Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Casinos Austria – Wikipedia Zum Inhalt springen

Casinos Austria

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Casinos Austria AG)
Casinos Austria AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Casinos Austria.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1934
Sitz Wien, OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Leitung
  • Martin Skopek
    (Vorstandsdirektor)
Mitarbeiterzahl 3266 (2020)<ref name="geschaeftsbericht-2020">Geschäftsbericht 2020. (PDF; 5,1 MB) In: casinos.at. Abgerufen am 9. Mai 2022.</ref>
Umsatz 1,592 Mrd. Euro (2024)<ref name="evi.gv.at">Casinos Austria Aktiengesellschaft Konzernabschluss 2024. In: evi.gv.at. Abgerufen am 11. August 2025.</ref>
Branche Glücksspiel
Website www.casinos.at
Datei:Casinos-Austria-Logo-klein.jpg
Ehemals verwendete Version des Logos

Die Casinos Austria AG<ref>Firmenbuchdaten: Casinos Austria Aktiengesellschaft (FN 99639d). In: Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes – EVI. Abgerufen am 11. August 2025.</ref> (CASAG) betreibt in Österreich 12 Spielbanken und hält internationale Beteiligungen an Glücksspielbetrieben. Die Konzerngesellschaften der Aktiengesellschaft sind weltweit tätig. Der Sitz ist in Wien, im 3. Bezirk am Rennweg 44.

Das Unternehmen

Die Casinos der am 3. Jänner 1934 in Laxenburg konstituierten und am 5. Jänner 1934 ins Firmenbuch eingetragenen Österreichischen Casino A. G.<ref>Die Konzession für die Kasino-A. G.. In: Wiener Zeitung, Nr. 5/1934 (CCXXXI. Jahrgang), 6. Jänner 1934, S. 4, unten links. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrz,
Firmenprotokollierungen. (…) Abteilung B. Laxenburg, Oesterreichische Casino A. G.. In: Amtsblatt zur Wiener Zeitung, Nr. 13/1934 (CCXXXI. Jahrgang), 15. Jänner 1934, S. 30, Mitte rechts. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrz</ref> wurden 1967 von der Österreichischen Spielbanken AG (1985 umbenannt auf Casinos Austria AG) übernommen. Das Unternehmen gilt als einer der größten österreichischen Steuerzahler.<ref>Stefan Müller: Casino – Das Spiel seines Lebens. In: Die Zeit (Österreich-Ausgabe). Nr. 32, 2015 (Volltext mit Anmeldung [abgerufen am 24. Januar 2022]).</ref>

Datei:Baden bei Wien - Casino (1).JPG
Grand Casino Baden in Baden bei Wien
Datei:Schloss Klessheim.jpg
Casino Salzburg
Datei:Velden Am Corso 17 Casino SW-Ansicht 05072006 2946.jpg
Casino Velden am Wörther See
Datei:CasinoInnsbruck.JPG
Casino Innsbruck
Datei:Seefeld, Kasino von Südosten 2012 2.jpg
Casino Seefeld

Zur weltweit tätigen Casinos Austria Gruppe gehören 12 Casinos in Österreich sowie über das Tochterunternehmen Casinos Austria International (CAI) 31 Glücksspielbetriebe in 13 Ländern (24 Landcasinos, 4 Schiffcasinos und ein VLT-Standort (mit Video Lottery Terminals)).<ref>Casinos Austria International. In: casinosaustriainternational.com. Casinos Austria International Holding GmbH, abgerufen am 15. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2017 wurden Netto-Spielerlöse von 330,14 Millionen Euro in Österreich erzielt. Der Konzern beschäftigte 2017 in Österreich 1.890 und außerhalb Österreichs 1.623 Mitarbeiter.<ref>Geschäftsbericht Casinos Austria 2017 https://www.casinos.at/downloads/Geschaeftsbericht-2017-18.pdf</ref>

Nach der Novellierung des Glücksspielgesetzes 2010 (GSpG)<ref>RIS – Glücksspielgesetz – Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 19. November 2020. Abgerufen am 19. November 2020.</ref> wurden die Konzessionen für die bereits bestehenden 12 österreichischen Casinos neu vergeben. Die Vergabe erfolgte in zwei Paketen – einmal 6 Casinos in österreichischen Landeshauptstädten („Stadtpaket“), einmal 6 Casinos in ländlichen Touristenregionen („Landpaket“). Casinos Austria erhielt im Dezember 2012 den Zuschlag für das Stadtpaket sowie im September 2013 auch für das Landpaket und darf somit die bestehenden Häuser weitere 15 Jahre lang betreiben. Im Zuge der Neukonzessionierung wurde das im Jahr 1937 eröffnete Casino Bad Gastein im Jahr 2015 geschlossen und stattdessen ein Standort in Zell am See eröffnet.<ref>Gastein verliert sein Spielcasino auf ORF Salzburg vom 3. Oktober 2013, abgerufen am 7. März 2016.</ref><ref>Casino Bad Gastein auf Gastein.com abgerufen am 7. März 2016</ref>

