränke |
| Website | www.diageo.com |
| Stand: 30. Juni 2025 | |
Diageo plc oder kurz Diageo (Aussprache <templatestyles src="IPA/styles.css" /><ref>Hörbeleg: Webcast von Firmenseite, Minute 53:09 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 21. September 2016.</ref>) ist ein weltweit tätiger Hersteller alkoholischer Getränke. Das Unternehmen ist in mehr als 180 Ländern tätig und seine Aktien werden an der New York Stock Exchange und der London Stock Exchange gehandelt.<ref>Diageo | History, Products, & Global Strategy | Britannica Money. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. September 2025; abgerufen am 31. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa (34 %) und Nordamerika (37 %). Mit umgerechnet ca. 18 Milliarden Euro Jahresumsatz und einer Verkaufsmenge von 960 Millionen Liter (Geschäftsjahr 2012) war Diageo der weltweit größte Spirituosenhersteller.<ref>Die größten Spirituosenhersteller, Wirtschaftswoche online, Beitrag vom 31. Juli 2013, abgerufen am 27. Februar 2014.</ref>
Geschichte
„Diageo“ entstand im Dezember 1997 durch die Fusion des britischen Mischkonzerns „Grand Metropolitan“ mit der ebenfalls britischen „Guinness-Brauerei“.<ref>Guinness und Grand Metropolitan fusionieren unter dem Namen Diageo - HORIZONT. Abgerufen am 27. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Tochterunternehmen von Grand Metropolitan, die nicht zu den Kerngeschäftsfeldern von Diageo, Spirituosen und Guinness-Bier, zählten, wurden in den folgenden Jahren verkauft, u. a. der amerikanische Nahrungsmittelkonzern „Pillsbury“ an den amerikanischen Konkurrenten „General Mills“ im Jahr 2001<ref>Diageo schließt Verkauf von Pillsbury ab. Abgerufen am 27. März 2026.</ref> und „Burger King“ an die amerikanischen Beteiligungsunternehmen Texas Pacific Group, Bain Capital sowie Goldman Sachs Capital Partners im Jahr 2002.<ref>Investor schluckt Burger King. 24. Januar 2019, abgerufen am 27. März 2026.</ref><ref>Fast Food: Diaego verramscht Burger King. In: Der Spiegel. 13. Dezember 2002, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. März 2026]).</ref>
Die Tochtergesellschaften von Grand Metropolitan und Guinness im Bereich Spirituosen, „International Distillers & Vintners“ (IDV) und „United Distillers“ (UD), wurden 2002 zu United Distillers and Vintners (UDV) zusammengeführt, welche aber inzwischen in Diageo selbst aufgegangen ist.
Über United Distillers (UD) ist Diageo auch eine Nachfolgegesellschaft der im April 1877 durch Fusionierung von sechs Destillerien entstandenen Firmengruppe Distillers Company Limited (DCL), die 1893 in Knockdhu ihre erste eigene Malt-Destille errichtete,<ref>Gilbert Delos: Les Whiskies du Monde. Übertragung aus dem Französischen: Karin-Jutta Hofmann: Whisky aus aller Welt. Karl Müller, Erlangen 1998, ISBN 3-86070-442-7, S. 105–109 (United Distillers).</ref> und des britischen Contergan-Lizenznehmers Distillers Company (Biochemicals) Limited (DCBL).<ref>dpa/ddp: Medikamentenskandal: Contergan-Firma droht Forderung in Milliardenhöhe. In: Der Spiegel. 10. November 2007, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Contergan wurde in Deutschland von Grünenthal entwickelt und in England ab dem 14. April 1958 von DCBL unter dem Namen Distaval vertrieben.
