Danckelmannstraße
| Danckelmannstraße | ||||
|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||
| Ort | Berlin | |||
| Ortsteil | Charlottenburg | |||
| Angelegt | in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts | |||
| Anschlussstraßen | Gardes-du-Corps-Straße, Kaiserdamm | |||
| Querstraßen | Knobelsdorffstraße, Seelingstraße, Christstraße, Horstweg | |||
| Plätze | Klausenerplatz | |||
| Bauwerke | siehe Bebauung | |||
| Nutzergruppen | Straßenverkehr | |||
| Technische Daten | ||||
| Länge | 1000 m<ref name="Brock">Peter Brock (Hrsg.): Berliner Straßen neu entdeckt. 33 Streifzüge durch die Hauptstadt. Jaron Verlag Berlin, 2003, ISBN 3-89773-114-2; S. 45–50: Danckelmannstraße. Das Milljöh</ref> |
- |
Karte | |
| Vorlage:Maplink | ||||
Die Danckelmannstraße ist eine Straße im Berliner Ortsteil Charlottenburg. Sie beginnt an der Gardes-du-Corps-Straße und verläuft in südlicher Richtung bis zum Kaiserdamm. Auf einem Bebauungsplan der Umgebung Berlins aus dem Jahr 1862 (Hobrecht-Plan) ist die Straße bereits eingezeichnet, allerdings fehlt jegliche Bebauung.<ref>Bebauungsplan der Umgebung Berlins, Abteilung V, Charlottenburg; genehmigt durch Allerhöchste Cabinets Ordres 26. Juli 1862</ref>
Folgende Straßen kreuzen: Knobelsdorffstraße, Seelingstraße, Christstraße und Horstweg. Zwischen Horstweg und Gardes-du-Corps-Straße ist die Straße verkehrsberuhigt.
Name
Die zuvor noch unbenannte Straße wurde am 14. April 1885 nach dem Politiker Eberhard von Danckelman (1643–1722, korrekte Schreibweise mit nur einem „n“ am Ende) benannt, der auch Hauslehrer des ersten preußischen Königs, Friedrich I., war.
Bebauung
Überblick
Wie aus einem Bebauungsplan von 1930 hervorgeht,<ref>Die Bebauung Charlottenburgs, Anlage 9.</ref> wurden die angrenzenden Flächen der Danckelmannstraße größtenteils zwischen 1862 und 1889 bebaut.
Einige prägnante jüngere, größtenteils unter Denkmalschutz stehende, Bauten sind:
- Danckelmannstraße 9 (1907):
Gebäude der ehemaligen Kaiser-Brauerei (ab 1910 zur Engelhardt-Brauerei gehörend)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehemalige Engelhardt Brauerei ( des Vorlage:IconExternal vom 4. September 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. im Bezirkslexikon auf berlin.de</ref>
Hier wurde bis 1998 das Charlottenburger Pilsener gebraut. Jetzt wird der Gebäudekomplex als Gewerbehof genutzt.<ref>Der Kiezer Weblog vom Klausenerplatz</ref> - Hausnummer 16: Ziegenhof
- In der Mitte der Straße auf der westlichen Seite befindet sich unter der Hausnummer 16 der Eingang zum Charlottenburger Ziegenhof. Es handelt sich hier um eine Grünanlage mit Kinderspielplatz und einem Gehege für Ziegen sowie einer Bienenzucht, die im Zuge der behutsamen Stadtsanierung des Architekten Hardt-Waltherr Hämer im entkernten Wohnblock 128 eingerichtet wurden. Ende der 1970er Jahre gab es hier eine aktive Hausbesetzerszene, die dieses Projekt tatkräftig unterstützte und damit die geplante vollständige Entkernung verhinderte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ziegenhof (Kinderbauernhof) ( des Vorlage:IconExternal vom 31. Januar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. im Bezirkslexikon auf berlin.de, abgerufen am 15. Dezember 2011.</ref> Ziegenhof und Freifläche werden von der Blockinitiative 128 e. V. und anderen interessierten Mitbürgern betreut.<ref>Blockinitiative 128 e. V. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot im Bezirkslexikon auf berlin.de, abgerufen am 12. Februar 2012</ref> Die Bepflanzung der großen Fläche ist vielfältig.
- Danckelmannstraße 23 und 39 (1907–1910):
Häuser der Wohnanlage Charlottenburg II <ref>Wohnanlage Charlottenburg IIa und b in der Berliner Landesdenkmalliste</ref> - Danckelmannstraße 28 (1906–1908):
ehemalige Städtische Höhere Mädchenschule III, heute Oberstufenzentrum für Recht <ref>Höhere Mädchenschule III in der Berliner Landesdenkmalliste</ref> Beim Bau dieses Schulgebäudes ab 1905 erfolgte ein architektonisches Experiment: Die Schule sollte im Innenhof der Straße entstehen. Das Vorderhaus war für die Nutzung durch Läden und Wohnungen geplant. Auf einem Flachdach über der zweiten Etage des Vordergebäudes projektierten die Bauherren die Anlage eines Schulgartens, der den Schülern auch als Pausenfreigang dienen sollte.<ref>(Mittlere Spalte oben): Dachgarten als Botanischer Schulgarten. In: Berliner Tageblatt, 6. September 1905.</ref> Ob das so erfolgte, müsste noch eruiert werden. - Danckelmannstraße 46/47 (1907–1908):
Ledigenheim für Männer, erbaut nach Entwurf des Architekten Rudolf Walter.<ref>Wohnheim Danckelmannstraße 46 & 47 in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>
Durch das Ledigenheim sollte das Schlafgängerwesen eingedämmt werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehemaliges Ledigenheim ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Juli 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. im Bezirkslexikon berlin.de, abgerufen am 3. Januar 2012.</ref> Heute wird das Gebäude als Studentenwohnheim genutzt.<ref>Wohnheim Nr. 46/47</ref>
Außerdem stehen die Gebäude Danckelmannstraße 13–20, 40–42 und 48–51 als Ensemble<ref>Denkmalbereich in der Berliner Landesdenkmalliste</ref> sowie die Einzeldenkmale Danckelmannstraße 1, 10 und 21 unter Denkmalschutz.
Anwohner
Die Danckelmannstraße ist eine Straße des Klausenerplatz-Kiezes. Diese Ortslage, die von dem in der Nähe gelegenen Sophie-Charlotten-Straße wohnenden Heinrich Zille oft in seinen Zeichnungen als „Berliner Milljöh“ dargestellt wurde, wohnten überwiegend Handwerker, kleine Angestellte und Arbeiter. Auch das Ledigenheim deutet auf die desolate Wohnsituation der Arbeiter in dieser Gegend hin (s. o.). 1999 wurde ein Bürgerbündnis zur Verbesserung des Wohnumfeldes und zur Information gegründet.
Weblinks
- Danckelmannstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
- Danckelmannstraße im Bezirkslexikon auf berlin.de
- Danckelmannstraße auf wir-sind-kiez.de
Einzelnachweise
<references responsive />
Koordinaten: 52° 30′ 54″ N, 13° 17′ 26,9″ O
{{#coordinates:52,515|13,2908|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=DE-BE
|type=landmark
}}
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-04
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2024-11
- Straße in Berlin
- Berlin-Charlottenburg
- Straße in Europa