DBH Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG
| DBH Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | DBH (Unternehmen) logo.svg | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 2006 |
| Sitz | München, Deutschland |
| Branche | Buchhandel |
Die Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG (DBH) mit Sitz in München ist ein Zusammenschluss aus Hugendubel, Jokers, Weiland, Wohlthat’sche und DBH Warenhaus. Buch Habel wurde 2008 vollständig übernommen und ab Januar 2011 auf Hugendubel verschmolzen.<ref>Buch Habel verschwindet. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 3. Januar 2011.</ref> Mit insgesamt 496 Filialen liegt die DBH damit deutlich vor der Thalia Holding GmbH und ist die größte deutsche Buchhandelskette.<ref name="Branchenzahlen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Branchenzahlen – DBH Buch Handels GmbH & Co. KG ( vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref>
Geschichte
Sie wurde 2006 als Finanzholding gegründet und gehört zu 50 % der Familie Hugendubel und zu 50 % der Verlagsgruppe Weltbild aus deren vorherigen langjährigen Kooperation dieses „Joint-Venture“ hervorging<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Tag, an dem Hugendubel und Weltbild die Buchhandelslandschaft neu definierten ( vom 9. April 2011 im Internet Archive; PDF)</ref> (Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild waren bis 2014<ref>Insolventer Verlagskonzern: Investor Droege übernimmt Weltbild schrittweise - SPIEGEL ONLINE - Wirtschaft. In: Spiegel Online. Abgerufen am 30. April 2017.</ref> wiederum 14 Diözesen der römisch-katholischen Kirche in Deutschland<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bistümer suchen Käufer für Weltbild ( vom 11. Juli 2008 im Internet Archive) In: handelsblatt.com</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirche behält Weltbild ( vom 1. Mai 2009 im Internet Archive)</ref> sowie die Soldatenseelsorge Berlin). Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die DBH einen Umsatz von 731 Mio. Euro.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die 50 größten Buchhandlungen ( vom 21. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>
Die DBH gab für ihr erstes Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von rund 675 Mio. Euro bekannt. Sie verwaltet die 465 Buchhandelsfilialen der beiden Eigentümergesellschaften mit insgesamt rund 3500 Mitarbeitern (Stand: Oktober 2007). Dazu gehören in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Buchhäuser Hugendubel (34 Filialen), Weiland (33), Buch Habel (17, mittlerweile z. T. verkauft, z. T. auf Hugendubel umfirmiert), Schmorl und von Seefeld in Hannover (2) und die Buchdiscounter Wohlthat’sche Buchhandlung (rund 50), Weltbild / Weltbild Plus / Weltbild Best (ca. 260), Jokers Restseller (18) und die Vollsortimentsbuchhandlungen Buchhandlung Weltbild! (12) sowie in Österreich die 35 Filialen von A&M und AM!.<ref name="Branchenzahlen" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hugendubel und Weltbild rücken im Filialgeschäft näher zusammen ( vom 24. Juli 2007 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DBH – Unsere Filialen ( vom 28. März 2009 im Internet Archive; PDF)</ref>
Ab Juli 2008 führt die DBH 44 der bis dahin 89 Buchabteilungen des Kaufhauskonzerns Karstadt. Die restlichen Abteilungen werden geschlossen und die Mitarbeiter in anderen Bereichen beschäftigt. Um die Partnerschaft mit Karstadt hatte sich zuvor die Thalia-Kette bemüht.<ref>Süddeutsche Zeitung, 4. Oktober 2007, S. 27</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Weltbild und Hugendubel steigen bei Karstadt ein ( vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> Die Übernahme von 44 Buchabteilungen wurde im April 2008 vom Bundeskartellamt genehmigt<ref>openpr.de</ref>; acht weitere Buchabteilungen (in Kiel, Leipzig, Wiesbaden, Frankfurt am Main und München) durften aus kartellrechtlichen Bedenken vorläufig nicht übernommen werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kartellamt genehmigt Zusammenschluss ( vom 29. August 2008 im Internet Archive)</ref>
Um Personalkosten zu sparen, haben 2009 massive Umstrukturierungsmaßnahmen im gesamten Konzern begonnen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die "Star Alliance" sinkt zu steil ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Großbuchhändler in der Krise Kein Einfachhandel</ref> Anfang des Jahres wurde dazu mit Stellenstreichungen in der Teilhabergesellschaft der DBH Verlagsgruppe Weltbild begonnen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Weltbild vor Neuausrichtung ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jobabbau in Augsburg ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref>