Nach Einführung der Alcopop-Marke Smirnoff Ice stieg der Umsatz in Deutschland im Geschäftsjahr 2002/2003 um 675,5 Prozent.<ref>Drogenbeauftragte für Warnhinweise. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Mai 2010, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref>
2004 lehnte das Bundesverfassungsgericht eine Eilbeschwerde von Diageo gegen die zuvor eingeführte Sondersteuer auf Alcopops ab. Der Antrag des Unternehmens sei unzulässig und die vorgebrachten Gründe seien ohne Substanz.<ref>Verfassungsrichter lassen Sondersteuer passieren. In: spiegel.de. 5. August 2004, abgerufen am 23. Januar 2022.</ref><ref>BVerfG, Beschluss vom 4. August 2004, 1 BvQ 28/04</ref>
Ebenfalls 2010 entwickelte Diageo anlässlich eines Defizits von insgesamt 862 Millionen Pfund (umgerechnet 1,05 Milliarden Euro) in seinem britischen Pensionsfonds einen Zehn-Jahres-Plan, dem zufolge – zusätzlich zu einer Zahlung von 197 Millionen Pfund in die betriebliche Altersversorgung – bis zu 2,5 Millionen Fässer Whisky als Anlagevermögen dienen sollten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Whisky rettet die Pension ( vom 4. März 2014 im Internet Archive) In: Wirtschaftsblatt. 2. Juli 2010.</ref> Die Kapitalgesellschaft Distill Ventures wurde 2013 von Diageo gegründet.<ref>Ulla Thiede: Rheinland Distillers: Bonner Gin-Hersteller wollen Weltmarkt erobern. 19. August 2020, abgerufen am 31. März 2026.</ref> Durch diese wurde bis zum Rückzug Diageos aus der Gesellschaft 2025 unter anderem in Belsazar,<ref>Diageo übernimmt den Premium-Aperitif Belsazar. In: about-drinks.com. 15. März 2018, abgerufen am 31. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ritual Zero Proof,<ref>Diageo übernimmt Alkoholfrei-Marke. 10. Januar 2024, abgerufen am 31. März 2026.</ref> und Stauning Whisky investiert.<ref name=":0" /><ref>Oli Dodd: Diageo backs out of Distill Ventures - Drinks International - The global choice for drinks buyers. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>
Im vierten Quartal 2015 wurde der Großteil der britischen und US-amerikanischen Weinsparte von Diageo durch die australischen Treasury Wine Estates übernommen.<ref>Treasury Wine Estates gets US regulator nod for Diageo buy. In: The Sydney Morning Herald. 4. November 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. August 2016; abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Das internationale Brauereigeschäft wurde weiter verkleinert. 2015 wurde die jamaikanische Brauerei Desnoes & Geddes an Heineken verkauft,<ref>http://www.foodholland.nl/nieuws/artikel.html?id=175289</ref> 2024 folgte der Verkauf von Guinness Nigeria an die singapurische Tolaram Group.<ref>Diageo completes sale of its shareholding in Guinness Nigeria PLC to Tolaram, auf www.diageo.com, abgerufen am 2. November 2024</ref>
Seit Ende 2023 führt Diageo die globale Kampagne "The Magic of Moderate Drinking" zum verantwortungsvollen Alkoholkonsum. 2025 wurde sie in einer dritten Kampagnenphase fortgesetzt.<ref>Diageo challenges 'outdated perceptions about responsible drinking' in global campaign - video. In: Global Drinks Intel. 4. Dezember 2023, abgerufen am 31. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Diageo Deutschland, Österreich und Schweiz
Die Diageo Germany GmbH ist eine Marketing- und Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Hamburg. Von hier aus werden auch die Aktivitäten in Österreich und in der Schweiz gesteuert. Geschäftsführerin ist seit 2020 Soraya Zoueihed Benchikh. Die 1988 entstandene deutsche Vertretung geht zurück auf United Distillers und deren Beteiligung an Asbach in Rüdesheim.<ref>Diageo Deutschland GmbH: Ein Unternehmen stellt sich vor - DIAGEO, barcheck.at, 2011</ref> Seit 2002 lautet die Firma Diageo Deutschland GmbH, 2007 zog sie nach Wiesbaden um, 2012 folgte die Zusammenlegung mit einem Diageo-Unternehmen in Hamburg zur Diageo Germany, die in Hamburg an der Reeperbahn 1 ansässig wurde.<ref>Diageo Deutschland plant Umzug nach Hamburg. Pressemitteilungen Diageo Deutschland GmbH. In: Mercurio Drinks. 22. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. August 2021; abgerufen am 24. August 2021.</ref><ref>Johannes Ritter: Spirituosenkonzern Diageo: Hoch die Tassen. In: faz.net. 18. April 2013, abgerufen am 24. August 2021.</ref>
