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Verkehrszentrum (Deutsches Museum)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Deutsches Museum Verkehrszentrum
Datei:Verkehrszentrum, Deutsches Museum, 2023-03-17.jpg
Haupteingang
Daten
Ort München (Alte Messe)
Art
Verkehrsmuseum
(nur Landverkehr)
Architekt Wilhelm Bertsch
Eröffnung Mai 2003
Besucheranzahl (jährlich) 174.000 (2025)<ref>Allzeit-Besucherrekord im Jubiläumsjahr. Pressemitteilung. Deutsches Museum, 22. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.</ref>
Betreiber
Leitung
Website
ISIL [[[:Vorlage:ISIL-Link]] DE-MUS-777611]

Das Verkehrszentrum ist eine seit 2003 bestehende Außenstelle des Deutschen Museums in München, das hier seine Ausstellungen zu den Themen Landverkehr und Mobilität zeigt. Das Museum befindet sich in drei historischen Hallen der Alten Messe München auf der Theresienhöhe.

Geschichte

Ausstellungsgebäude

Die Ausstellungsgebäude entstanden als Teil des seit den 1890er Jahren geplanten Ausstellungsplatzes auf der Theresienhöhe. Gabriel von Seidl legte 1901 erste Pläne zur Gestaltung des Areals um Bavaria, Ruhmeshalle und Bavariapark vor. Eine 1904 vom damaligen Münchner Bürgermeister Wilhelm von Borscht verfasste Denkschrift sah die Errichtung großer Hallen vor, „welche eine möglichst mannigfaltige Verwendung gestatten, den wechselnden Bedürfnissen der Aussteller Rechnung tragen und die künstlerische Freiheit weder in der Raumdisposition noch in der Ausschmückung irgendwie beeinträchtigen“<ref>Wilhelm von Borscht: Denkschrift und Antrag betreffend der Schaffung eines Ausstellungsplatzes auf der Theresienhöhe und die künftige Gestaltung des Ausstellungswesens in München. 1904, S. 28.</ref>. Die Hoffnung auf eine Fertigstellung zum 100-jährigen Bestehen des Königreichs Bayern erfüllte sich nicht.<ref>Burkhart Lauterbach: Ein Ausstellungspark entsteht. In: Vom Ausstellungspark zum internationalen Messeplatz. München 1904 bis 1984. Münchner Messe- und Ausstellungsgesellschaft, Münchner Stadtmuseum, München 1984, S. 32–36.</ref>

Die drei Ausstellungshallen wurden 1906 vom Leiter des Stadtbauamts Wilhelm Bertsch geplant und ab 1907 errichtet. Der wenig tragfähige Untergrund machte eine Pfahlfundierung notwendig. Die Hallen I und II sind Skelettbauten in Eisenkonstruktion mit Fensterpfeilern und Giebelteilen aus Sichtbeton. Für den Lichteinfall erhielten die Ziegeldächer schräg gestellte Glasflächen. Halle III ist eine Eisenbetonkonstruktion. Zur Bauzeit war dieses Gebäude der größte freitragende Hallenbau in Eisenbetonbauweise. Der Ausstellungspark mit den neuen Hallen wurde 1908 anlässlich der 750. Stadtgründungsfeier eröffnet. 1909 baute man die Halle I in eine Musikhalle mit Bühnenpodest und Zuschauerraum um. Hier fand am 12. September 1910 die Uraufführung der 8. Sinfonie von Gustav Mahler statt. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurden die Ausstellungshallen militärisch genutzt und im Frühjahr 1944 bei einem Bombenangriff teilweise zerstört. Nach dem Wiederaufbau nutzte die 1964 gegründete Münchner Messe- und Ausstellungsgesellschaft die Hallen bis zur Verlegung des Messegeländes im Jahr 1998.<ref name="Hladky 2006">Sylvia Hladky: Die Geschichte der ehemaligen Messehallen. In: Deutsches Museum Verkehrszentrum. Ein Museum für Verkehr und Mobilität. Geschichte, Architektur, Ausstellungen. Deutsches Museum, München 2006, S. 10–27.</ref> Heute sind die Ausstellungshallen Baudenkmäler nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz.<ref>Denkmalliste für München (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Nr. D-1-62-000-6856.</ref>

