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Calciumiodid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von CaI2)
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Calciumiodid
Vorlage:Farbe Ca2+ 0 Vorlage:Farbe I
Allgemeines
Name Calciumiodid
Andere Namen
  • Calcium(II)-iodid
  • Calciumdidiodid
Verhältnisformel CaI2
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff<ref name="webelements">Calcium diiodide bei webelements.com.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-276-8
ECHA-InfoCard 100.030.238
PubChem 5462722
ChemSpider 59629
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 293,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,956 g·cm−3 (20 °C)<ref name="alfa" />

Schmelzpunkt

740 °C<ref name="alfa"/>

Siedepunkt

1100 °C<ref name="alfa"/>

Löslichkeit

gut löslich in Wasser<ref name="alfa"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 302+352<ref name="alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Calciumiodid ist eine chemische Verbindung des Calciums und zählt zu den Iodiden. Es ist ein weißer, sich an der Luft langsam gelb färbender Feststoff.

Geschichte

Durch Reduktion von Calciumiodid mit Natrium gelang es Henri Moissan erstmals, reines Calcium zu gewinnen.<ref>Alain Tressaud: Henri Moissan: Chemie-Nobelpreisträger 1906. In: Angewandte Chemie. 2006, 118, S. 6946–6950, doi:10.1002/ange.200601600.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Wasserhaltige Calciumiodide kristallisieren beim Einengen aus wässrigen Lösungen aus. Je nach Konzentration bildet sich dabei das Hexa- oder Tetrahydrat. Wasserfreies Calciumiodid lässt sich nicht durch Entwässerung des Hydrates gewinnen, stattdessen kann es aus einer Calciumhydroxid-Lösung und Iod dargestellt werden. Dabei bilden sich Calciumiodid und Calciumiodat, dieses wird danach reduziert.<ref name="Hager">Beate Blümer-Schwinum, Hermann Hager, Franz von Bruchhausen, E. Nürnberg, Peter Surman: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Band 1-4. 5. Auflage, Birkhäuser, 1995, ISBN 978-3-540-52688-9, S. 607.</ref>

<math>\mathrm{6\ Ca(OH)_2 + 6\ I_2 \longrightarrow 5\ CaI_2 + Ca(IO_3)_2 + 5\ H_2O}</math>

Ein möglicher weiterer Weg zur Darstellung wasserfreien Calciumiodides ist die Zersetzung von Calciumoxalat mit Iod.<ref name="Hager"/>

<math>\mathrm{CaC_2O_4 + I_2 \longrightarrow CaI_2 + 2 CO_2 \uparrow}</math>

Eigenschaften

In ihren Eigenschaften unterscheiden sich das wasserfreie und wasserhaltige Calciumiodid deutlich. Die verschiedenen Hydrate sind leicht zerfließende, kristalline Massen, die schon bei 42 °C schmelzen, das heißt in ihrem eigenen Kristallwasser auflösen. Ist Calciumiodid-Hydrat im Kontakt mit Luft oder Licht, kann es Kohlenstoffdioxid aufnehmen bzw. Iod abgeben und verfärbt sich infolgedessen gelblich.<ref name="römpp">Eintrag zu Calciumiodid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Das wasserfreie Calciumiodid ist dagegen ein hochschmelzender kristalliner Feststoff, der in einer typischen Schichtstruktur, der hexagonalen Cadmiumiodid-Struktur kristallisiert. Im gasförmigen Zustand bildet es lineare Moleküle.<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1241.</ref>

Verwendung

Calciumiodid ist wie Kaliumiodid ein Expektorans.<ref>Kenneth L. Becker, John P. Bilezikian: Principles and practice of endocrinology and metabolism. 3. Auflage, Lippincott Williams & Wilkins, 2001, ISBN 978-0-781-71750-2, S. 362.</ref>

In der Technik wird die Verbindung als Szintillationskristall und in Halogenlampen verwendet.<ref name="römpp"/>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Calciumfluorid | Calciumchlorid | Calciumbromid | Calciumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumiodid | Magnesiumiodid | Calciumiodid | Strontiumiodid | Bariumiodid | Radiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende