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Deutschsprachige Wikipedia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von De.wikipedia.org)
Vorlage:Medienbox/Kopf
Sprachen Deutsch
Betreiber Wikimedia
Redaktion Wikipedia-Gemeinschaft
Artikel 0
Registrierung optional
Online seit 16. März 2001
https://de.wikipedia.org/
Datei:De Wikipedia Hauptseite (hochauflösend).png
Hauptseite der deutschsprachigen Wikipedia am 18. März 2023

Die deutschsprachige Wikipedia ist die Ausgabe der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia in deutscher Sprache. Sie wurde im März 2001 als erste weitere Sprachausgabe etwa zwei Monate nach der englischsprachigen Wikipedia gegründet.<ref name="gruendung" />

Nach Anzahl der Artikel ist sie mit aktuell 0 Artikeln (22.05.2026) nach der englischsprachigen sowie der stark von computergenerierten Artikeln geprägten cebuanosprachigen Wikipedia-Ausgabe die drittgrößte Wikipedia-Ausgabe. Gemessen an der Anzahl der Artikel-Bearbeitungen, aber auch der Administratoren, Autoren und „aktiver Autoren“<ref>Autoren mit mindestens einer Bearbeitung in den letzten 30 Tagen; siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Spezial:Statistik</ref> ist die deutschsprachige Wikipedia nach der englischsprachigen Wikipedia die zweitgrößte.<ref name="list" />

Nach den drei Anfangsjahren stieg die Zahl aktiver Autoren bis 2007 stark an und sinkt seit 2009 kontinuierlich.<ref name="stats"/>

Geschichte

Datei:Artikelzahl in dewiki 01 (fcm).png
Artikelwachstum der deutschsprachigen Wikipedia

Frühphase 2001 bis 2003

Das Wiki für die deutschsprachige Wikipedia, damals noch mit der UseModWiki-Software, wurde am 16. März 2001 unter den Domains german.wikipedia.com und deutsche.wikipedia.com eingerichtet;<ref name="gruendung" /> die ersten Artikel entstanden noch im selben Monat. Anfangs wurde das Wiki hauptsächlich als Kollaborationsplattform für das deutschsprachige Nupedia-Übersetzerteam genutzt, dessen Mitglieder jedoch dem Konzept Wiki skeptisch gegenüberstanden. So beschrieb der Nupedia-Mitarbeiter Rainer Zenz im Juli 2002 sein Verhältnis zur Wikipedia:

„Mit Wikipedia habe ich mich – ehrlich gesagt – noch nicht so viel befasst. Es hat schon seinen Reiz, so direkt veröffentlichen und verändern zu können, an Nupedia aber hat mir die persönliche Zusammenarbeit und Diskussion um ein Thema und Formulierungen gefallen – das vermisse ich etwas bei Wikis.

Es gibt noch ein Wiki-Problem: Der erste Eindruck. Sehr spartanisch, etwas rätselhaft, was für Nerds. Und unseriös, weil da kann ja jeder schreiben, was er will ... Daß dahinter ein großartiges Konzept steckt, merkt man eben erst bei sehr genauem Hinsehen.“<ref>Rainer Zenz: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einige Fragen (Memento vom 8. Juli 2003 im Internet Archive). (Mailingliste Deutsch-l, 28. Juli 2002)</ref>

Einer der engagiertesten Mitarbeiter und Förderer des Projekts in den Anfangsmonaten war Kurt Jansson, damals Soziologiestudent in Berlin.

Die Versionsgeschichten der Anfangszeit sind nur unvollständig erhalten, da die UseMod-Software alte Versionen nach zwei Wochen automatisch löschte.<ref name="UseMod Versionsgeschichten">Siehe KeptPages im mit der UseMod-Software betriebenen MeatballWiki. Die „Vergib-und-Vergiss-Philosophie“ sollte nachtragendem Diskussionsverhalten vorbeugen helfen.</ref> Dieser Eigenart, obwohl bekannt<ref name="Wikipedia-l 8. Februar 2001 20:18">Jimmy Wales: Copyright problem (Mailingliste Wikipedia-l, 8. Februar 2001)</ref> und im Hinblick auf die verpflichtende Autorbenennung gemäß der geltenden Lizenz GNU FDL problematisch,<ref name="Wikipedia-l 16. Oktober 2001 18:42">Jimmy Wales: Copyright problem (Mailingliste Wikipedia-l, 16. Oktober 2001)</ref> wurde damals wenig Bedeutung<ref name="Wikitech-l 24. August 2002 18:22">Brion Vibber: Bugs and missing features in the conversion script of the German WP (Mailingliste Wikitech-l, 25. August 2002)</ref> beigemessen. Die frühen Archive der Mailingliste Wikide-l wurden durch eine Nachlässigkeit vernichtet, sodass die Archivierung nur bis August 2003 zurückreicht.

