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Degernau (Wutöschingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Degernau
Gemeinde Wutöschingen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(972)&title=Degernau 47° 40′ N, 8° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(972) 47° 39′ 59″ N, 8° 22′ 49″ O
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Höhe: 393 m
Einwohner: 972 (31. März 2019)<ref name="Einwohner">Gemeinde Wutöschingen – Amtsbaltt April 2019. (PDF) In: Gemeinde Witöschingen. S. 2, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2021; abgerufen am 25. Oktober 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wutoeschingen.de</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 79793
Vorwahl: 07746

Das Dorf Degernau ist ein Ortsteil der Gemeinde Wutöschingen mit 972 Einwohnern (Stand: 31. März 2019)<ref name="Einwohner" /> im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Degernau liegt rund 1,25 Kilometer vom Zentrum des Kernorts Wutöschingen entfernt. Zugleich ist „Degernau“ der Name eines 10,0 Hektar großen und am 18. April 1953 verordneten Landschaftsschutzgebiets.

Gliederung

Zu Degernau gehören das Dorf Degernau, das Gehöft Vogelhof (Vogelhöf) und der Wohnplatz Schattenmühle.<ref>Vgl. Verwaltungsraum Wutöschingen. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. hrsg. von d. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 1046–1049.</ref>

Geschichte

Datei:Reconstructed dolmen at Degernau, Germany (degernau p6070445).jpg
Der Dolmen an der Straße zwischen Degernau und Erzingen

Die Gemarkung war bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit Siedlungsraum, davon zeugen der Dolmen von Degernau an der Straße zwischen Degernau und Erzingen sowie der in unmittelbarer Nähe stehende Menhir von Degernau.

Der Dolmen befindet sich im Gewann „Toter Mann“, dessen Name entgegen häufiger Annahme auf steinzeitliche Funde zurückgehen könnte, und nicht auf einen Einsiedler, der sich dort niedergelassen hatte und nach einer „Urkunde aus dem frühen 18. Jahrhundert […] am 21. Juni 1709 abends um die sechste Stunde […] tot auf seinem Strohsack liegend mit einem Strick um den Hals“ gefunden wurde. Nach dem Heimatforscher H. W. Mayer macht der Text der Urkunde deutlich, dass der Einsiedler sich bereits an einem als „Toter Mann“ bezeichneten Ort niedergelassen hatte.<ref>Wilhelm Hugo Mayer (Hrsg.): Heimatbuch für den Amtsbezirk Waldshut, Druck und Verlag von R. Philipp, Waldshut (Baden) 1926, Seiten 174 und 176.</ref>

Im Jahr 1112 wurde Degernau erstmals urkundlich erwähnt. 1358 wurde sie in einer Schweizer Urkunde als Tegernouwe Wouttendal genannt. Der Ort gehörte zur Landgrafschaft Klettgau und zur Herrschaft Schwarzenberg. Ebenso wie Horheim ist Degernau ein alter Wallfahrtsort.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Degernau mit Wirkung vom 1. Januar 1975 nach Wutöschingen eingemeindet.<ref></ref>

Einwohnerentwicklung

Degernau zählte am 6. Juni 1961 353 Einwohner.

Politik

Wappen

Das Wappen der ehemals selbständige Gemeinde Degernau zeigt in Silber auf grünem Dreiberg, belegt mit einem von Silber und Blau siebenmal gespaltenen Schild, drei grüne Tannen. Das abgebildete Wappenschild trägt die Farben Weiß-Blau derer von Schwarzenberg.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Südschwarzwald-Radweg führt als Rundweg von Hinterzarten über Waldshut-Tiengen, Basel und Freiburg rund um den Naturpark Südschwarzwald. Er verläuft dabei von Bonndorf im Schwarzwald zur Wutach und an ihr entlang über Stühlingen, Eggingen und Ofteringen nach Degernau. Weiter führt er über Wutöschingen, Lauchringen und Tiengen nach Waldshut.

Durch den Ort führt die Landesstraße 163a.

Persönlichkeiten

  • Schwester Oberin Josepha Meinrada (bürgerlich: Sabina Schneider; * 1831; † 1891), Mitgründerin (1862) des Klosters Marienburg, Oberin von 1867 bis 1891. Sie wurde in Degernau beerdigt, 1949 zu dem großen Kreuz im Klosterfriedhof überführt.
  • Fritz Burr (* vor 1900; † 1949 in Degernau), Ingenieur, Begründer (1902) der Aluminiumwerke Wutöschingen (AWW)
  • Joseph Schneider, Lehrer und Heimatforscher

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Wutöschingen – einst und heute, Das Lesebuch: Degernau, Horheim, Ofteringen, Schwerzen, Wutöschingen. Gemeinde Wutöschingen (Hrsg.), 2006.
  • Josef Schneider: Aus der Geschichte unseres Heimatdorfes Degernau.
  • Josef Schneider: Beiträge aus der Geschichte von Degernau (Kreis Waldshut). 1973.

Weblinks

Commons: Degernau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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