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Kamelien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Camellia (Gattung))

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Kamelien
Datei:Camellia sinensis 01.jpg

Teestrauch (Camellia sinensis)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Teestrauchgewächse (Theaceae)
Gattung: Kamelien
Wissenschaftlicher Name
Camellia
Blume
Datei:Camellia fraterna 2006-05-03 020.jpg
Camellia fraterna
Datei:Camellia japonica MHNT.BOT.2010.13.3.jpg
Holz von Camellia japonica

Die Kamelien (Camellia) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae). Diese Gattung besteht aus etwa 200 bis 300 Pflanzenarten, darunter die bekannte Camellia japonica und die Teepflanze (Camellia sinensis). Die ursprüngliche Namensgebung durch Carl von Linné geschah zu Ehren von Pater Georg Joseph Kamel (1661–1706), der Camellia japonica von Manila nach Spanien brachte.

Beschreibung

Kamelien sind immergrüne Bäume oder Sträucher. Die wechselständig und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind ledrig und einfach. Meist ist ein Blattstiel vorhanden, der Blattrand ist meist gesägt, selten glatt, Nebenblätter fehlen.<ref name="FloraChina"> Beschreibung in der Flora of China. (engl.)</ref>

Die zwittrigen Blüten stehen einzeln oder höchstens zu dritt in den Blattachseln. Blütenstiele sind mittellang oder fehlen. Es gibt zwei oder mehr Vorblätter, diese sind hinfällig oder bleibend und lassen sich nur schwer von den Kelchblättern unterscheiden (Perule). Die meist fünf oder selten sechs bis zehn Kelchblätter sind an ihrer Basis schwach verwachsen. Die meist fünf bis acht (selten bis zu zwölf) Kronblätter sind an der Basis mehr oder weniger stark verwachsen. Die vielen Staubblätter stehen in zwei bis sechs Kreisen.<ref name="FloraChina" /> Der äußerste Staubblattkreis ist an seiner unteren Hälfte an den Kronblättern angewachsen, die Staubblätter können zu einer Röhre verwachsen sein, die Staubbeutel sind mehr oder weniger an ihrem Ansatz an den Staubfäden befestigt. Der oberständige Fruchtknoten ist drei- bis fünffächrig, mit ein bis zwei, selten bis zehn Samenanlagen je Fruchtblatt. Der Griffel ist einfach oder verzweigt oder besteht aus unverwachsenen Griffelästen.

Bei der Kapselfrucht bleibt der Kelch (die Perule) am Fruchtansatz erhalten, selten fällt er ab. Die Samen sind fast rund und ungeflügelt. Der Embryo ist gerade. Die fleischigen, halbrunden Keimblätter enthalten viel Öl.

Verbreitung

Die Gattung ist auf Ost-Asien beschränkt und bis Indomalesien verbreitet. Zentrum der Artenvielfalt ist Südchina. Kamelien sind nicht frosthart und überstehen nur kurze Frostnächte.

Systematik

Die Gattung besteht aus 100 bis 300 Arten. Sie wird in vier Untergattungen und 20 Sektionen gegliedert:

  • Untergattung Protocamellia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hung T.Chang
  • Untergattung Camellia
  • Untergattung Metacamellia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hung T.Chang
  • Untergattung Thea <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Hung T.Chang

Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind dabei:

  • Tee (Camellia sinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kuntze)
  • Camellia japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />L.
  • Camellia kissi <templatestyles src="Person/styles.css" />Wall.: Sie kommt in Indien, Nepal, Bhutan, Kambodscha, Thailand, Laos, Myanmar, Vietnam und China vor.<ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>
  • Camellia oleifera <templatestyles src="Person/styles.css" />C. Abel: Sie kommt in China, Myanmar, Vietnam und Laos vor,<ref name="GRIN" /> (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „bitterer Teebaum“).<ref></ref> Das genauere Ursprungsgebiet ist aber nicht bekannt.<ref name="GRIN" />
  • Camellia reticulata <templatestyles src="Person/styles.css" />Lindl.: Sie kommt in Guizhou, Sichuan und Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
  • Camellia saluenensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Stapf ex Bean: Sie kommt in Guizhou, Sichuan und Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
  • Camellia sasanqua <templatestyles src="Person/styles.css" />Thunb.: Sie kommt in Japan vor.<ref name="GRIN" />

Weitere Arten (Auswahl):

  • Camellia fraterna <templatestyles src="Person/styles.css" />Hance: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Henan, Jiangsu, Jiangxi und Zhejiang vor.<ref name="GRIN" />
  • Camellia petelotii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Merr.) Sealy: Sie kommt in Vietnam und in Guangxi vor.<ref name="GRIN" />
  • Camellia crapnelliana <templatestyles src="Person/styles.css" />Tutcher: Südchina

Verwendung

Die bekannteste Art der Gattung ist der Teestrauch und auch von wenigen weiteren Arten werden die Blätter zur Teegewinnung verwendet. Einige Arten und viele Hybriden werden als Zierpflanzen genutzt. Es gibt eine Reihe von Arten, die zur Produktion von Kamelienöl verwendet werden. Es gibt auch Arten mit essbaren Blüten. In der Teezeremonie Japans (wabi chan) werden neben den Blättern Blüten von Kamelien (tsubaki) für die Dekoration in der Tokonoma, vor allem zur Blütezeit im Frühjahr, verwendet. Eine sehr beliebte Sorte ist dabei Camellia japonica ´Shiratama´, aber auch ´Kamohonami´ wird gerne genommen.

Literatur

  • P.F. Stevens, S. Dressler, A.L. Weitzman: Theaceae. In:

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Kamelien (Camellia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien