Cața
| Cața Katzendorf Kaca | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Romania.svg Rumänien | |||||
| Historische Region: | Siebenbürgen | |||||
| Kreis: | Brașov | |||||
| Koordinaten: | Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(2571) 46° 5′ N, 25° 17′ O
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| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||||
| Höhe: | 467 m | |||||
| Fläche: | 118,12 km² | |||||
| Einwohner: | 2.571 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 22 Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 507040 | |||||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 68 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | BV | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 24. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) | ||||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||||
| Gliederung: | Cața, Beia, Drăușeni, Ionești, Paloș | |||||
| Bürgermeister : | Liviu Ioan Vocilă (PNL) | |||||
| Postanschrift: | Str. Principală, nr. 223 Cața, jud. Brașov, RO–507040 | |||||
| Website: | ||||||
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Cața ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), siebenbürgisch-sächsisch Kaznderf, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage
Der Gemeinde Cața befindet sich im Osten des Siebenbürgischen Beckens, im Norden des Kreises Brașov. In der Homoroder Senke, am Zusammenfluss des Paloș mit dem Großen Homorod, einem Quellenfluss des Homorod, an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 132B und der Bahnstrecke Teiuș–Brașov, liegt der Ort ca. 8 Kilometer nördlich von Rupea (Reps); die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) befindet sich ca. 70 Kilometer südöstlich von Cața entfernt.
Geschichte
Die Geschichte der Besiedlung der Region reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden – auf einem von den Einheimischen „Der Steinberg“ (Dealu Pietrei) genannten Areal und in einer nah gelegenen Höhle – nach Angaben von G. Téglás, P. Pósta, I. Marțian, M. Roska und Kurt Horedt zahlreiche Funde gemacht, welche auf Behausungen der Jungsteinzeit und der Römerzeit deuten.<ref>Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 17. Oktober 2022 (rumänisch).</ref>
Katzendorf wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert von Siebenbürger Sachsen gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der Zeit um 1400, als in einem Register der Zinszahlung für die Kirche die Siedlung Katzendorf unter den Ortschaften des Kapitels Reps aufgezählt wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rupea-cohalm.ro, Cața – Die evangelische Wehrkirche (PDF; 136 kB) abgerufen am 1. Januar 2010 ( vom 9. November 2013 im Internet Archive)</ref>
1515 scheiterte ein Versuch von General Giovanni Battista Castaldo, den Ort an Adlige zu verleihen. Im Jahr 1540 kauften die Bauern von Cața den auf dem Dorfareal liegenden Landbesitz dem ungarischen Adligen Ferenc (Franziskus) Katzai de Galambfalva für 80 Gulden ab.<ref>Erwin Amlacher: Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen. Ein Beitrag zur europäischen Burgenkunde (= Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS). Wissenschaftliche Reihe, Bd. 95). IKGS-Verlag, München 2002, ISBN 3-88356-159-2, S. 127.</ref> Türken und Tataren fielen 1658 in den Ort ein und brannten ihn nieder. Katzendorf wurde in den Jahren 1683, 1706 und 1749 von Bränden heimgesucht. Im Jahr 1706 brannte das gesamte Dorf sowie die Kirche nieder.
Der Ort ist auch wegen seiner typischen, reichen Schreinermalerei und, da einige Familien bis zu sieben Pferde hatten, auch als „Pferdedorf“ bekannt.<ref name="hsrs">Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.</ref> Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind heute die Landwirtschaft und die Viehzucht.
Bevölkerung
Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:
| Volkszählung<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch).</ref> | Ethnie | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Bevölkerung | Rumänen | Ungarn | Deutsche | Andere | |||
| 1850 | 4.523 | 2.002 | 323 | 1.815 | 383 | |||
| 1920 | 4.709 | 2.287 | 574 | 1.825 | 23 | |||
| 1941 | 4.263 | 1.471 | 696 | 1.721 | 375 | |||
| 1977 | 3.359 | 1.360 | 939 | 531 | 529 | |||
| 1992 | 2.491 | 1.034 | 808 | 41 | 608 | |||
| 2002 | 2.570 | 1.079 | 888 | 20 | 583 | |||
| 2011 | 2.463 | 1.088 | 751 | 16 | 608 | |||
| 2021 | 2.571 | 1.099 | 483 | 16 | 973 | |||
Seit der offiziellen Erhebung von 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl – und gleichzeitig die der Rumänen und der Rumäniendeutschen – 1920 ermittelt. Die höchste Zahl der Ungarn (1.190) wurde 1966 und die der Roma (838) 2021 registriert. Des Weiteren wurden 1977 ein, 2002 zwei Ukrainer, 1910 34 und 1966 einer als Serbe und bei der Volkszählung 1880 zehn Slowaken registriert.
