Dihag Holding
| Dihag Holding GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Deutsche Gießerei- und Industrie-Holding AG Logo.svg | |
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | April 1996 |
| Sitz | Coswig, Deutschland |
| Leitung | Alex Lissitsa, Christian Lüke, Viktor Babushchak |
| Umsatz | 220 Mio. EUR<ref name="KJA_2021">DIHAG Holding GmbH: Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021, Anlage 2</ref> |
| Branche | Gießerei |
| Website | www.dihag.com |
| Stand: 31. Dezember 2021 | |
Die Dihag Holding (Eigenschreibweise DIHAG Holding) ist eine Anfang der 1990er Jahre von Heinrich Grütering (1939–2010) gegründete deutsche Unternehmensgruppe mit Sitz in Coswig, Sachsen. Das Unternehmen betreibt mehrere Gießereibetriebe in Deutschland, Polen und Ungarn.
Geschichte
Die Dihag Holding wurde im April 1996 als DIHAG Industrie-Grundbesitz gegründet.<ref name="Northdata1">Northdata: DIHAG Gießerei Holding GmbH, Essen†︎, abgerufen am 18. Juli 2022</ref> Sie umfasste von der Treuhandanstalt übernommene Betriebe in Ostdeutschland. Später wurden weitere Gießereibetriebe eingegliedert. Inhaber des Unternehmens waren Heinrich Grütering<ref>Pressemitteilung der Dihag zum Tod Heinrich Grüterings am 19. Dezember 2010 online, abgerufen am 21. Juni 2011</ref> und Francois Ostwald aus dem Ruhrgebiet.
2005 beabsichtigte das Unternehmen die Buderus-Gruppe von Bosch zu übernehmen; die Verhandlungen scheiterten jedoch.<ref>ON: Verkauf von Buderus Guss an DIHAG ist gescheitert in den Firmennachrichten der Wirtschaftsförderung Wetterau vom 5. Oktober 2005 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 7. April 2014 im Internet Archive) (Abgerufen am 3. April 2014)</ref> 2008 wurde die Buderus Spezialguss GmbH in Wetzlar aufgekauft, die im März 2017 liquidiert wurde, nachdem sie insolvent geworden war.<ref name="Northdata2">Northdata: Spezialguss Wetzlar GmbH, Wetzlar, abgerufen am 18. Juli 2022</ref>
Nach dem Tod von Heinrich Grütering wurde die Dihag-Unternehmensgruppe 2012 an zwei ukrainische Unternehmer, Dvoretskyi und Abdinov, verkauft, die die Gruppe über die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Dihag Group AG lenkten.<ref name="WAZ" /> Dazu wurde die Dihag Holding Ende 2011 neu ins Handelsregister Essen eingetragen.<ref name="Northdata3">Northdata: DIHAG Holding GmbH, Coswig, abgerufen am 18. Juli 2022</ref> Sie war 2012 eine der größten privaten Gießerei-Gruppen in Europa.<ref name="WAZ">Frank Meßing: Neue Eigentümer für die Essener Gießerei-Gruppe Dihag. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 26. April 2012, abgerufen am 2. Oktober 2016.</ref>
2016 erwarb die Dihag Holding die Mehrheit in Höhe von 60 % an der Allard-Europe NV, einer belgischen Gießerei.<ref>DIHAG Holding und Royal IHC übernehmen belgische Gießerei Allard-Europe. Abgerufen am 27. Juni 2019.</ref> Ein weiterer Zukauf erfolgte mit dem Getriebewerk Pirna, das durch die Schmiedeberger Gießerei aus der Insolvenz übernommen wurde.<ref>Getriebewerk in Pirna steht vor dem Aus. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juni 2019; abgerufen am 27. Juni 2019.</ref>
