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Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (Hamburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
Datei:Carl-vonOssietzky-Gymnasium Hamburg.JPG
Schulform Gymnasium
Gründung 1968
Adresse Müssenredder 59
22399 Hamburg
Ort Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 39′ 16″ N, 10° 4′ 6″ OKoordinaten: 53° 39′ 16″ N, 10° 4′ 6″ O
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Schüler 1008 (Schuljahr 2025/26<ref name="SISy">Behörde für Schule und Berufsbildung zusammen mit dem Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ): Schulinfosystem SISy, Angaben zum Carl-von-Ossietzky-Gymnasium aus dem Schuljahr 2025/26. (Abgerufen im Januar 2026)</ref>)
Lehrkräfte 82
Leitung Frank Pauleit<ref name="Schulleitung">Schulleitung. In: cvo.hamburg.de. Abgerufen am 15. Oktober 2020.</ref>
Website cvo.hamburg.de

Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (CvO) ist ein staatliches Gymnasium im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel. Die Schule wurde 1968 als Gymnasium Müssenredder gegründet und 1984 nach Carl von Ossietzky benannt.

Geschichte

Die Schule wurde 1968 als Gymnasium Müssenredder gegründet.<ref name="Festschrift-25">Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (Hrsg.): Vom Gymnasium Müssenredder (1968-1984) zum Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (1984-1993) : unsere Schule in Hamburg-Poppenbüttel wird 25. Hamburg 1993. (Im Staatsarchiv Hamburg, A 558/0806)</ref> Die Grundsteinlegung am Müssenredder 59 erfolgte 1969, 1970 bezog die Schule dann den Neubau im ersten Bauabschnitt. 1974 wurde das Doppel-H-Gebäude fertiggestellt, 1978 Fachtrakt und Turnhalle.<ref name="Meyn">Boris Meyn: Die Entwicklungsgeschichte des Hamburger Schulbaus. Hamburg 1998, S. 507. (Inventarnummer 246)</ref> 1984 wurde das Gymnasium nach Carl von Ossietzky benannt.<ref name="Festschrift-25" />

Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium wurde 2009 als Club-of-Rome-Schule ausgezeichnet, zu dem Netzwerk zählten damals deutschlandweit 15 Schulen.<ref>50 Jahre CvO! In: Alstertal-Magazin, Ausgabe für Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel, usw., ZDB-ID 2711661-X, Nr. 02/2018, S. 36f.</ref> Mit Stand 2020 sind es 17 Schulen, zu denen immer noch das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium gehört.<ref>Unsere Schulen auf der Website der Club-of-Rome-Schulen, abgerufen im August 2020.</ref> Die Schule ist Mitglied im Schulverbund „Blick über den Zaun“.<ref>Liste der BüZ-Schulen auf der Website von „Blick über den Zaun“ (BüZ), abgerufen im Februar 2025</ref>

Von 2012 bis 2013 wurde die Kantine für die Ganztagsbetreuung erweitert und ein Theaterraum umgebaut.<ref name="SBH">SBH Hamburg (Hrsg.): Gute Räume für gute Bildung. Cubus, Hamburg 2016, S. 188. (Online)</ref>

Im Schuljahr 2019/20 wurde das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium zur Partnerschule des Nachwuchsleistungssport. Im Handball, Hockey und der Leichtathletik werden jugendliche Sportler gefördert. In den Jahrgängen 5–10 gibt es jeweils eine Sportklasse. In den Sportklassen der Jahrgänge 5 und 6 findet eine Förderung in allen drei Sportarten statt. Die Schulhalbjahre werden gedrittelt und in jedem Drittel wird die gesamte Klasse in einer der drei Sportarten gefördert. Die Kooperationspartner des Gymnasiums im Sportbereich sind die SG Hamburg-Nord (Handball), der Uhlenhorster HC (Hockey) und der SC Poppenbüttel (Leichtathletik).

Lage und Architektur

Das annähernd quadratische Schulgrundstück hat eine ungefähre Größe von 28.000 m². Das Schulgelände befindet sich nördlich der Hauptverkehrsstraße Poppenbütteler Weg (Teil des Ring 3), zwischen Tegelsbarg und Müssenkoppel. Nördlich begrenzt der Müssenredder den Schulstandort. Unmittelbarer Nachbar des Gymnasiums ist die 1974 gegründete Grundschule Müssenredder.