2017 kamen 2,85 Millionen Besucher in die österreichischen Casinos (nach 3,01 Millionen 2016). In den Häusern von CAI wurden 5,1 Millionen Besucher gezählt (2016: 4,8 Millionen). Casinos Austria International durchlief eine mehrere Jahre dauernde Phase der Konsolidierung, bei der die weltweit betriebenen Casino-Standorte von 74 Casinos 2007 auf zuletzt 31 reduziert wurden. Im Jahr 2013 verkaufte CAI seine Tochtergesellschaften in Rumänien und Chile sowie eine Beteiligung an italienischen Video Lottery Terminals. Der argentinischen Tochtergesellschaft Entretenimientos y Juegos de Azar S.A. (ENJASA) wurde die Lizenz entzogen.<ref>Casinos Austria International droht Lizenzentzug – in Argentinien. In: boerse-express.com. Abgerufen am 19. Mai 2016.</ref> Gegen diesen Lizenzentzug läuft zwar eine Klage, er ist jedoch bis zum Ausgang der Nichtigkeitsklage rechtskräftig, der Spielbetrieb in der argentinischen Provinz Salta wurde mit 19. November 2013 eingestellt.

Casinos Austria ist nach § 25 GSpG zu einem strengen Spielerschutz verpflichtet, der unter anderem vorsieht, dass Casinos nur von Personen über 18 Jahren betreten werden dürfen, die sich ausweisen müssen und deren Spielverhalten beobachtet werden muss. Sollte ein Gast über seine finanziellen Verhältnisse spielen oder der Verdacht auf Spielsuchtgefährdung vorliegen, so ist das Casino verpflichtet, eine Sperre auszusprechen. Weiters kann jeder Gast auch freiwillige Selbstsperren veranlassen.<ref>Spielerschutz. In: casinos.at. Abgerufen am 19. November 2020.</ref> Als Folge der gesetzlichen Auflagen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Schadenersatzklagen, einige davon führten auch zu Zahlungen von Casinos Austria an die Betroffenen.<ref>Spielerschutz auch für EU-Bürger. In: kurier.at. 15. April 2012, abgerufen am 23. Dezember 2017.</ref><ref>Casinos Austria müssen Spielverlust teilweise rückerstatten. In: standard.at. 3. Februar 2005, abgerufen am 3. November 2025.</ref>

Aktionärsstruktur

Die Eigentümer der Aktien des nicht börsennotierten Unternehmens waren im Juni 2020:

Am 15. Jänner 2018 wurde die tschechische Sazka-Gruppe mit insgesamt 34 Prozent der Aktien zum Hauptaktionär der Casinos Austria AG. In einer außerordentlichen Hauptversammlung hatten die Aktionäre einen Zukauf jener 22,7 Prozent genehmigt, die von Leipnik-Lundenburger und Uniqa stammten. Davor war die Sazka-Gruppe bereits mit 11 Prozent an der CASAG beteiligt. Laut der Rechercheplattform Addendum wurden außerdem von der Sazka-Gruppe Vorverträge mit Novomatic und dem Bankhaus Schelhammer & Schattera für eine Übernahme von insgesamt rund 61 Prozent der Anteile unterschrieben.<ref>Renate Graber: Tschechische Sazka wird größter Aktionär der Casinos Austria AG. In: derstandard.at. 15. Jänner 2018, abgerufen am 10. März 2021.</ref> Wallner verkaufte seine Anteile an das Konsortium Epic von Peter Goldscheider.<ref>Andrea Hodoschek: Leo Wallner verkaufte seine Casinos-Aktien. In: Kurier. 21. Juli 2015, abgerufen am 1. Februar 2020.</ref> Im Juni 2020 verkaufte Novomatic ihren 17,19 % Anteil an Sazka.<ref>Tschechische Sazka Group übernimmt Mehrheit an Casinos Austria. In: derstandard.de. 26. Juni 2020, abgerufen am 26. Juni 2020.</ref>

Aufsichtsrat

Den Vorsitz im Aufsichtsrat hatte bis Juli 2020 Walter Rothensteiner inne,<ref>Casinos Austria – Rothensteiner verlässt Aufsichtsrat. In: orf.at. 28. Juli 2020, abgerufen am 16. Dezember 2020.</ref> Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG und Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes. Vizepräsident ist Generaldirektor Mag. Gerhard Starsich von der Münze Österreich AG.<ref>Casinos Austria: Aufsichtsrat | Über Uns | Unternehmen | Casinos Austria. Abgerufen am 20. November 2020.</ref> Leo Wallner gehörte dem Aufsichtsrat seit Ende Juni 2011 nicht mehr an. Wallner war seit Mai 2007 vier Jahre lang Vizepräsident des Aufsichtsrats gewesen, nachdem er davor das Unternehmen 39 Jahre lang als Generaldirektor geleitet hatte.