Bei der für die deutschsprachige Wikipedia eingesetzten Wiki-Software unterscheidet man drei Phasen, genannt Phase I bis Phase III. Die UseMod-Software wurde im Nachhinein als Phase I bezeichnet, nachdem sich Phase II als Name für die von Magnus Manske speziell für Wikipedia entwickelte Wiki-Software eingebürgert hatte. Die englische Wikipedia wurde am 25. Januar 2002 auf Phase II umgestellt. Nach massiven Performance-Problemen im Frühjahr 2002 konzentrierte man sich auf Optimierung und Fehlerbereinigung und verzichtete bewusst darauf, die anderen Sprachversionen ebenfalls umzustellen. Schließlich konsolidierte Lee Daniel Crocker die Codebasis zu einer eigens für Wikipedia entwickelten Software. Das Ergebnis dieses Redesigns bezeichnete man daraufhin als Phase III; später wurde die Software MediaWiki getauft. Bei der Umstellung der deutschsprachigen Wikipedia auf Phase III am 28. August 2002<ref name="Wikitech-l 28. August 2002 19:19">Jimmy Wales: German speakers, please test (Mailingliste Wikitech-l, 28. August 2002)</ref> wurden die Benutzerkennnummern neu vergeben.<ref name="Phase-III-Umstellung">Magnus Manske: Wikipedia:Phase III Software (Version vom 30. August 2002)</ref> Aus diesen Gründen lässt sich heute nicht mehr genau eruieren, welche die ersten Artikel waren und wie sich das Projekt entwickelte.

Am 19. August 2001 zählte die deutschsprachige Wikipedia 1000 Seiten.<ref name="nostalgia" /> Die meisten Artikel aus der Frühzeit sind noch erhalten; einige Kategorien und Projektseiten wurden umgestaltet und gelöscht.

In der Frühphase wuchs die Enzyklopädie langsam, erst am 24. Januar 2003 wurde die Marke von 10.000 Artikeln überschritten. Zu diesem Anlass wurde auch die erste, kollaborativ im Wiki verfasste Pressemitteilung der deutschsprachigen Wikipedia verschickt.<ref>Wikipedia feiert den zehntausendsten deutschsprachigen Artikel (Pressemitteilung der deutschsprachigen Wikipedia vom 24. Januar 2003)</ref> Sieben Tage zuvor hatte die englische Wikipedia den 100.000. Artikel gefeiert.<ref name="heise2003" />

Ab 2004

Am 24. Februar 2004 und in den folgenden Tagen berichteten erstmals große Medien in Deutschland über Wikipedia. Angefangen mit Spiegel Online<ref>Katja Rieger: Wikipedia: „Ich weiß etwas, was du nicht weißt …“ In: Spiegel Online. 24. Februar 2004, abgerufen am 9. Januar 2021.</ref> und am Tag darauf mit einem Bericht in den ARD-Tagesthemen<ref>German TV coverage of Wikipedia from 2004-02-25. Abgerufen am 8. Oktober 2015 (eine englische Mitschrift des Beitrags in den ARD-Tagesthemen vom 25. Februar 2004).</ref> (circa 2,26 Millionen Zuschauer) wurde Wikipedia deutschlandweit bekannt. Deshalb und durch parallele weitere Medienberichte verdoppelten sich die Nutzerzahlen und Seitenzugriffe innerhalb weniger Tage. Die Server der Wikipedia brachen dabei immer wieder kurzzeitig unter dem Ansturm der neuen Nutzer zusammen.

Am 13. Juni 2004 wurde der Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. gegründet.

Bis zum 27. April 2004 kam man noch ohne Relevanzkriterien<ref>Wikipedia:Relevanzkriterien</ref> aus, die auch erst am 15. August 2005 konkretisiert wurden.

Im September 2008 gab es mehr als 800 Millionen Zugriffe auf die deutschsprachige Wikipedia im Monat.<ref>Wikipedia, massiv: Mehr als 10 Milliarden Abrufe pro Monat. In: Der Standard. 20. Oktober 2008 (online [abgerufen am 8. Oktober 2015]). Erik Zachte: Wikimedia page view stats I. 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref>

Anlässlich der Löschung eines Artikels über den Verein MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren (MOGIS) beklagten 2009 zahlreiche Blogs, darunter Fefes Blog und Spreeblick, eine zu rigide Löschpraxis bei Wikipedia-Artikeln mit strittiger Relevanz. Die Debatte wurde in der Folge auch von Spiegel Online, der Zeit, Heise online, Telepolis und auf dem Chaos Communication Congress<ref>26C3: Wikipedia – Wegen Irrelevanz gelöscht. 9. Januar 2010, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> aufgegriffen.<ref>Felix Knoke: Netzwelt-Ticker: Wikipedia-Autoren ziehen in den Löschkrieg – gegen Katzen. In: Der Spiegel. 20. Oktober 2009, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 17. Januar 2023]).</ref><ref name="Zeit">Kai Biermann: Die Diktatur der Relevanz. Zeit Online, 23. Oktober 2009.</ref>

