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Bültsee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bültsee (dän. Bulsø)
Datei:Bültsee - Bulsø 1.jpg
Geographische Lage Schwansen, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein
Zuflüsse keine
Abfluss keiner
Ufernaher Ort Kosel, Eckernförde, Schleswig, Fleckeby
Daten
Koordinaten 54° 29′ 41″ N, 9° 45′ 14″ OKoordinaten: 54° 29′ 41″ N, 9° 45′ 14″ O
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Höhe über Meeresspiegel 9,03 m ü. NN
Fläche 19,8 ha<ref name="Daten">Vorlage:Umweltanwendungen-SH</ref>
Volumen 600.000 m³<ref name="Daten" />
Umfang 2,4 km<ref name="Daten" />
Maximale Tiefe 13,4 m<ref name="Daten" />
Mittlere Tiefe 3,03 m<ref name="Daten" />
Einzugsgebiet 1,91 km²<ref name="Daten" />

Besonderheiten

oligotrophes Gewässer, NSG

Der Bültsee (dänisch: Bulsø) liegt zwischen Schleswig und Eckernförde südlich von Kosel, auf dem Schnaaper Sander (benannt nach dem Ort Schnaap) im Norden von Schleswig-Holstein. Es handelt sich um ein Toteisloch, das in der letzten Kaltzeit (Weichsel-Eiszeit) entstanden ist.<ref name=":0">Naturpark Schlei – Naturschutzgebiet "Bültsee und Umgebung". Abgerufen am 25. Juni 2019.</ref>

Der See gilt als oligotroph (nährstoffarm) und ist Standort von Pflanzen, die nur an nährstoffarmen Gewässern gefunden werden, wie z. B. Wasserlobelie, Brachsenkraut, Strandling und Wechselblütiges Tausendblatt. Die Seeufer sind Brutgebiet des Flussregenpfeifers.<ref name=":0" /> Der See und sein Uferbereich stehen seit 1982 unter Naturschutz (NSG Bültsee und Umgebung) und wird derzeit (Stand 2019) von Galloway des Vereins Bunde Wischen e.V. beweidet.<ref>Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BültseeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bültsee und Umgebung" vom 3. Juni 1982 | gültig ab: 01.01.2003. Abgerufen am 25. Juni 2019.</ref> Beabsichtigt wird damit die

„... Erhaltung eines in weitgehend baumfreier Landschaft liegenden, nährstoffarmen Sees und seiner Uferbereiche einschließlich der hier lebenden charakteristischen Pflanzen und Tiere"“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />(§ 3 der Naturschutzverordnung, siehe Weblink).

Der See wird vom Grundwasser gespeist und hat weder Zu- noch Abfluss. Am Westufer befindet sich eine Badestelle (zwischen Eckernförde und Fleckeby nahe der B 76)<ref>Angaben zur Badewasserqualität</ref>

Der Name des Sees ist um 1600 erstmals schriftlich dokumentiert. Das Präfix leitet sich vom altdänischen bolt in der Grundbedeutung ründliche Erhöhung<ref>John Kousgård Sørensen: Danske sø- og ånavne. Bd. 1, Akademisk forlag København 1968, S. 255</ref> (vgl. auch idg. *bhelaufschwellen, sprudeln, rund sein) ab.

Siehe auch

Literatur

  • Muuß, Petersen, König: Die Binnengewässer Schleswig-Holsteins. zahlr. Abb., Wachholtz-Verlag, Neumünster 1973.

Weblinks

Commons: Bültsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />