Montpellier-Zistrose
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| Montpellier-Zistrose | ||||||||||||
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| Datei:Cistus monspeliensis 2.JPG
Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cistus monspeliensis | ||||||||||||
| L. |
Die Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zistrosen (Cistus) in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).
Veraltete Namen sind Französische Zistrose oder Gallische Zistrose.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Montpellier-Zistrose ist ein stark aromatisch duftender Strauch von 60 bis 120 (bis 180) Zentimetern<ref name="FlIb" /> Wuchshöhe.
Die kreuzgegenständig angeordneten, sitzenden Laubblätter sind 2 bis 6 Zentimeter lang und lineal-lanzettlich. Die Blattränder sind stark nach unten gerollt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und spärlich behaart, die -unterseite ist heller und dicht sternhaarig.
Generative Merkmale
Der Blütenstand ist einseitswendig mit zwei bis acht Blüten. Die Blütenstiele sind stark klebrig-drüsig.<ref name="FCy1" /> (Vgl. Ladanum).
Die Blüten besitzen einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern. Die fünf Kelchblätter sind rot geadert, die äußeren gegenüber den inneren etwas vergrößert. Die fünf Kronblätter sind weiß und leicht ausgerandet. Die zahlreichen Staubblätter sind gelb.<ref name="FCy1" />
Es werden kleine und vielsamige Kapselfrüchte mit beständigem Kelch gebildet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n= 18.<ref name="IPCN" />
Ökologie
Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die Blüten sind sehr kurzlebig, aber dies wird von der allgemeinen Blütenfülle ausgeglichen. Die Montpellier-Zistrose hat die Eigenschaft, dass sie sich nach den häufig aufkommenden Waldbränden wieder erholen kann. Nach dem Blattfall erscheint bereits die nächste Blattgeneration, woraus ein immergrünes Erscheinungsbild resultiert.
Vorkommen
Die Montpellier-Zistrose ist ein west- und zentralmediterranes Florenelement. Sie kommt westwärts bis zu den Kanaren und Madeira vor<ref name="Som" /> und nach Osten bis zur Ägäisküste des festländischen Griechenlands mit lokalen Außenposten auf Naxos und Kreta, der türkischen Ägäisküste und auf Zypern.<ref name="Rikli" /> Im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien<ref name="USDA" /> und im australischen Bundesstaat Victoria<ref name="APNI" /> ist sie ein eingebürgerter Neophyt.
Die Montpellier-Zistrose kommt in Wald- und Macchien-Verlichtungen und in mediterranen Zwergstrauchweiden der tieferen bis mittleren Höhenlagen vor und ist dort oft bestandsbildend. Auf den Kanaren siedelt sie in der Kiefernwaldstufe. Sie wächst meist auf schwach sauren, nährstoffarmen Böden.
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung von Cistus monspeliensis erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum.<ref name="SpPl" /><ref name="Tropicos" /> Innerhalb der Gattung Cistus wird sie in die Untergattung Leucocistus und die Sektion Ledonia gestellt.<ref name="FlIb" />
Nutzung
Die Art ist seit 1656 in Kultur.<ref name="Hegi1966" />
Literatur
- Martin Rikli: Das Pflanzenkleid der Mittelmeerländer. Erster Band, Hans Huber, Bern 1942–43.
- Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 169.
Weblinks
- Thomas Meyer, Michael Hassler. [1]
Einzelnachweise
<references> <ref name="FCy1"> </ref> <ref name="Rikli"> Verbreitungskarte bei Rikli 1942–43: S. 228 </ref> <ref name="Som"> Alfred Hansen, Per Sunding: Flora of Macaronesia. Checklist of vascular plants (= Sommerfeltia. Band 17). 4. überarbeitete Auflage. 1993, S. 88–89. </ref> <ref name="Tropicos"> Cistus monspeliensis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Cistus monspeliensis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 524 (Digitalisat). </ref> <ref name="USDA"> USDA NRCS PLANTS Profile: Cistus monspeliensis. </ref> <ref name="FlIb"> Jean-Pierre Demoly, Pedro Montserrat: Cistus. In: Santiago Castroviejo, Carlos Aedo, Santos Cirujano, Manuel Laínz, Pedro Montserrat, Ramón Morales, Félix Muñoz Garmendia, Carmen Navarro, Jorge Paiva, Carlos Soriano (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Vol. III. Plumbaginaceae (partim) – Capparaceae. Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid 1993, ISBN 84-00-07375-4, S. 325 (floraiberica.es [PDF]). </ref> <ref name="APNI"> Australian Plant Name Index (APNI) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot: Cistus monspeliensis (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Integrated Botanical Information System (IBIS). Australian National Botanic Gardens & Australian National Herbarium. Letzter Zugriff: 12. Dezember 2015. </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> </references>