Verkehrszentrum

Im Mai 1996 beschloss die bayerische Staatsregierung, die Errichtung einer Zweigstelle des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe finanziell zu unterstützen. Die Stadt München war bereit, die Hallen kostenfrei an das Museum zu übergeben. Die denkmalgerechte Sanierung sollten Stadt und Freistaat Bayern zu gleichen Teilen finanzieren.<ref name="Hladky 2006" /> Mit der Instandsetzung wurden die während der Messenutzung entstandenen An- und Einbauten entfernt. Das Eisentragwerk der Hallen I und II musste freigelegt, die Stützen abgebaut, saniert und wieder eingebaut werden. Die teilweise vermauerten Fensterflächen wurden unter Berücksichtigung der ursprünglichen Proportionen wiederhergestellt. Zur Betonrestaurierung der Außenfassaden entwickelte man ein aufwendiges Verfahren, um die Ausbesserungen der historischen Betonsichtigkeit anzupassen.<ref>Sylvia Hladky: Die Sanierung der denkmalgeschützten Hallen – Planung und Realisierung. In: Deutsches Museum Verkehrszentrum. Ein Museum für Verkehr und Mobilität. Geschichte, Architektur, Ausstellungen. Deutsches Museum, München 2006, S. 28–41.</ref>

Zunächst wurde am 11. Mai 2003 die Halle III mit der Dauerausstellung zum Thema Mobilität und Technik eröffnet, am 20. Oktober 2006 folgten die Hallen I und II mit den Themen Stadtverkehr und Reisen.<ref>Geschichte. Deutsches Museum, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>

Entgegen der Planung konnte der Ostanbau der Halle I nicht erhalten werden. 2009 begann der Wiederaufbau des halbrunden Vorbaus und der zwei Quergebäude nach historischem Vorbild. Im Innern blieben Elemente des originalen Eingangsportals bestehen. Die neue Eingangshalle mit angeschlossenen Büros, kleinem Vortragssaal, Besucher-Foyer, Kassenbereich und Museumsladen wurde im Oktober 2011 eröffnet.<ref>Einladendes Entrée. In: Bayerische Staatszeitung. 3. Februar 2012, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>

Ausstellung

Auf 12.000 Quadratmetern<ref>Deutsches Museum Verkehrszentrum. In: muenchen.de. Abgerufen am 2. März 2020.</ref> werden zahlreiche Fahrzeuge, unter anderem Kraftfahrzeuge, Lokomotiven, Personenwagen, Fahrräder und Straßenbahnen gezeigt. Die Ausstellungen sind thematisch gegliedert und sollen den Verkehr konzeptionell als Netzwerk und in allen seinen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen darstellen. Die Dauerausstellung zeigt:

  • Stadtverkehr (Halle I)
  • Reisen (Halle II)
  • Mobilität und Technik (Halle III)

In Halle III ist auch ein Meilenstein der Technikgeschichte, der Benz Patent-Motorwagen Nummer 1, das erste moderne Automobil der Welt mit Verbrennungsmotor aus dem Jahr 1886 ausgestellt.<ref>Deutsches Museum: Forscher und Erfindungen. In: deutsches-museum.de. Deutsches Museum, abgerufen am 2. März 2020.</ref>

Daneben zeigt das Museum Sonderausstellungen. Zudem kooperiert das Verkehrszentrum mit der Lokwelt Freilassing, einem Eisenbahnmuseum in einem denkmalgeschützten Rundlokschuppen in Freilassing.<ref>Vom Bahnbetriebswerk bis zur Museumseröffnung. In: Lokwelt Freilassing. Stadt Freilassing, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref> Dort werden weitere Lokomotiven aus dem Bestand des Deutschen Museums gezeigt.<ref>Freunde des historischen Lokschuppens 1905 Freilassing e. V. (Hrsg.): Rundgang durch die Lokwelt Freilassing. Freilassing 2009.</ref>

Sonderausstellungen

Halle III mit Fläche für Sonderausstellungen.
Halle III mit Fläche für Sonderausstellungen.

Auf der Galerie in der Halle III und in Halle I finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. Im Zeitraum vom 26. Mai 2023 bis zum 20. Mai 2024 wurde die Sonderausstellung Wahnsinn Illegale Autorennen gezeigt.<ref>Wahnsinn – Illegale Autorennen - Verkehrszentrum - Deutsches Museum. Abgerufen am 23. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Sonderausstellung Dünnes Eis – Komm mit auf Klima-Expedition! lief vom 22. November 2024 bis zum 8. November 2025.<ref>Sonderausstellung „Dünnes Eis“, abgerufen am 4. Januar 2024.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Bettina Gundler, Sylvia Hladky (Hrsg.): Deutsches Museum Verkehrszentrum. Ein Führer durch die Ausstellungen. 1. Auflage. Deutsches Museum, München 2009, ISBN 978-3-940396-10-5.
  • Deutsches Museum Verkehrszentrum. Ein Museum für Verkehr und Mobilität. Geschichte, Architektur, Ausstellungen. Deutsches Museum, München 2006.

Weblinks

Commons: Verkehrszentrum (Deutsches Museum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 48° 7′ 57,1″ N, 11° 32′ 34,7″ O

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