Im Dezember 2020 wurde Wolfgang Hesoun zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Casinos Austria AG bestellt.<ref name="orf3080990">Hesoun wird Aufsichtsratschef der Casinos. In: ORF.at. 16. Dezember 2020, abgerufen am 16. Dezember 2020.</ref>

Generaldirektoren

Konzerngesellschaften

  • Casinos Austria AG – Muttergesellschaft mit 12 österreichischen Casinos und Anteilseigner zahlreicher ausländischer Beteiligungen (zum Beispiel war die Casinos Austria (Swiss) AG bis 2024 mit einem Minderheitsanteil von 13,5 Prozent am Grand Casino Bern beteiligt<ref>Bern: Kursaal erhöht Beteiligung an Grand Casino. In: bernerzeitung.ch. 12. Juli 2024, abgerufen am 13. Juli 2024.</ref>).
  • Casinos Austria International – Unternehmen zur Planung, Errichtung und Betrieb von Casinos. Derzeit (2016) 33 Standorte.
  • Österreichische Lotterien Ges.m.b.H.: Lotto, Joker, EuroMillionen, Brieflos, Zahlenlotto, Österreichische Klassenlotterie etc. (zu 68 %)<ref name="organigramm">Österreichische Lotterien, Organigramm abgerufen am 13. September 2015</ref>
  • Entertainment Glücks- und Unterhaltungsspiel GmbH (zu 50 % und Österreichische Lotterien GmbH zu 50 %)<ref name="organigramm" />
    • Glücks- und Unterhaltungsspiel Betriebsgesellschaft m.b.H.: WINWIN<ref name="organigramm" />
    • win2day Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H.: win2day.at<ref name="organigramm" />
    • Österreichische Sportwetten Ges.m.b.H.: tipp3 (zu 56 %)<ref name="organigramm" />
  • Casinos Austria Gastronomie Betriebs Ges.m.b.H. – CAGAST – Gastronomie.
  • Casinos Austria Security Technology – CAST – Sicherheitstechnologie.
  • Congress Casino Baden Betriebsges.m.b.H. – Casino Baden mit Kongresszentrum.
  • ÖLG Holding GmbHHoldinggesellschaft<ref>ÖLG Holding GmbH auf www.firmenabc.at (abgerufen am 13. September 2015)</ref>

Casinos

Casinos Austria betreiben in folgenden österreichischen Orten Spiellokale:

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />

(*) 
Anmerkung: Kleinwalsertal ist ein nordöstlicher Teil von Vorarlberg, aus Sicht Österreichs eine funktionelle Exklave und Zollausschlussgebiet, straßenmäßig nur an Deutschland angebunden.

Casino Baden

Das Casino in Baden wurde nach Plänen der Architekten Eugen Fassbender und Maximilian Katscher in den Jahren 1884 bis 1886 als neues Kurhaus errichtet. Das Gebäude wurde im Stile der Neorenaissance anstelle des alten Theresienbades im Kurpark erbaut. Es wurde nach mehrfachen Umbauten 1995 als größtes Casino Europas samt Kongress- und Veranstaltungszentrum neu eröffnet.<ref>Casino Baden 2005. Die Geschichte des Gebäudes. In: Website Casinos Austria. Abgerufen am 29. September 2017.</ref> Das Casino wird regelmäßig für kulturelle Veranstaltungen (Lesungen, Konzerte) genutzt, auch findet dort der Internationale Chorwettbewerb Ave Verum statt.

Casino Velden

Datei:Casino Velden.jpg
Casino Velden, in Velden am Wörther See

Das Casino Velden wurde am 14. Juli 1950 als fünftes Casino in Österreich eröffnet. Im Sommer 1974 wurde ein Freiluft-Spielbereich mit vorerst zwei Tischen errichtet. Im November 1987 begann ein Neubau des Casinos, welches am 26. Mai 1989 eröffnet wurde.<ref>Casino Velden – Geschichte. In: casinos.at. Abgerufen am 20. November 2020.</ref> In Velden wird seit 2015 die von den Casinos Austria veranstaltete Poker-Europameisterschaft ausgespielt.<ref>Casinos Austria liefern Jahresbericht: Wieviel Umsatz macht das Casino Velden? In: 5min.at. 1. April 2016, abgerufen am 27. Juli 2021.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten