Chung Mong-koo
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Chung Mong-koo (* 19. März 1938 in Seoul) ist der Vorstandsvorsitzende (CEO) der südkoreanischen Hyundai Kia Automotive Group.
Leben
Chung Mong-koo wurde als Sohn von Chung Ju-yung, dem Gründer der Hyundai Motor Company geboren.<ref>Georg Blume: Patriarch hinter Gittern. In: zeit.de (4. Mai 2006). Abgerufen am 14. November 2012.</ref> Er schloss 1967 die Hanyang-Universität ab und ging kurz darauf zu Hyundai.<ref name="pathfinder">Tim Healy und Laxmi Nakarmi: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A Novice at the Wheel ( vom 19. Oktober 2007 im Internet Archive) (englisch).</ref>
1974 wurde er Leiter von Hyundai Motor Service und 1980 der Hyundai Precision & Industry. Dieses Unternehmen wurde später umgebaut und produzierte Fahrzeuge. 1981 wurde er CEO von Hyundai Pipe und 1986 von Inchon Iron & Steel.<ref name="pathfinder" /> 1996 wurde er Chairman der Hyundai Group, nachdem sein Onkel Se-yung aus dieser Position entlassen worden war.<ref name="ftd-24.04.2006">Martin Kölling: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chung Mong-koo: Der Bulldozer. ( vom 16. Mai 2006 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland (24. April 2006). Abgerufen am 14. November 2012.</ref> Allerdings hatte weiterhin sein Vater faktisch die Kontrolle über den Konzern. 1998 wurde er CEO von Hyundai Motor.<ref name="pathfinder" />
Sein Bruder Mong-hun beging 2003 Selbstmord, was für Chung Mong-koo den Weg zur Spitze des Hyundai-Konzerns frei machte.<ref name="ftd-24.04.2006" />
Im April 2006 wurde er verhaftet<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gericht bestraft Hyundai-Chef. ( vom 7. Februar 2007 im Internet Archive) In: ftd.de (5. Februar 2007). Abgerufen am 14. November 2012.</ref>, aber Ende Juni 2006 gegen Kaution wieder freigelassen. Am 5. Februar 2007 erkannte das Bezirksgericht in Seoul ihn für schuldig der Untreue und des Vertrauensbruchs. Er habe etwa 50 bis 82 Millionen Euro<ref>Drei Jahre Haft für Hyundai-Chef. In: dw-world.de (5. Februar 2007). Abgerufen am 14. November 2012.</ref> unterschlagen, privat verwendet sowie auf Schwarzgeldkonten gelagert. Mit diesen Geldern hat er auch zahlreiche Beamte und Politiker bestochen. Die Strafe lautete auf drei Jahre Haft, wurde aber zunächst nicht vollstreckt.<ref>Hyundai-Chef zu drei Jahren Haft verurteilt. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Februar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. August 2025; abgerufen am 21. Juni 2025.</ref><ref>Martin Fritz: Für drei Jahre in die Zelle statt ins Vorstandsbüro. In: tsarchive.wordpress.com. 5. Februar 2007, abgerufen am 21. Juni 2025 (Archivierte Version eines tagesschau.de-Artikels).</ref> Im September 2007 wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt und Chung Mong-koo verpflichtet, 895 Mio. US-Dollar zu spenden und Vorträge über transparentes Management zu halten.<ref>Milde für Hyundai-Chef. In: n-tv.de. n-tv, 6. September 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2012; abgerufen am 14. November 2012.</ref>
Im Oktober 2020 wurde er bei Hyundai als Vorstandschef von seinem Sohn Euisun Chung abgelöst.<ref>Bei Hyundai folgt der Sohn dem Vater an die Spitze. In: manager-magazin.de. Manager Magazin, 14. Oktober 2020, abgerufen am 21. Juni 2025.</ref>
Literatur
- Chung Mong-koo in: Internationales Biographisches Archiv 49/2011 vom 6. Dezember 2011, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
Fußnoten
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chung, Mong-koo |
| ALTERNATIVNAMEN | 정몽구 (koreanisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | südkoreanischer Manager, Chef der Hyundai Kia Automotive Group |
| GEBURTSDATUM | 19. März 1938 |
| GEBURTSORT | Seoul |