Chrom(III)-chlorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||||||||
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| Kristallstruktur von Chrom(III)-chlorid | ||||||||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Cr3+ Vorlage:Farbe Cl− | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Chrom(III)-chlorid | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Chromtrichlorid | |||||||||||||||||||||
| Verhältnisformel | CrCl3 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
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| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | ||||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
2,87 g·cm−3<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Chrom(III)-chlorid ist das Chromsalz der Salzsäure mit der Summenformel CrCl3. Mit Hydratwasser kristallisiert es auch als Chrom(III)-chlorid-hexahydrat (CrCl3 · 6 H2O).
Gewinnung und Darstellung
Chrom(III)-chlorid kann durch Reaktion von Chrom mit Chlor gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1481.</ref>
- <math>\mathrm{2 \ Cr + 3 \ Cl_2 \longrightarrow 2 \ CrCl_3}</math>
Die wasserfreie Verbindung ist im Labor aus dem Hexahydrat über dessen Umsetzung mit Thionylchlorid<ref name="IS5"></ref> oder die Chlorierung von frisch hergestelltem Chrom(III)-oxid mit Tetrachlormethan bei 620 °C<ref name="IS6"></ref> zugänglich:
- <chem>CrCl3 * 6 H2O + 6 SOCl2 -> CrCl3 + 6 SO2 + 12 HCl</chem>
- <chem>Cr2O3 + 3 CCl4 ->2 CrCl3 + 3 COCl2</chem>
Eigenschaften
-
Wasserfreies Chrom(III)-chlorid
-
Das Hexahydrat [CrCl2(H2O)4]Cl·2H2O
Es bildet kristalline Schichtstrukturen, in denen zwischen den Schichten Van-der-Waals-Kräfte auftreten. Das Salz, das rotviolett glänzende Kristalle bildet, ist in reiner Form in Wasser unlöslich<ref name="Holleman"/> und in Ethanol schwer löslich. Erst in Anwesenheit von Spuren Chrom(II)-chlorids (CrCl2) (oder eines anderen Reduktionsmittels) ist ein Lösungsvorgang in Wasser katalytisch unter starker Wärmeabgabe möglich.<ref name="Riedel">Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. 8. Auflage. de Gruyter, 2011, ISBN 3-11-022566-2, S. 813 f.</ref> In Lösung können sich unterschiedlich gefärbte hydratisomere Aquakomplexe bilden, beispielsweise das dunkelgrüne Dichlorotetraaquachrom(III)-chlorid, das hellgrüne Chloropentaaquachrom(III)-chlorid oder das violette Hexaaquachrom(III)-chlorid. Hierbei stellen sich zwischen diesen Komplexen folgende Gleichgewichte ein:<ref name="Holleman" />
- <math>\rm [CrCl_2(H_2O)_4]Cl \rightleftarrows [CrCl(H_2O)_5]Cl_2 \rightleftarrows [Cr(H_2O)_6]Cl_3 </math>
Herstellung
Chrom(III)-chlorid kann aus metallischem Chrom im Chlorstrom bei 600 °C synthetisiert werden.<ref name="Riedel" /> Ebenso ist die Herstellung aus Chrom(III)-oxid und Kohle im Chlorstrom oberhalb von 1200 °C möglich.<ref name="Holleman" />
Verwendung
Chrom(III)-chlorid wird als Katalysator, zur Herstellung anderer Chromverbindungen, zur Verchromung in der Galvanotechnik und zur Wasserdichtimprägnierung verwendet.<ref name="roempp" />
Chrom(III)-chlorid darf in der EU bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.<ref>Richtlinie 2002/46/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel. Online Verfügbar. Abgerufen am 28. März 2024.</ref> In Nahrungsergänzungsmitteln wird neben Chrom(III)-chlorid auch Chrom(III)-nicotinat und Chrom(III)-picolinat verwendet.<ref name="Adolph">Michael Adolph: Ernährungsmedizin nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer; 276 Tabellen. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13-100294-5, S. 205 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, das Nahrungsergänzungsmittel höchstens 60 µg Chrom pro Tagesverzehrempfehlung enthalten sollen.<ref name="BFR-HM"> Höchstmengenvorschläge für Chrom in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung. Online Verfügbar. Abgerufen am 28. März 2024.</ref> Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für positive gesundheitliche Effekte einer Chromaufnahme bei gesunden Menschen.<ref name="BFR-HM" />
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
| Oxidationsstufe (II): |
Chrom(II)-fluorid | Chrom(II)-chlorid | Chrom(II)-bromid | Chrom(II)-iodid | |
| Oxidationsstufe (III): |
Chrom(III)-fluorid | Chrom(III)-chlorid | Chrom(III)-bromid | Chrom(III)-iodid |
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| Oxidationsstufe (IV): |
Chrom(IV)-fluorid | Chrom(IV)-chlorid | Chrom(IV)-bromid | Chrom(IV)-iodid |
|
| Andere Oxidationsstufen: |
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