Als erste Konzerntochter war ab Mai 2009 zunächst das Unternehmen Weltbild plus betroffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Weltbild streicht 322 Stellen ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref> Da in diesem Unternehmen keine Betriebsräte gebildet wurden, konnten die geplanten 322 Stellenstreichungen zzgl. Stundenreduzierungen ungehindert und zügig umgesetzt werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DBH: Tour de Tortour durch Deutschland ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref>
Zum 30. Juni 2009 wurden die Verwaltungen von Buch Habel in Darmstadt und der Wohlthat’schen Buchhandlung in Berlin geschlossen und die Aufgaben in der Geschäftszentrale der DBH konzentriert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hugendubel greift bei Buch Habel zum Rotstift ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wohlthat-Verwaltung zieht zur DBH nach München ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref> Darauf folgten die großen Entlassungswellen bei Buch Habel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kehraus bei Buch Habel: Der Entlassungswelle folgt eine Kostenwelle ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref>, Hugendubel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hugendubel und Buch Habel: 285 Arbeitsplätze fallen weg ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref> und Wohlthat. Bei Wohlthat wurde die Maßnahme bundesweit ungehindert und unter Ausschluss der Öffentlichkeit umgesetzt. In den Wohlthat-Filialen in Berlin/Potsdam wurde sie durch das Einwirken des örtlichen Betriebsrates, wie bei Buch Habel und Hugendubel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hugendubel und Buch Habel: Stellenabbau verzögert sich ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref>, verzögert und durch die Unterstützung der Gewerkschaft ver.di öffentlich gemacht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wohlthat’sche: Entlassungen in Berlin ( vom 30. September 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Ein-Mann-Laden: Wohlthat’sche Buchhandlung spart Personal. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Anfang November 2009 begann der Arbeitskampf in der Wohlthat’schen Buchhandlung.<ref>Aufstand am Alex. 21. Dezember 2009, abgerufen am 8. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Peter Kirnich: Räumsklave bei Wohlthat. In: Berliner Zeitung. 13. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2015; abgerufen am 16. Juni 2015.</ref> Im Laufe des Jahres 2010 sind die Arbeitskampfmaßnahmen mangels ausreichender Unterstützung in der, zum großen Teil durch neu eingestellte geringfügig Beschäftigte aufgefüllten, Belegschaft zum Erliegen gekommen, trotz fortsetzender Filialschließungen in Berlin und Potsdam.
Ebenfalls Ende 2009 haben die im Konzern vorhandenen Gesamtbetriebsräte und Betriebsräte einen Konzernbetriebsrat gegründet, womit sie die Mitbestimmung in den Tochterunternehmen ausbauen wollen. Dazu werden Betriebsratswahlen in den betriebsratslosen Betrieben ohne Gesamtbetriebsrat angestoßen. Neben dieser Aufgabe sollen die örtlichen Gremien ein effizientes Informationssystem für die Vorgänge im Konzern erhalten, das, über die Grenzen der örtlichen Mitbestimmung und der Mitbestimmung in den Tochterunternehmen hinaus, frühzeitig über die Planung der Konzernleitung berichten kann.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Frühwarnsystem für die Belegschaft. 24. März 2010, abgerufen am 8. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach ersten Schwierigkeiten in 2010<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wachsen gegen den Trend ( vom 5. März 2016 im Internet Archive)</ref> ließ in diesem Gremium das Engagement erheblich nach.
Die Holding setzt ein gemeinsames Warenwirtschaftssystem ein, betreibt jedoch bislang keinen zentralen Einkauf. Anders als bei der konkurrierenden Thalia-Kette behalten die einzelnen Filialen bislang auch ihren Namen und sollen nach Aussage der Firmenleitung auch ihr eigenständiges Profil bewahren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zwei Arten von Spaß ( vom 28. August 2008 im Internet Archive)</ref>
Wie die anderen großen Buchhandelsketten (Thalia und Mayersche) nutzt die DBH die Logistik- und Zentrallagerkapazitäten des Buchgroßhändlers Libri.
Das Weltbild-Filialgeschäft wurde 2014 aus dem Vertriebsverbund herausgelöst und auf Weltbild übertragen.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Profil und Filialen der DBH ( vom 4. August 2008 im Internet Archive)