Die in den 1970er-Jahren errichteten Gebäude des Gymnasiums waren sämtlich Serienbauten nach Plänen des Hamburger Hochbauamtes.<ref name="Meyn" /> Das Hauptgebäude ist ein Serienschulbau vom Typ 68, nach dem Grundriss auch „Doppel-H“ genannt. Dieser Serienbau wurde vom Ende der 1960er- bis Mitte der 1970er-Jahre in den damaligen Rand- und Erweiterungsgebieten Hamburgs etwa 50-mal errichtet. Die dreistöckigen Gebäude bestehen aus industriell vorgefertigten Sandwich-Elementen, die an der Baustelle zusammengesetzt wurden. Die Fassaden wurden mit Waschbeton verkleidet.<ref>Boris Meyn: Die Entwicklungsgeschichte des Hamburger Schulbaus. Hamburg 1998, S. 274.</ref>

1996 wurde auf dem Schuldach eine Solaranlage montiert, finanziert durch Spenden des Schulvereins. Der gewonnene Strom wird in das Hamburger Stromnetz eingespeist und an den Stromversorger verkauft. Mit dem eingenommenen Geld werden weitere Investitionen getätigt. Inzwischen wurde eine zweite Anlage auf das Dach der neuen Turnhalle. Diese Zweifeldhalle („Sporthalle am Tegelsbarg“) wurde 2011 gebaut.<ref>Sporthalle am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Kleine Anfrage, Hamburg, 21. Wahlperiode, Drucksache 21/18920</ref>

Von 2021 bis 2028 wird im Auftrag der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) durch SBH | Schulbau Hamburg ein Neubau für das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium realisiert.<ref>Carl-von-Ossietzky-Gymnasium. In: Bildungsbau Hamburg. Abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref> Die Umsetzung des Projekts erfolgt in mehreren Phasen:

  1. 2021 wurde in mehreren Workshops ein auf die Schule abgestimmtes Funktions- und Raumkonzept entwickelt.
  2. Seit August 2023 laufen nach der Auswahl des Architekturbüros die Planungen für den Neubau.
  3. Im Herbst 2023 wurden erste Entwürfe vorgestellt, und seit Februar 2024 wird ein Konzept für die Auslagerung von Musik, Theater und Verwaltung erarbeitet.
  4. Im Frühsommer 2025 wurde auf dem Schulhof ein Containergebäude errichtet.
  5. Der Umzug der Verwaltung in die Container erfolgte im Frühjahr 2026. Ab April 2026 erfolgt der Abriss des alten Verwaltungsgebäudes.
  6. Zwischen 2026 und 2028 findet die Bauphase des Neubaus statt.
  7. Der Einzug in das neue Schulgebäude ist voraussichtlich im Jahr 2028 geplant
  8. Das sogenannte Oberstufenhaus soll anschließend ersatzlos abgerissen werden.<ref>Das CvO im Wandel. Abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref><ref>4-geschossiger Zu- und Ersatzbau Carl-von-Ossietzky-Gymnasium. In: Schulbau Hamburg. Abgerufen am 17. März 2026.</ref>

Außerschulisches

Der 1975 gegründete Pop-Chor Müssenredder spielte zwei professionell verlegte Schallplatten ein.<ref>LP Höhepunkte der Popmusik, 15 Titel, 1978
LP Will You Still Love Me Tomorrow, 16 Titel, 1979</ref>

Die Schülerzeitung OSSCAR (OSSietzky CARl) des CvO erscheint einmal im Quartal und war in verschiedenen Wettbewerben erfolgreich.

Das Gymnasium hatte Partnerschulen in:

Bekannte Ehemalige

  • Fredric Kroll (* 1945), Komponist und Schriftsteller (1974 Lehrer am Gymnasium)
  • Susanne Holst (* 1961), TV-Moderatorin, u. a. Tagesschau (Abitur am Gymnasium)
  • Frank Neubarth (* 1962), Fußballprofi und Nationalspieler (Schüler am Gymnasium)
  • Dieter H. Kollmer (* 1964), Militärhistoriker (1983 Abitur am Gymnasium)
  • Anja Knauer (* 1979), Schauspielerin (1997 Abitur am Gymnasium)<ref>Anja Knauer in: Internationales Biographisches Archiv 40/2020 vom 29. September 2020, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 31. Januar 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>
  • Arne Gabius (* 1981), Leichtathlet (2001 Abitur am Gymnasium)
  • Hannes Langrock (* 1983), Schachspieler (Schüler am Gymnasium)
  • Louisa Herfert (* 1986), Schauspielerin (2006 Abitur am Gymnasium)
  • Katharina Ursinus (* 1989), Schauspielerin (Schülerin am Gymnasium)
  • Milena Tscharntke (* 1996), Schauspielerin (2014 Abitur am Gymnasium)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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