2011 begann Diageo mit dem Aufbau eines eigenen Außendiensts.<ref>Diageo Deutschland. Eigener Außendienst im Aufbau. In: lebensmittelpraxis.de. 5. April 2011, abgerufen am 24. August 2021.</ref> Im Jahr 2016 beschäftigte Diageo in der DACH-Region insgesamt rund 260 Mitarbeiter.<ref>Diageo: Peter Henning wird neuer HR-Director DACH. In: Handelszeitung. 9. Juni 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. September 2020; abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Der Außendienst bestand im Mai 2021 aus 70 Mitarbeitern, denen die Abschaffung der eigenen Außendienst-Organisation mitgeteilt wurde.<ref>Redaktion: Diageo steuert Außendienst in Zukunft über externen Dienstleister. „Um Organisation und Marken zu stärken“. In: About Drinks. 28. Mai 2021, abgerufen am 24. August 2021.</ref>
Whisky
Diageo besitzt in Schottland 28 Whisky-Brennereien. Das Unternehmen vermarktet neben Dimple, J&B und Johnnie Walker auch Single-Malt-Whiskys wie Lagavulin, Glenkinchie und Talisker. Seit 1987 werden Produkte von sechs ausgewählten Destillerien unter der Bezeichnung Classic Malts vertrieben. Ende 2005 kamen fünf weitere Destillerien hinzu. In den USA und Kanada lässt Diageo mehrere Whisky-Mixgetränke herstellen. Wichtigste Marke dort ist Bulleit, für die 2016 eine eigene Brennerei in Kentucky eröffnet wurde.<ref>Drinks Trade - Diageo opens first distillery for Bulleit. Abgerufen am 31. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2015 erwarb der Konzern eine Beteiligung am dänischen Hersteller Stauning Whisky.<ref name=":0">Diageo drops US$15m on Denmark’s Stauning Whisky. In: Just Drinks. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>
Marken
Diageo vertreibt mehr als 150 Marken. 2013 zählten sieben Produkte des Unternehmens zu den weltweit absatzstärksten 25 Spirituosenmarken.<ref>Top 25 Premium-Spirituosenmarken Welt 2013. In: Lebensmittel Zeitung. 4. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Februar 2015; abgerufen am 4. Oktober 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Alcopop: Smirnoff Ice, Captain Morgan & Cola
- Alkoholfreie Spirituosen: Ritual Zero Proof
- Bier: Guinness, Kilkenny; East African Breweries.
- Calvados: Gilbert
- Gin: Tanqueray, Gordon’s Gin
- Likör: Pimm’s, Baileys
- Rakı: Yeni Rakı
- Rum: Captain Morgan, Ron Zacapa, Bundaberg
- Tequila: José Cuervo, 1800 Cuervo, Don Julio (Anfang 2015 übernahm Diageo Don Julio von der Brennerei Casa Cuervo.<ref name="Completed">Neal Baker: Diageo completes Don Julio acquisition. In: The Drinks Business. 2. März 2015, abgerufen am 24. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>), Casamigos Tequila<ref>Saabira Chaudhuri: Diageo to Buy George Clooney’s Tequila Brand for Up to $1B. In: The Wall Street Journal. 21. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Whisk(e)y: Bulleit, Caol Ila, Cardhu, Clynelish, Cragganmore, Dalwhinnie, Glen Elgin, Glenkinchie, I.W. Harper, Knockando, Lagavulin, Oban, Royal Lochnagar, Talisker und The Singleton of Dufftown, Old Bushmills (Anfang 2015 Verkauf von Old Bushmills an Casa Cuervo im Gegenzug zur vollständigen Übernahme von Don Julio.<ref name="Completed" />), Dimple, J&B, Johnnie Walker und viele andere.
- Wodka: Smirnoff, Cîroc, Ketel One
Weblinks
- Offizielle Website von Diageo (englisch)
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur Diageo in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
<references />
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