Chilenische Seide
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Chilenische Seide | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cuscuta suaveolens | ||||||||||||
| Ser. |
Die Chilenische Seide (Cuscuta suaveolens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seide (Cuscuta) in der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Dieser Vollschmarotzer ist in Südamerika verbreitet.
Beschreibung
Chilenische Seide ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Ihr Stängel ist orangerot.<ref name="Hegi1966" /> Ihre Blüten stehen in lockeren traubigen Rispen und sind gestielt.<ref name="Hegi1966" /> Sie ähnelt der Nordamerikanischen Seide, besitzt jedoch größere Blüten und eine Kronröhre, die auffallend weit aus dem Kelch herausragt. Die Blüten sind 3 bis 4 Millimeter lang.<ref name="Hegi1966" /> Blütezeit ist August bis September.<ref name="Hegi1966" /> Der Kelch ist tief glockenförmig und wie die Krone fünfteilig.<ref name="Hegi1966" /> Die Schlundschuppen sind groß und fast so lang wie die Kronröhre und sind zusammen geneigt.<ref name="Hegi1966" /> Die 2 Griffel sind etwa so lang und breit wie der walzenförmige Fruchtknoten. Die Narben sind kopfig und mehr oder weniger abgeplattet.<ref name="Hegi1966" /> Die Kapsel ist zwei- bis viersamig; sie ist meist von der vertrockneten Krone umschlossen und springt nicht auf.<ref name="Hegi1966" /> Die Samen sind eiförmig, 1,65 Millimeter lang und 1,4 Millimeter breit; sie sind meist einseitig abgeplattet, rau, gelbbraun bis dunkelbraun und wiegen etwa 0,82 Milligramm.<ref name="Hegi1966" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" />
Ökologie
Die Chilenische Seide ist ein Vollschmarotzer.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Heimat der Art ist Chile, Argentinien, das südliche Brasilien und Uruguay.<ref name="WCSP" /> Sie ist fast weltweit ein Neophyt. In Europa hat sie Vorkommen in Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Italien, im früheren Jugoslawien und der früheren Tschechoslowakei, in Griechenland und in Polen.<ref name="POWO" /> Auch in Österreich kommt sie vor.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> In Deutschland wurde sie erstmals 1842 beobachtet und ist in Luzerne- und Kleefeldern zu finden.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie kommt hier westlich Köln, westlich Koblenz und bei Bad Kreuznach vor.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Taxonomie
Die Chilenische Seide wurde 1840 von Nicolas Charles Seringe in Annales des sciences physiques et naturelles, d'agriculture et d'industrie (Lyon) Band 3 Seite 519–521 als Cuscuta suaveolens erstbeschrieben.
Literatur
- Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="POWO">Cuscuta suaveolens. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN">Cuscuta suaveolens bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Hegi1966">Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2106–2108.</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Jens G. Rohwer: Cuscuta. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 652.</ref> </references>
Weblinks
- Cuscuta suaveolens Ser., Chilenische Seide. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Vorlage:BIB
- Chilenische Seide. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.