Als Reaktion darauf veranstaltete der Verein Wikimedia Deutschland eine Podiumsdiskussion zum Thema, um die verschiedenen Standpunkte zur Relevanzpolitik in der Wikipedia zu diskutieren.<ref>Pavel Richter: Relevanz in der Diskussion – Was kommt eigentlich in die Wikipedia und was nicht? In: Wikimedia Deutschland Blog. 29. Oktober 2009, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> Auf dem Chaos Communication Congress gab es ein Podium dazu.<ref>Eintrag im Kongressfahrplan.
Aufzeichnung: mp4 iProd (MP4; 439 MB) 3gp mp3 ogg</ref>

Am 27. Dezember 2009 überschritt die deutschsprachige Wikipedia die Marke von 1.000.000 Artikeln, als Jubiläumsartikel gilt Ernie Wasson. Die Marke von 1.500.000 Artikeln wurde knapp drei Jahre später, am 18. November 2012 überschritten; als Meilensteinartikel gilt Baracke Wilhelmine. Vier Jahre später, am 19. November 2016, folgte der 2.000.000. Artikel und am 25. März 2025 der 3.000.000. Artikel.

2010 erreichte eine Wikipedia-interne Debatte um das Thema „Der Donauturm – Aussichtsturm oder Fernsehturm“ ein Ausmaß, das die Aufmerksamkeit überregionaler Medien weckte. Dabei kamen neben der sachlichen Frage auch Animositäten und Meinungsunterschiede zwischen deutschen und österreichischen Autoren zu Tage.<ref>Mathieu von Rohr: (S+) Im Innern des Weltwissens. In: Der Spiegel. 18. April 2010 (online [abgerufen am 17. Januar 2023]).</ref> Ebenso kommt es bei Schweizer, Liechtensteiner oder Luxemburger Themen gelegentlich zu Konflikten wegen der unterschiedlichen Rechtschreibung und kultureller Unterschiede.

Rund 72 Prozent der Internetnutzer ab einem Alter von zehn Jahren haben in Deutschland im ersten Quartal 2011 bei ihren Recherchen bevorzugt Wikipedia und andere Onlinenachschlagewerke verwendet.<ref>Rund 72 Prozent nutzen Wikipedia. golem.de, abgerufen am 31. Juli 2012.</ref>

Im Juni 2013 thematisierte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel die Auswertung von Wikipedianutzungsdaten. Betrachtet wurde unter anderem der Wikipedia Live Monitor, der Artikel, die plötzlich in mehreren Wikipedia-Versionen gleichzeitig geändert werden, als Breaking News Candidate vermeldet.<ref name="banane" /> Die Spiegel-Mitarbeiter selbst untersuchten auffällige Sprünge beim Nutzerinteresse in der deutschsprachigen Wikipedia. Neben Artikeln zu aktuellen Gesprächsthemen sprang auch der Artikel Bananenschale ins Auge. Er war in der Wikipediarubrik Schon gewusst? auf der Hauptseite erwähnt worden und hatte an einem Tag über 38.000 Interessenten gefunden.<ref name="banane" /> Zu den umstrittensten Artikeln in der deutschsprachigen Wikipedia gehörten 2013 laut einer Studie der Universität Oxford die Artikel Jesus Christus und Verschwörungstheorien zum 11. September 2001.<ref>Online-Lexikon: Worüber Wikipedia-Nutzer am liebsten streiten. In: welt.de. Abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>

Im März 2016 lag die Anzahl der täglich neueingestellten Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia bei etwa 350.<ref>Andreas Wilkens: 15 Jahre deutschsprachige Wikipedia. In: heise online. 16. März 2016, abgerufen am 8. März 2020.</ref>

Im April 2019 hatte die deutschsprachige Wikipedia knapp 355.000 einzigartige Kategorien. Der durchschnittliche Artikel in dieser Sprachversion hatte fünf Kategorien, während die Anzahl der eindeutigen Kategorien pro Artikel 0,155 betrug. Die größte Anzahl von Artikeln hatten die Kategorien Personen (15 %) und Organisationen (13 %).

Siehe auch

Organisationsstruktur

Datei:Benutzergruppen03.png
Schaubild zur Rechtevergabe der deutschsprachigen Wikipedia

In ihrer Anfangszeit gab es in der deutschsprachigen Wikipedia drei Benutzergruppen: unangemeldete Benutzer („IPs“), angemeldete Benutzer und Administratoren („Admins“). Administratoren wurden über die Mailingliste sozusagen auf Zuruf gefunden; im Januar 2003 gab es sieben Admins, im April 2003 fünfzehn. Ab Mai 2003 wurden die Vorschläge zentral auf einer Seite im Wikipedia-Namensraum diskutiert.<ref>Wikipedia:Adminkandidaturen/Archiv, Stand 12. Mai 2009</ref> Erst im März 2004 wurden Wahlregeln wie eine nötige Zweidrittelmehrheit und eine Beschränkung des Wahlrechts auf angemeldete Nutzer mit einer gewissen Mindestzahl an Beiträgen eingeführt.<ref>„Wikipedia:Adminkandidaturen/Alt01“ – Versionsunterschied. 1. April 2004, abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref>

Die Kompetenzen von Administratoren beschränkten sich anfangs auf das Löschen und Schützen von Seiten und das Sperren unangemeldeter Nutzer. Sperren angemeldeter Nutzer musste ein Serveradministrator direkt über die Datenbank vornehmen, ebenso das Verleihen der Administratorenrechte nach der Wahl. Ab dem 25. Februar 2004 wurde die Funktion, angemeldete Nutzer zu sperren, aktiviert und die ersten beiden Sperren wurden verhängt.<ref>vgl. Benutzerblockaden-Logbuch, erste Sperrung eines angemeldeten Nutzers am 25. Februar 2004</ref> Die Adminfunktion, direkt per SQL-Abfrage lesend auf die Datenbank zuzugreifen, wurde aus Sicherheitsgründen 2005 deaktiviert.<ref>„Wikipedia:Administratoren“ – Versionsgeschichte – Wikipedia. Abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>

2004 übernahm die neu eingeführte Benutzergruppe der Bürokraten die Vergabe der Administratorrechte. Im Februar 2004 wurden die Benutzer „Sansculotte“ und ein paar Tage später „Head“ zu den ersten beiden Bürokraten gewählt.<ref>„Wikipedia Diskussion:Administratoren“ – Altversion. 20. Februar 2004, abgerufen am 26. Januar 2016.</ref><ref>„Wikipedia Diskussion:Administratoren“ – Versionsunterschied. 29. Februar 2004, abgerufen am 26. Januar 2016.</ref> Später wurde die Zahl auf drei erhöht, und derzeit gibt es fünf Bürokraten in der deutschsprachigen Wikipedia. Auch die Kompetenzen wurden erweitert: Anfangs nur für die Vergabe von Administratorrechten zuständig, übernahmen die Bürokraten später auch die Umbenennung von Benutzernamen.

Im April 2004 wurde mit dem Benutzer „Fantasy“ in den ersten Stewardwahlen auch ein Nutzer der deutschsprachigen Wikipedia gewählt.<ref>Meta-Wiki: Stewards, Stand 12. Mai 2009</ref>

Nicht alle Benutzerrollen, die über die Zeit in MediaWiki, der verwendeten Software, ergänzt wurden, wurden auch sofort in der deutschsprachigen Wikipedia verwendet. So wurden im Juli 2006 die ersten drei Checkuser gewählt, eine im November 2005 eingeführte Benutzerrolle,<ref>CheckUser policy - Meta. Abgerufen am 17. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die die IP-Adressen angemeldeter Nutzer einsehen kann.<ref>Wikipedia: Wikipedia:Checkuser/Wahl ‐- Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. 2008.</ref> Über den Einsatz der im August 2006<ref>meta.wikimedia.org, svn.wikimedia.org</ref> eingeführten Oversight-Funktion, mit der zum Datenschutz Versionen versteckt werden können, wurde im Mai 2009 ein bestätigendes Meinungsbild abgehalten.

Ausgaben

Datei:WR Schweden Titel.jpg
Der erste WikiReader

Zahlreiche Websites nehmen das Angebot der freien Lizenz wahr und spiegeln Wikipedia-Inhalte, einige verdienen dabei an der Einblendung von Werbung oder Affiliate-Links. Daneben entstanden auch mehrere Versionen für Handy und Smartphone.<ref name="OfflineWiki">Wikipedia:Unterwegs – Übersicht der Handy- und Smartphone-Versionen der deutschsprachigen Wikipedia</ref>

In der Offline-Verbreitung spielte die deutschsprachige Wikipedia eine Vorreiterrolle. Der Münchner Wikipedianer Thomas Karcher stellte den ersten „WikiReader“ zusammen, eine Auswahl der Wikipedia-Artikel zum Thema Schweden, der im Juni 2004 in einer Auflage von 1500 Exemplaren erschien.<ref>Wikipedia:WikiReader/Heft 1: Schweden</ref> Ungefähr zeitgleich ließ auch Thomas Koll einen WikiReader zum Thema Internet drucken.

Im Herbst 2004 veröffentlichte der Berliner Verlag Directmedia Publishing in Zusammenarbeit mit der Wikipedia-Community eine erste CD-Version der Wikipedia. Etwa halbjährlich erscheinen seitdem DVD-Ausgaben, die auch frei im Netz zum Download bereitgestellt wurden.