Nach absatzrückgangbedingten Verlusten ihrer Tochtergesellschaften begann die Dihag Holding Anfang 2018 mit einer Konzernumstrukturierung.<ref name="LVZ290518">Frank Johannsen: Gießerei-Kette Dihag holt sich frisches Geld, Leipziger Volkszeitung, 29. Mai 2018, S. 7</ref> Im Zuge dessen wurden im Juni 2018 die umsatzstärkste Tochter Mecklenburger Metallguss<ref>Winfried Wagner: Warener Gießerei dreht wieder auf, Ostsee-Zeitung, 21. Mai 2019, S. 8</ref> und die Beteiligung an Allard verkauft. Des Weiteren gab es bei der Walzengießerei Coswig einen Personalabbau.<ref name="Zill210219" /> Die Dihag Holding konnte bis Mai 2018 ein Finanzierungskonzept mit Banken und Gesellschaftern ausarbeiten, das die Finanzierung der Holding bis Ende 2021 sicherte. So sollen Banken sich bereiterklärt haben, bestehende Kreditlinien weiterlaufen zu lassen und aufzustocken.<ref name="LVZ290518" /> Wie die Sächsische Zeitung im Februar 2019 berichtete, sei die Umstrukturierung abgeschlossen.<ref name="Zill210219">Peggy Zill: Mutterkonzern der Walze wieder stabil, Sächsische Zeitung, 21. Februar 2019, S. 11</ref> Anschließend wurde der Firmensitz im Sommer 2019 nach Coswig verlegt.<ref name="Northdata3" />
Im August 2019 wurde bekannt, dass der Minderheitsgesellschafter und ehemalige Geschäftsführer Herbert Werner seine Anteile an der Meuselwitz Guss Eisengießerei GmbH ohne Wissen der Dihag Holding an die Silbitz Group verkauft hatte.<ref>Kay Würker: Silbitz kauft zehn Prozent von Meuselwitz Guss, in Osterländer Volkszeitung, 9. August 2019, S. 13</ref> Die Dihag Holding und die Silbitz Group haben einander widersprechende Stellungnahmen zu der Transaktion abgegeben – während die Silbitz Group eine strategische Partnerschaft verkündete, stritt die Dihag Holding Gespräche oder Absichten bezüglich einer solchen Partnerschaft ab.<ref>Gießerei-Gruppe übernimmt zehn Prozent von Meuselwitz Guss. Abgerufen am 11. September 2019.</ref>
Im September 2020 schied Benno Hank aus der Geschäftsführung der Dihag Holding aus. Zum neuen Geschäftsführer der Dihag Holding wurde der aus der Ukraine stammende und in Österreich lebende Viktor Babushchak bestellt.<ref name="Northdata3" /> Im Geschäftsjahr 2021 konnte Babushchak den Jahresumsatz von 175 Mio. EUR des Vorjahres auf rund 220 Mio. EUR steigern.<ref name="KJA_2021" /> Wie die Sächsische Zeitung im März 2022 schrieb, ist die Dihag Holding mehrheitlich Eigentum des ukrainischen Unternehmers Oleksandr Petrov, dem Mehrheitseigentümer der börsennotierten IMC-Gruppe.<ref>Krieg im Agrarland Ukraine: Die Folgen für den Landkreis, Sächsische Zeitung, 3. März 2022, S. 13</ref> Er übernahm die Mehrheit an der Dihag Holding bereits 2021.<ref>Franz Herz: Wechsel an der Spitze der Schmiedeberger Gießerei, Sächsische Zeitung, 11. November 2021, S. 16</ref> Eigenen, undatierten Angaben auf der Website zufolge werden 51 Prozent des Umsatzes in Deutschland erzielt, 42 in Europa und der Rest in Asien und Südamerika. Nach Branchen aufgeteilt entfällt der Großteil mit 36 respektive 33 Prozent auf Maschinenformguss beziehungsweise Handformguss, der restliche Teil auf Kokillen- und Walzguss (17 Prozent) und Stahlguss (14 Prozent).<ref>Über uns. In: dihag-group.de. Dihag Holding GmbH, abgerufen am 10. April 2025.</ref>
Tochterunternehmen
Unternehmen in der Dihag-Gruppe sind:<ref>Dihag-Website: Tochtergesellschaften, abgerufen am 19. Juli 2022</ref>
- Meuselwitz Guss Eisengießerei GmbH, Meuselwitz
- Walzengießerei Coswig GmbH, Coswig: gegründet 1892, seit 2002 bei der Dihag<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jahresbericht 2007 ( vom 19. Mai 2016 im Internet Archive) der VDG Mitteldeutschland</ref>
- Schmiedeberger Gießerei GmbH, Schmiedeberg
- Lintorfer Eisengießerei GmbH
- Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf GmbH, Leipzig-Knautnaundorf
- Eisenwerke Arnstadt GmbH, Arnstadt
- DIHAG Hasenclever GmbH, Battenberg an der Eder: gegründet 1773, seit 2024 bei der Dihag
- Euro-Metall Kft, Ungarn
- Odlewnia Zeliwa Bydgoszcz, Polen
Weblinks
Einzelnachweise
<references />