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Chloë Sevigny

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Chloë Sevigny mit blonden, gewellten Haaren, hat blondes Haar und trägt ein schwarzes Outfit, das einen schwarzen Pullover mit tiefem Ausschnitt und eine schwarze Jacke umfasst. Die Jacke hat auffällige, lederähnliche Elemente an den Schultern, die ihr einen modernen und stilvollen Look verleihen. Im Hintergrund sind keine weiteren klaren Details oder Elemente zu erkennen.
Chloë Sevigny, 2017

Chloë Stevens Sevigny (* 18. November 1974 in Springfield, Massachusetts<ref>Chloë Sevigny Facts. Abgerufen am 2. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und ehemaliges Model.

Leben und Karriere

Sevigny wuchs in der Kleinstadt Darien im US-Bundesstaat Connecticut auf. Ihre Mutter Janine (geborene Malinowski) war Grundschullehrerin, ihr Vater H. David Sevigny († 1996) arbeitete in einem Versicherungsunternehmen und später als Innenraummaler.<ref name="Sevigny Bio"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chloë Sevigny Biography (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.chloe-sevigny.org. chloe-sevigny.org, abgerufen am 5. Juli 2011</ref> Sie hat einen älteren Bruder namens Paul, der als DJ in New York City arbeitet.<ref name="Sevigny Bio" /><ref>Paul Sevigny A & M Entertainment, abgerufen am 5. Juli 2011</ref> Sevignys Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Polen,<ref name="Sevigny Bio" /> väterlicherseits ist sie franko-kanadischer Abstammung.<ref>Chloë Sevigny Biography IMDb.com, abgerufen am 5. Juli 2011</ref>

Sie besuchte die Darien High School und war ein eher rebellischer Teenager. Sie rauchte, rasierte sich den Kopf,<ref name="Chloe’s Scene">Jay McInerney: Chloe’s Scene in: The New Yorker, 7. Nov. 1994, S. 182–192</ref> experimentierte mit Drogen und schwänzte die Schule. Sie sei ein deprimierter Teenager gewesen und habe sich in der spießigen Kleinstadt Darien gelangweilt, erklärte Sevigny diese Phase später.<ref name="Sevigny Bio" /> Es zog sie daher immer häufiger nach New York City, wo sie mit den Skatern im Washington Square Park rumhing. Mit 18 Jahren verließ Sevigny schließlich ihr Elternhaus und mietete sich ein Apartment im Stadtteil Brooklyn.

Sevigny begann ihre Karriere als Model. 1993 wurde sie an einem Zeitungsstand im East Village von einer Mode-Redakteurin des US-amerikanischen Sassy-Magazins angesprochen, die so begeistert von Sevignys außergewöhnlichem Kleidungsstil war, dass sie sie für das Magazin als Model vor die Kamera holte. Später arbeitete Sevigny auch als Praktikantin in der Moderedaktion der Zeitschrift.<ref name="Chloe’s Scene" />

Einige Monate später wurde Sevigny erneut wegen ihres „Looks“ auf der Straße angesprochen, diesmal von einer Fotografin, die sie für das britische Mode- und Musikmagazin i-D ablichtete.<ref name="Chloe’s Scene" /> 1994 wurde sie für das Label X-Girl der Sonic-Youth-Frontfrau Kim Gordon gebucht und posierte in einer Modestrecke des Paper-Magazine. Es folgten diverse weitere Modelaufträge u. a. für H&M und die 1996er Frühjahrs- und Sommerkollektion von Miu Miu.

Erste Rollen spielte Sevigny in Musikvideos der Bands Sonic Youth und Lemonheads. Ihr Filmdebüt gab sie 1995 in dem Independent-Drama Kids von Larry Clark. Ihr damaliger Lebensgefährte Harmony Korine hatte das Drehbuch zum Film geschrieben und sie dem Regisseur empfohlen. Mit Korine arbeitete sie auch 1997 an Gummo.