Die Zenodot Verlagsgesellschaft griff das Konzept der WikiReader auf und veröffentlichte in den Jahren 2005 und 2006 in der Taschenbuchreihe WikiPress eine Reihe lektorierter Sammlungen von Wikipedia-Texten.

„WP 1.0“, der Plan, die gesamte Wikipedia in einer hundertbändigen Druckfassung wie klassische Enzyklopädien im Abonnement herauszugeben, wurde von Zenodot nach negativem Feedback aus der Wikipedia-Community und spärlichen Abonnentenzahlen jedoch wieder aufgegeben. Der erste Band sollte zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2006 erscheinen; nach fünfzig Monaten, im Dezember 2010, sollte die Arbeit abgeschlossen sein.<ref>Wikipedia:Archiv/WP 1.0</ref> Wenn auch kein Band je erschienen ist, hat das Projekt doch Spuren in der Wikipedia hinterlassen in Form der dafür eingerichteten Fachredaktionen, die auch nach Aufgabe des Plans weiterbestanden und ihren festen Platz im Institutionengefüge der Wikipedia erhielten.

2008 erschien das 992 Seiten umfassende einbändige Buch Das Wikipedia-Lexikon in einem Band aus den ersten Absätzen der knapp 20.000 am häufigsten aufgerufenen Artikel im Bertelsmann-Verlag. Seit Juni 2009 können bei PediaPress selbst zusammengestellte Books-on-Demand aus Wikipedia-Inhalten bestellt werden.

Inhalte

Das Projekt bildet wesentliches Weltwissen ab (dies ist in Bearbeitung). Die Inhalte sollen ausgewogen, neutral und allgemeinverständlich sein, außerdem müssen wesentliche Aussagen mit einem reputablen Nachweis (Presseberichte, Literaturangaben etc.) belegt werden. Jeder Eintrag (Artikel und Listen) ist mit Kategorien nach der eigenen Sachsystematik versehen.<ref>Darstellung des Inhalts nach Hauptkategorien (Kategorienbaum): <categorytree>!Hauptkategorie</categorytree></ref><ref>Beispielhaft der Kategorienbaum Naturwissenschaft: {{#categorytree:Naturwissenschaft}} </ref>

Die Lizenzierung aller Texte basiert auf der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 und der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Dies sind sogenannte freie Lizenzen. Bei Bildern, Grafiken und Kartenwerken gelten verschiedene Lizenzen. Wie jede Wikipedia-Ausgabe ist die Nutzung des Originals kostenlos und werbefrei.

Mit Stand von Anfang 2026 würde der Umfang der Texte gedruckt mehr als 1750 Bücher mit je 500 Blättern erfordern.<ref>Wikipedia:Statistik/Bücherregal</ref>

Autorenschaft Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.

Datei:De.wikipedia Alle Autoren 2001 bis Ende 2025.png
Aktive, auch nicht registrierte Autoren mit wenigstens einer Bearbeitung der deutschsprachigen Wikipedia im Monat,<ref name="stats.alle"/> Januar 2001 bis Oktober 2025
Datei:De.wikipedia Aktive Autoren 2001 bis Ende 2025.png
Aktive, auch nicht registrierte Autoren mit mindestens fünf Bearbeitungen der deutschsprachigen Wikipedia im Monat,<ref name="stats.aktive"/> Januar 2001 bis Oktober 2025

Wikipedias Inhalte werden von einer unentgeltlich arbeitenden Online-Community erstellt und korrekturgelesen. Sie besteht aus Benutzer<ref>Hilfe:Benutzer. Wikipedia, 4. Oktober 2023, abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> genannten Autoren, Redakteuren und Korrektoren sowie derzeit 1 gewählten Administratoren. Neben nicht registrierten waren in den letzten 30 Tagen 0 registrierte Konten mindestens einmal aktiv. Eine Pflicht zur Registrierung oder gar Offenlegung des Klarnamens besteht nicht, so dass diesen nur eine Minderheit der bislang 1 registrierten Nutzerkonten verwendet. Jede Änderung von Inhalten ist auf Dauer in der „Versionsgeschichte“ nachvollziehbar.