Auf dem Gebiet der Gemeinde lebten bis vor Ende des Zweiten Weltkrieges fast zu gleichen Teilen Rumänen und Sachsen, wobei Draas, Katzendorf und Meeburg eine deutsche, Paloș eine rumänische und Ionești eine ungarische Mehrheit besaßen. Mit dem Rückzug der deutschen Truppen Anfang September 1944 wurde von deutschen Offizieren die Evakuierung der Sachsen von Katzendorf und Draas (Drăușeni) angeordnet. Nach einer sieben Wochen langen Fahrt des Trecks, begleitet von 3–4 deutschen Soldaten, kam dieser in Amstetten (Niederösterreich) an. Im April 1945 wurde der größte Teil der Flüchtlinge in der Umgebung von Amstetten von der Roten Armee nach Rumänien zurückgeführt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evakuierung der Gemeinden Katzendorf und Draas durch vorstoßende deutsche Truppen in „Das Schicksal der Deutschen in Rumänien“, abgerufen am 27. November 2010 ( vom 14. März 2010 im Internet Archive)</ref>
Sehenswürdigkeiten
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- Die Kirchenburg, im 13. Jahrhundert errichtet, wurde in ihrer Geschichte mehrfach umgebaut, erweitert und renoviert. Die dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit zwei romanischen Zwillingsfenstern wurde 1250 errichtet. Von den zwei ca. 4 Meter hohen Mauern der Befestigungsanlage umgeben, stehen am inneren Ring drei Türme; am äußeren – zum Teil zerfallen – steht seit 1676 der fünfeckige „Pfarrerturm“.<ref name="hsrs" /> Die letzten Renovierungsarbeiten fanden 1969/70 statt. 2010 ist eine Dachsanierung der Kirchenburg durch die Hermann-Niermann-Stiftung vorgesehen.<ref>Siebenbuerger.de - Hermann-Niermann-Stiftung sichert Kirchenburgen, abgerufen am 1. Januar 2010</ref> Die Kirchenburg und Basilika stehen unter Denkmalschutz.<ref name="rokm">Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)</ref>
- Das Zentrum des Ortes (Piața Centrală im 13. Jahrhundert errichtet und im 19. umgebaut), die Häuser von Michael Lienert (Nr. 59, 1808 errichtet), Günther Thomes (Nr. 266, 1833 errichtet), Hones-Marcus (Nr. 142, 1824 errichtet) und von Georg Mathie (Nr. 265, 1872–1883 errichtet) stehen unter Denkmalschutz.<ref name="rokm" />
- Das evangelische Pfarrhaus, im 18. Jahrhundert errichtet, wurde vom Schriftsteller Frieder Schuller restauriert und ausgebaut. Hier organisiert Schuller seit 1992 nationale und internationale Kulturtreffen, wobei der „Dorfschreiberpreis von Katzendorf“ verliehen wird.<ref>Elise Wilk: Ich lebe in zwei Welten, Interview mit Frieder Schuller am 24. September 2014 bei adz.ro abgerufen am 22. März 2016</ref> Das Pfarrhaus steht unter Denkmalschutz.<ref name="rokm" />
- Die ehemalige deutsche Schule (1884 errichtet, heute die Dorfschule) und die ehemalige rumänische Schule (1936 errichtet) stehen unter Denkmalschutz.<ref name="rokm" />
- Die rumänische-orthodoxe Kirche Sf. Treime, im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.<ref name="rokm" />
Persönlichkeiten
- Ioan Popescu (1832–1892), Pädagoge und Mitglied der rumänischen Akademie.<ref>Ioan Popescu, auf der Webpräsenz der rumänischen Akademie, abgerufen am 26. November 2010 (rumänisch)</ref>
- Frieder Schuller (* 1942), Schriftsteller und Filmregisseur<ref>Frieder Schuller bei litde.com</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
Apața | Augustin | Beclean | Bod | Bran | Budila | Bunești | Cața | Cincu | Comăna | Cristian | Crizbav | Drăguș | Dumbrăvița | Feldioara | Fundata | Hălchiu | Hărman | Hârseni | Hoghiz | Holbav | Homorod | Jibert | Lisa | Măieruș | Mândra | Moieciu | Ormeniș | Părău | Poiana Mărului | Prejmer | Racoș | Recea | Sâmbăta de Sus | Sânpetru | Șercaia | Șinca | Șinca Nouă | Șoarș | Tărlungeni | Teliu | Ticușu | Ucea | Ungra | Vama Buzăului | Viștea | Voila | Vulcan