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Densuș

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Densuș
Demsdorf
Demsus
Datei:ROU HD Densus.jpg
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Hunedoara
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(1301) 45° 35′ N, 22° 48′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(1301) 45° 34′ 44″ N, 22° 48′ 20″ O
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  }}
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 392 m
Fläche: 136,12 km²
Einwohner: 1.301 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>)
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Postleitzahl: 337205
Telefonvorwahl: (+40) 02 54
Kfz-Kennzeichen: HD
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 10. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Densuș, Criva, Hățăgel, Peșteana, Peștenița, Poieni, Ștei
Bürgermeister : Nicu-Lăscuț Merian (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 154
loc. Densuș, jud. Hunedoara, RO–337205
Website:

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Densuș [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈdensuʃ] ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort ist auch unter den veralteten rumänischen Bezeichnungen Demsuș, Demșuș, Dimșuș und Dănsuș bekannt.<ref>Arcanum, Települések: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. arcanum.hu, abgerufen am 10. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geographische Lage

Datei:Densus jud Hunedoara.png
Lage der Gemeinde Densuș im Kreis Hunedoara
Datei:Densus.panorama peste sat.S.jpg
Blick auf Densuș

Die Gemeinde Densuș liegt an den Ausläufern des Poiana-Ruscă-Gebirge im Südwesten Siebenbürgens im Hatzeger Land (Țara Hațegului), nördlich des Retezat-Gebirges. Am Galbena – einem Zufluss des Râul Mare – liegt das etwa vier Kilometer lange Straßendorf an der Kreisstraße (drum județean) DJ 687G ca. 20 Kilometer westlich von der Kleinstadt Hațeg (Hatzeg); die Kreishauptstadt Deva (Diemrich) liegt ca. 60 Kilometer (34 km Luftlinie) nördlich von Densuș entfernt.

Geschichte

Der Ort Densuș, ein ehemaliges Hörigendorf, wurde erstmals 1360 urkundlich erwähnt.<ref name="hsrs">Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.</ref> Die Geschichte der Besiedlung in der Region reicht jedoch – nach einem Bericht von M. Roska über ein Lager mit archäologischen Funden – bis in die Spätbronzezeit zurück. Die Fundstücke sind heute im Museum von Deva zu sehen.<ref name="cimec">Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 23. Oktober 2022 (rumänisch).</ref>

Die Bewohner leben heute vorwiegend von der Viehzucht, der Landwirtschaft, dem Obstbau und der Holzverarbeitung. Einige Einwohner des Ortes und der Umgebung tragen zu bestimmten Anlässen eine besondere Volkstracht.

Bevölkerung

Nach Angaben der Gemeinde lebten 1784–1787 im Ort Densuș etwa 670 Einwohner. Davon waren die meisten landlose Bauern und Leibeigene, welche Dienstleistungen für elf Adlige erbringen mussten.<ref name="hpgem">Angaben der Webpräsenz der Gemeinde, abgerufen am 23. Januar 2011</ref>

Bei der Volkszählung 1850 wohnten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 2770 Menschen. 2343 davon waren Rumänen, 190 Ungarn, 40 Deutsche (davon 29 im Dorf Hățăgel Klein-Hötzing) und 197 andere. Die höchste Einwohnerzahl (3700) – und gleichzeitig die der Rumänen (3443) und der Ungarn (218) – wurde 1910 erreicht. Die höchste Anzahl der Deutschen wurde 1850, die der Roma (192) 1850 registriert. Darüber hinaus bezeichneten sich 1977 drei und 2002 ein Einwohner als Ukrainer, 1966 einer als Serbe. 1880, 1890 und 1900 wurden je zwei, 1910 und 1956 je ein Slowake registriert.

2002 lebten in der Gemeinde Densuș nur noch 1774 Menschen, davon je ein Ungar und ein Ukrainer, die übrigen waren Rumänen.<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).</ref>

2011 bezeichneten sich 1543 als Rumänen, fünf als Deutsche, drei als Magyaren, restliche machten keine Angaben zur ethnischen Abstammung.<ref>Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • Die orthodoxe Kirche Sf. Nicolae – die älteste Steinkirche Rumäniens, in welcher heute noch Gottesdienste stattfinden – wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf den Ruinen einer früheren Kirche (vermutlich aus dem 4. Jahrhundert) errichtet. Sie befindet sich auf einer kleinen Anhöhe inmitten eines Friedhofs von Obstbäumen umgeben, auf der linken Seite des Galbena-Flusses in der Nähe einer Römerstraße. Das Baumaterial der Kirche stammt von der Ruine der Burg der ehemaligen römischen Hauptstadt Dakiens, Ulpia Traiana Sarmizegetusa. Dies ist in den Mauern als Grabsteine, Steine mit Inschriften, Fragmente von Statuen oder Säulen zu erkennen. Auf dem quadratischen (6 × 6 m) Kirchenschiff mit einem Dach aus Steinplatten steht ein Turm, der in Form eines Pyramidenstumpfes endet. Im Inneren des Schiffes wird der Turm von vier Säulen abgestützt; hier befindet sich auch ein halbrunder Altar. In der ersten Etage des Turms ist ein Versteck, welches über eine äußere Leiter zu erreichen war. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden an der Ostseite eine halbkreisförmige Apsis und an der Südseite verschiedene Nebenräume (heute ohne Dach) angebaut. An den Innenwänden der Kirche sind Malereien von 1443<ref>Malereifragmente der Kirche, auf www.romanianmonasteries.org.</ref> des Meisters Ștefan zu sehen.<ref name="hsrs" /><ref name="cimec" /> 1961–1963 wurde die Kirche restauriert, hierfür spendete auch Michael GuestBotschafter der USA – 20.000 $, so dass die Restaurierungsarbeiten 2005 beendet wurden.<ref name="hpgem" /> Die Kirche steht unter Denkmalschutz.<ref name="rokm">Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB).</ref>

Ebenfalls unter Denkmalschutz<ref name="rokm" /> stehen:

  • die orthodoxe Kirche Sf. Proroc Ilie, Ende des 14. Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet, ebenfalls eine der ältesten Steinkirchen Rumäniens
  • die reformierte Kirche, Ende 16. Anfang 17. Jahrhunderts errichtet
  • das ehemalige Haus von Alexe Breasovay aus dem 18. Jahrhundert im eingemeindeten Dorf Peșteana (ungarisch Nagypestény), im 18. Jahrhundert errichtet, heute Büro der Abteilung für Kinderschutz – stehen unter Denkmalschutz.

Naturschutzgebiet:

  • Mlaștina de la Peșteana (der „Sumpf von Peșteana“), etwa zwei Hektar

Bilder der Kirche von Densuș

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Densuș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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