Die Anzahl der mit mindestens fünf monatlichen Bearbeitungen aktiven Autoren inklusive solcher ohne registriertes Konto<ref>Siehe https://meta.wikimedia.org/wiki/Research:Wikistats%20metrics/Editors.</ref> erreichte mit rund 10.000 pro Monat in den Jahren 2007 und 2008 einen Höhepunkt und ist seitdem deutlich rückläufig. 2023 erreichte sie mit noch etwa 6000 den niedrigsten Wert seit 2005.<ref name="stats" />

Rezeption

Eine erste Ausgabe der deutschsprachigen Wikipedia wurde als DVD-ROM von der Directmedia Publishing GmbH als Sonderausgabe der Digitalen Bibliothek herausgegeben.<ref>Wikipedia Die freie Enzyklopädie Ausgabe 2006/2007, Directmedia Publishing GmbH, Berlin 2006, Digitale Bibliothek, ISBN 978-3-89853-021-7.</ref>

2005 erhielt die deutschsprachige Wikipedia den Grimme Online Award in den Kategorien Wissen und Bildung sowie Publikumspreis.<ref>Grimme Online Award 2005 – Die Preisträger. In: Grimme Online Award. Grimme-Institut, abgerufen am 30. Juli 2019.</ref>

Die deutschsprachige Wikipedia wurde im Vergleich mit anderen Sprachversionen 2009 von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales als qualitativ hochwertig<ref>Heise-Newsticker: Wales: Deutsche Wikipedia ist besser vom 3. April 2009.</ref> und 2011 von der damaligen Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner sogar als beste Sprachversion bezeichnet.<ref name=":0">10 Years of Wikipedia. Interview mit Sue Gardner (Audio und Transkript). In: On the Media. WNYC Studios, 14. Januar 2011, abgerufen am 30. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „I think it’s fair to say [LAUGHS] the German Wikipedia is the best language version. It’s accurate, it’s comprehensive, it’s well maintained, the articles are longer, the articles are well referenced, and so forth.“</ref> Sie sei akkurat, ausführlich, gut gepflegt, enthielte lange Artikel und sei gut bequellt.<ref name=":0" /> In einer Untersuchung der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung – die im Juli 2025 veröffentlicht wurde – wurden 1000 zufällige Artikel mithilfe von KI und eigenen Recherchen auf Fehler und Aktualität hin überprüft.<ref>Valentin Bauer, Patrick Bernau, Christopher Herstell, Jacob Kramer: So haben wir Wikipedias Aktualität geprüft. In: faz.net. 5. Juli 2025, abgerufen am 9. Juli 2025.; auch erschienen auf MSN.com:[1].</ref> Demnach wiesen 20 % der geprüften Artikel fehlerhafte, weitere 20 % veraltete Informationen auf.<ref>Valentin Bauer, Patrick Bernau, Christopher Herstell, Jacob Kramer: Wikipedia weiß immer weniger. In: faz.net. 5. Juli 2025, abgerufen am 9. Juli 2025.; auch erschienen bei MSN.com:[2].</ref> Als Grund wird eine hohe Einstiegshürde für neue Autoren ausgemacht.<ref>Patrick Bernau: Wie Wikipedia Helfer findet. In: faz.net. 4. Juli 2025, abgerufen am 9. Juli 2025.</ref>

Datei:Wikipedia lexikon3e.jpg
Eigenwerbung der Wikipedia: Online- vs. Druckenzyklopädie

Sekundärliteratur über Wikipedia

Der erste groß angelegte Vergleich der deutschsprachigen Wikipedia mit den etablierten digitalen Nachschlagewerken Microsoft Encarta Professional 2005 und Brockhaus multimedial 2005 Premium erschien im Oktober 2004 in der Computer-Fachzeitschrift c’t (Ausgabe 21/2004). Dort erreichte sie im Inhaltstest die höchste durchschnittliche Gesamtpunktzahl, in der Kategorie Multimedia schnitt die freie Enzyklopädie dagegen schlechter ab – ähnliche Wertungen erzielte die deutschsprachige Wikipedia kurz darauf in einem Lexikavergleich der Wochenzeitung Die Zeit. Beide Tests basierten auf einer kleinen Stichprobe von insgesamt 60 bis 70 Artikeln aus verschiedenen Themengebieten. 2007 führte die c’t einen weiteren Vergleich zwischen Bertelsmann Enzyklopädie 2007, Brockhaus multimedial 2007 Premium, Encarta 2007 und der deutschsprachigen Wikipedia durch, bei dem die Wikipedia hinsichtlich Fehlerzahl nicht schlechter als die kommerziellen Enzyklopädien abschnitt und in den Kategorien „Vollständigkeit“ und „Aktualität“ vorne lag. Dabei empfanden die Tester die Artikel der Wikipedia vielfach als zu ausführlich und langatmig.<ref>Dorothee Wiegand Entdeckungsreise: Digitale Enzyklopädien erklären die Welt. In: c’t 6, 2007, S. 136ff.</ref>

Im Dezember 2007 veröffentlichte die Zeitschrift Stern einen Vergleich zwischen Wikipedia und der Online-Ausgabe des Brockhaus. Der Recherchedienst „Wissenschaftlicher Informationsdienst WIND GmbH“ in Köln überprüfte 50 zufällig ausgewählte Einträge zu den Themen Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft, Kultur, Unterhaltung, Erdkunde, Medizin, Geschichte und Religion auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit.<ref>Wissen für alle. In: stern.de. 25. Dezember 2007 (online [abgerufen am 9. Dezember 2017]).</ref> Wikipedia erzielte über alle Bereiche eine Durchschnittsnote von 1,7 nach deutschen Schulnoten, während die Brockhaus-Einträge zu den gleichen Stichworten nur auf eine Durchschnittsnote von 2,7 kamen. Bei 43 Artikeln gaben die Tester der Wikipedia bessere Noten als der kostenpflichtigen Konkurrenz, in einem Fall erhielten beide Nachschlagewerke dieselbe Note, bei sechs Stichworten lag der Brockhaus vorn. Ebenso bei der Verständlichkeit; einige Wikipedia-Artikel fanden die Tester zu kompliziert, andere zu weitschweifig und zu lang. Lobend erwähnte der Stern das besonders gute Abschneiden der Wikipedia in der Kategorie „Aktualität“, während er sich überrascht zeigte, dass die Wikipedia auch in der Rubrik „Richtigkeit“ siegte; „angesichts der Tatsache, dass hier Freiwillige gratis gegen professionelle Redakteure antreten, [sei] dies nicht zu erwarten [gewesen].“<ref>Wikipedia schlägt Brockhaus. Abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>

Im internen Namensraum der Wikipedia – also mit der Wikipedia-Community als Leserzielgruppe – werden mehrere Zusammenfassungen von externen Beiträgen oder Publikationen über die Wikipedia gepflegt. Im Pressespiegel<ref>Wikipedia:Pressespiegel</ref> und im Außenspiegel<ref>Wikipedia:Außenspiegel</ref> werden Presseartikel zusammengestellt. Des Weiteren gibt es das interne Magazin Kurier<ref>Wikipedia:Kurier</ref> sowie – als „Selbstreflexion“ – eine Artikelsammlung<ref>Kategorie:Wikipedia:Enzyklopädie</ref> zu Sprachversionen der Wikipedia sowie ihr nahestehenden Projekten und Vorgängen.

Juristische Auseinandersetzungen

Sowohl der Förderverein Wikimedia Deutschland als auch die Wikimedia Foundation wurden wegen Wikipedia-Artikeln in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Obwohl Wikimedia Deutschland lediglich die Domain wikipedia.de betreibt, auf der nur eine Suchmaske für mehrere Wikipedia-Sprachversionen zu finden ist (die Webadresse der deutschsprachigen Version ist de.wikipedia.org), wurde der Verein zum Hauptadressaten von Beschwerden, Abmahnungen und Klagen.

So klagte etwa der Komiker, der die Bühnenfigur Atze Schröder darstellt, 2007 dagegen, dass in dem Artikel zu seiner Figur sein bürgerlicher Name erschien. Nachdem die Pressekammer des Landgerichts Hamburg ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt und auch inhaltlich Stellung gegen eine Unterdrückung des Namens bezogen hatte, zog er die Klage gegen den damaligen Wikimedia-Deutschland-Geschäftsführer Arne Klempert zurück.<ref>Jürgen Kuri: Atze Schröder verliert Rechtsstreit gegen Wikimedia-Geschäftsführer [Update]. In: heise online. 27. Juni 2007, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>

Mittels einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Lübeck erwirkte der Politiker Lutz Heilmann, damals Mitglied des Bundestags und der Linkspartei, am 13. November 2008, dass die Internetadresse wikipedia.de mehrere Tage lang nicht mehr auf die Internetadresse de.wikipedia.org, die in den Vereinigten Staaten registriert ist, weitergeleitet werden durfte.<ref>Torsten Kleinz: Wikipedia-Sperrung: Lutz Heilmann und der „Streisand-Effekt“. In: Focus online. 9. September 2015, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref> Nachdem die seiner Auffassung nach seine Persönlichkeitsrechte verletzenden Darstellungen weitgehend entfernt worden waren, erklärte Heilmann die juristische Auseinandersetzung für erledigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Politiker will nicht mehr auf Wikipedia-Sperrung bestehen. (Memento vom 15. Dezember 2008 im Internet Archive) tagesschau.de vom 16. November 2008.</ref>

Das Landgericht Köln verneinte 2008 als erstes in einem Urteil die Verantwortung des deutschen Fördervereins für Wikipedia-Inhalte. Es wies die Klage der Frankfurter Verlagsgruppe, die in der Weiterleitung der Seite wikipedia.de auf Wikipedia eine Zueigenmachung der Inhalte sah, gegen Wikimedia Deutschland ab.<ref>Torsten Kleinz: Gericht: Wikimedia Deutschland haftet nicht für Wikipedia. In: heise online. 16. Mai 2008, abgerufen am 17. Januar 2023.</ref>

