Wasserburg Argen
| Wasserburg Argen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Ansicht um 1575 | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Langenargen | |||||
| Entstehungszeit | um 1330 bis 1340 | |||||
| Burgentyp | Niederungsburg, Ortslage | |||||
| Erhaltungszustand | Burgstall | |||||
| Ständische Stellung | Grafen | |||||
| Geographische Lage | 47° 36′ N, 9° 32′ O
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| Höhenlage | 397 m ü. NN | |||||
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Die Wasserburg Argen ist eine abgegangene Wasserburg am Bodensee in Langenargen im baden-württembergischen Bodenseekreis.
Geschichte
Die Wasserburg wurde um 1330 bis 1340 von den Grafen von Montfort erbaut. Sie brannte Ende des 15. Jahrhunderts ab und wurde im Bauernkrieg stark befestigt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1647 erobert und brannte im Zuge des Abzugs der schwedischen Truppen aus. Graf Hugo XVIII. von Montfort stellte die Burg wieder her und ließ sie zu einem barocken Schloss mit Orangerie ausbauen. Sie diente ihm bis zu seinem Tod 1662 als Alterswohnsitz.
Nach dem Konkurs der Grafen von Montfort gelangte die Anlage 1779 an das Haus Habsburg, diente um 1800 als Gefängnis, kam 1805 an Bayern und wurde an örtliche Gastwirte auf Abbruch verkauft. Als Langenargen und damit die Burganlage 1810 an Württemberg überging wurde das Abbruchrecht widerrufen. Im Jahr 1858 kaufte Wilhelm I. von Württemberg für 3.000 Gulden die Ruine der alten Burg Argen und ließ die restlichen Mauern 1861 abbrechen. Auf dem Burgstall ließ er das heutige Schloss Montfort errichtet.<ref>Langenargen bei leo-bw.de</ref><ref>Wasserburg Argen in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref>
Literatur
- Max Miller, Gerhard Taddey (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6: Baden-Württemberg (= Kröners Taschenausgabe. Band 276). 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1980, ISBN 3-520-27602-X.
- Alois Schneider: Burgen und Befestigungsanlagen des Mittelalters im Bodenseekreis. Eine Bestandsaufnahme. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg. Band 14, 1989, S. 515–567, hierzu S. 578–580 Nr. 29 (online).
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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