Ihren bis dahin größten schauspielerischen Erfolg feierte Sevigny an der Seite von Hilary Swank in Boys Don’t Cry aus dem Jahr 1999. Für ihre Rolle als Lana Tisdel wurde sie sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.

Aufsehen erregte 2003 der Film The Brown Bunny, in dem Sevigny Oralverkehr an Vincent Gallo vollzog, was in den USA für Proteste sorgte. 2010 erhielt sie für ihre Nebenrolle als fundamentalistische Mormonin und Ehefrau eines Polygamisten in der Fernsehserie Big Love den Golden Globe Award.

Im Mai 2012 bekam Sevigny die Rolle der Abigail Williams in David Esbjornsons Bühnenstück Abigail/1702,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sevigny to star as Salem’s Abigail Williams in NY play (Memento vom 26. Mai 2012 im Internet Archive), Prüfung am 22. September 2018</ref> welches vom 27. Juni bis 8. Juli 2012 in New York aufgeführt wurde.<ref>Chloe Sevigny to Bewitch Audiences on Stage in Abigail/1702, Zugriff am 14. Mai 2012</ref> Im selben Jahr verkörperte sie außerdem in der britischen Fernsehserie Hit & Miss eine transweibliche Auftragskillerin und gehört seit 2012 zum Ensemble der Horrorserie American Horror Story.

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Sevigny übernahm an der Seite von Natasha Lyonne eine Hauptrolle im Horrorfilm Antibirth (2016) des Puerto Ricaners Danny Perez, sowie neben Johnny Galecki und Anjelica Huston in der Horror-Komödie The Master Cleanse.<ref>Chloe Sevigny & Natasha Lyonne to topline Danny Perez’s Antibirth</ref>

Ihr Regiedbebut gab Sevigny im Jahr 2016 mit dem Kurzfilm Kitty, der Adaption einer Kurzgeschichte von Paul Bowles.<ref>Patrick Hipes: Chloë Sevigny Making Directorial Debut In Short Film ‘Kitty’. In: Deadline. 8. Januar 2016, abgerufen am 6. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Film war anschließend in Cannes zu sehen.<ref>Nancy Tartaglione: Cannes: Critics’ Week 2016 Lineup; Chloe Sevigny-Helmed Short To Close Section. In: Deadline. 18. April 2016, abgerufen am 6. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weitere Kurzfilme folgten, darunter White Echo, der 2019 ebenfalls Cannes lief.<ref name=":0" />

2025 spielte sie eine Hauptrolle in der absurden Komödie Magic Farm, die am 28. Januar 2025 beim Sundance Film Festival ihre Weltpremiere feierte und im April 2025 in den USA veröffentlicht wurde.<ref>Magic Farm. In: berlinale.de. Internationale Filmfestspiele Berlin, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref> Außerdem war sie in After the Hunt, einem Thriller von Luca Guadagnino, an der Seite von Julia Roberts und Andrew Garfield zu sehen.<ref>Damian Sprenger: „After the Hunt“ eröffnet New York Film Festival. In: blickpunktfilm.de. 23. Juli 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref> Der Film feierte seine Premiere im August 2025 beim Filmfestival von Venedig und startete im Oktober 2025 in den Kinos.

Neben ihrer Schauspielkarriere engagiert sich Sevigny für soziale und politische Anliegen, insbesondere für Frauen- und LGBTQ+-Rechte.<ref name=":0">Chloë Sevigny. In: kinoundco.de. Mediatainment Publishing Verlagsgesellschaft, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref>

Filmografie

Auszeichnungen und Nominierungen

Academy Award („Oscar“)

Golden Globe Award

  • 2000: Nominierung als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry
  • 2010: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie für Big Love

Independent Spirit Award

  • 1996: Nominierung als beste Nebendarstellerin für Kids
  • 2000: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin für Boys Don’t Cry

Satellite Award

  • 2000: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in einem Spielfilm-Drama für Boys Don’t Cry

Screen Actors Guild Award

  • 2000: Nominierung als beste weibliche Schauspielerin in einer Nebenrolle für Boys Don’t Cry

Weitere Preise

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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