Verbreitung

Die deutschsprachige Wikipedia macht etwa sechs Prozent des globalen Wikipedia-Verkehrs aus. Einer Wikimedia-Statistik zufolge kamen 77 % der Seitenaufrufe der deutschsprachigen Wikipedia aus Deutschland, 8 % aus Österreich und 5,4 % aus der Schweiz. Die übrigen 9,6 % stammten aus der restlichen Welt, insbesondere aus den Vereinigten Staaten, Frankreich, China, Italien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.<ref>Wikimedia Traffic Analysis Report – Page Views Per Wikipedia Language – Breakdown. Abgerufen am 29. September 2022.</ref> Die deutschsprachige Wikipedia ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein die meistgelesene Ausgabe der Wikipedia.<ref>Wikimedia Traffic Analysis Report - Wikipedia Page Views Per Country – Breakdown. Abgerufen am 29. September 2022.</ref>

Woher stammen die Bearbeitungen der deutschsprachigen Wikipedia?
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
  
83,6 %
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
  
7,1 %
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
  
4,0 %
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
  
0,5 %
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
  
0,5 %
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
  
0,5 %
Datei:Empty flag.svg sonstige Staaten
  
3,8 %
(Prozent der Bearbeitungen, 1. März 2012 – 28. Februar 2013)<ref>Page Edits Per Wikipedia Language Wikistats SquidReport, de.wikipedia for period: 1 Mar 2012 – 28 Feb 2013</ref>
Woher kommen die Seitenabrufe (Leser) der deutschsprachigen Wikipedia?
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
  
77,0 %
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
  
8,0 %
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
  
5,4 %
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
  
1,3 %
Datei:Empty flag.svg sonstige Staaten
  
8,3 %
(Prozent der Seitenabrufe, September 2018)<ref>Page Views Per Wikipedia Language Wikistats SquidReport, de.wikipedia for period: 1 Sep 2018 – 30 Sep 2018</ref>

Nutzung in Deutschland

Laut einer Umfrage gaben im November 2015<ref name="bitkom" /> 79 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland an, Wikipedia zu nutzen. Die meisten Nutzer von Wikipedia gab es demzufolge mit 92 Prozent in der Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es demnach 84 Prozent und 74 Prozent bei den Internetnutzern im Alter von 50 bis 64 Jahren. Bei den über 65-jährigen Internetnutzern liegt der Anteil der Wikipedianutzer laut Befragung bei 43 Prozent.<ref name="n24" />

In Deutschland gehörte Wikipedia im Jahr 2025 zu den fünf meistgenutzten Internetseiten.<ref>Statistiken zu Wikipedia. statista.com, 17. Dezember 2025, abgerufen am 16. März 2026.</ref> Durch die zunehmende Nutzung von KI-Bots sinkt das Interesse jedoch im Allgemeinen.<ref>Freie Enzyklopädie leidet unter Bots. deutschlandfunk.de, 12. Januar 2026, abgerufen am 16. März 2026.</ref>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Deutschsprachige Wikipedia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references responsive>

<ref name="stats.alle"> Wikimedia Statistiken – (alle) Autoren</ref>

<ref name="stats.aktive"> Wikimedia Statistiken – Aktive Autoren</ref>

<ref name="banane"> Maximilian Schäfer, Christina Elmer und Kurt Jansson: Datenlese. So hat die Hitzewelle Wikipedia erwischt. In: www.spiegel.de. Spiegel Online, 22. Juni 2013, abgerufen am 25. Februar 2018.</ref>

<ref name="bitkom"> Vier von fünf Internetnutzern recherchieren bei Wikipedia. In: Bitkom-Presseinformation. 11. Januar 2016, abgerufen am 11. Februar 2016.</ref>

<ref name="gruendung"> Jimmy Wales: [Wikipedia-l] Alternative language wikipedias. 16. März 2001, abgerufen am 25. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

<ref name="heise2003"> Torsten Kleinz: Freie Enzyklopädie Wikipedia feiert hunderttausendsten Eintrag. In: www.heise.de. 21. Januar 2003, abgerufen am 25. Februar 2018.</ref>

<ref name="list"> List of Wikipedias. In: meta.wikimedia.org. Abgerufen am 25. Februar 2018.</ref>

<ref name="n24"> Vier von fünf Internetnutzern lesen regelmäßig Wikipedia. In: www.n24.de. 12. Januar 2016, abgerufen am 11. Februar 2016.</ref>

<ref name="nostalgia"> Wikipedia Announcements/August 2001. August 19, 2001. Wikipedia, 15. Januar 2005, abgerufen am 25. Februar 2018.</ref>

<ref name="stats"> Wikimedia Statistiken. Autoren. Wikimedia Foundation, abgerufen am 15. Oktober 2023 (Zugleich Quelle der Grafiken unter #Autorenschaft).</ref>

</references>

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