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Deutsch-Französischer Magisterstudiengang Rechtswissenschaften Köln / Paris 1

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Der Deutsch-Französische Magisterstudiengang Rechtswissenschaften Köln / Paris 1 (kurz: DFM) ist ein seit 1990 bestehendes deutsch-französisches Gemeinschaftsangebot der Universitäten Köln und Paris 1 (Panthéon-Sorbonne). Er besteht aus einem vollwertigen Jurastudium sowie einem eigenständigen LL.M.-Programm und wird von den Universitätsprofessoren Barbara Dauner-Lieb und Markus Ogorek in Köln sowie David Capitant in Paris betreut.<ref>Deutsch-Französische Studiengänge Rechtswissenschaften: Studienbüro. Abgerufen am 14. November 2022.</ref>

Geschichte

Datei:Universite Paris I Pantheon-Sorbonne.jpg
Centre Panthéon der Universität Paris 1

1990 gründeten der Kölner Universitätsprofessor Ulrich Hübner und sein französischer Kollege Michel Fromont ein gemeinsames Studienprogramm für das Fach Rechtswissenschaft, das nach einem insgesamt vierjährigen Studium zum Erwerb zweier Abschlüsse führt: der französischen Maîtrise en droit der Pariser Sorbonne und ein eigens für den Studiengang geschaffener<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Le laboratoire du Collège franco-allemand (Memento vom 16. Januar 2014 im Internet Archive), Le Monde, 25. März 1993.</ref> Magister Legum, verliehen von der Universität zu Köln.<ref>Jahrbuch des Deutsch-Französischen Magisterstudiengangs Rechtswissenschaften Köln/Paris I, 13. Auflage 2008/2009, S. XV.</ref>

Im Jahr 2009 wurde das Programm im Rahmen des Bologna-Prozesses zu einem vierjährigen Bachelorstudiengang umgestaltet, an dessen Ende ein Bachelor of Laws (abgekürzt: LL.B. (Köln/Paris 1)) und – weiterhin – der französischen Maîtrise en droit stehen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, nach der regulären Examensvorbereitung an der juristischen Staatsprüfung in Köln teilzunehmen, wovon die deutschen Teilnehmer des Programms regelmäßig Gebrauch machen.<ref>Deutsch-Französische Studiengänge Rechtswissenschaften: DFM Jurastudium. Abgerufen am 14. November 2022.</ref>

Die jährlich 60 Studierenden, die zu gleichen Teilen aus Deutschland und Frankreich kommen, werden vor Beginn des Studiums (im Wintersemester jedes Jahres) von der Universität des Heimatlandes durch einen Sprachtest aus ca. 800 Franzosen und 130 Deutschen ausgewählt.<ref>Florian Weiss: Frankreich – mehr als ein Urlaubsland. In: Gemeindenachrichten Dossenheim. Nr. 19 / 2017 (facebook.com).</ref> Während sie in Köln größtenteils Vorlesungen besuchen, die auch im Grundstudium des Studiengangs Rechtswissenschaft vorgesehen sind, wird an der Sorbonne ein spezielles Studienprogramm absolviert.

Neben dem „DFM-Jurastudium“ besteht seit der Bologna-Reform ein eigenständiges LL.M.-Programm als Postgraduiertenstudium.<ref>Deutsch-Französische Studiengänge Rechtswissenschaften: LL.M.-Aufbaustudium. Abgerufen am 14. November 2022.</ref>

Am 13. März 2010 wurde das 20-jährige Jubiläum des DFM mit einer Festveranstaltung unter Schirmherrschaft des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und der französischen Ministerin für Hochschulwesen und Forschung Valérie Pécresse in Köln gefeiert,<ref>Einladung zum 20-jährigen Jubiläum (PDF; 8,7 MB).</ref> 2022 erfolgten nachträglich die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen.<ref>30 Jahre deutsch-französische Studiengänge. Abgerufen am 14. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Absolventen

Von den inzwischen knapp 800 Absolventen des DFM arbeiten, nach Beendigung ihres Studiums, 42 % in Anwaltskanzleien, 28 % in Unternehmen und 11 % bei einem Ministerium oder in der Verwaltung. Jeweils 6 % arbeiten später für eine Forschungseinrichtung oder Internationale Organisation.<ref name="stats"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Absolventenzahlen veröffentlicht auf der deutschen Internetpräsenz des Programms (Memento vom 21. September 2013 im Internet Archive).</ref> Prominente Absolventin des Programms ist etwa die WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni.<ref>Ellen Ehni - Leiterin Programmgruppe Wirtschaft und Recht. 11. Juli 2016, abgerufen am 14. November 2022.</ref>

Seit 1992 bestehen mit dem deutschen Verein Juristen des Deutschen und Französischen Rechts e. V. (J.D.F.R.) und der französischen Association des Juristes Paris – Cologne (JPC)<ref>Site officiel de l'association des Juristes de Paris 1 et de Cologne.</ref> zwei Alumnivereine, die unter anderem gemeinsam ein Jahrbuch mit den bisherigen Absolventen veröffentlichen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />