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Weidenblättriges Ochsenauge

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(Weitergeleitet von Buphthalmum salicifolium)

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Weidenblättriges Ochsenauge
Datei:Illustration Buphthalmum salicifolium0.jpg

Weidenblättriges Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), Illustration

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Ochsenaugen (Buphthalmum)
Art: Weidenblättriges Ochsenauge
Wissenschaftlicher Name
Buphthalmum salicifolium
L.

Das Weidenblättrige Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), auch Ochsenauge, Weidenblatt-Rindsauge oder Rindsauge genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ochsenaugen (Buphthalmum) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="InfoFlora" /><ref name="Euro+Med" />

Beschreibung

Datei:Buphthalmum salicifolium01.jpg
Habitus im Habitat
Datei:Buphthalmum salicifolium sl4.jpg
Dreireihige Korbhülle mit untereinander ungefähr gleich langen, zugespitzten Hüllblättern.
Datei:Buphthalmum salicifolium sl6.jpg
Durchgeschnittener Blütenkorb: die Röhrenblüten werden von ihren Spreublättern deutlich überragt.

Vegetative Merkmale

Das Weidenblättrige Ochsenauge wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern. Der aufrechte, meist verzweigte, kurz behaarte Stängel ist gleichmäßig wechselständig beblättert und unter dem Körbchen hohl.

Von den wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind die unteren lang gestielt und die obersten mit verschmälertem Grund sitzend. Die einfache Blattspreite ist lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich, ganzrandig oder fein gezähnt und schütter behaart.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die Blütenkörbe stehen einzeln oder zu wenigen am Stängelende. Die Zunge der Zungenblüten ist goldgelb, 2,5 Millimeter breit und 11 bis 16 Millimeter lang.

Von den 3 bis 4 Millimeter langen Achänen, die äußeren dreikantig-geflügelt. Der häutige Pappus ist nur etwa 0,5 Millimeter lang.<ref name="InfoFlora" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.<ref name="InfoFlora" /><ref name="Oberdorfer2001" />

Verwechslungsmöglichkeiten

Das Weidenblättrige Ochsenauge, bereits im Mittelalter als Ochsenauge bezeichnet, hat Ähnlichkeit mit der Färberkamille sowie recht große Ähnlichkeit mit dem Weidenblättrigen Alant, wurde früher auch als „Alant“<ref name="Marzell">Heinrich Marzell: Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen. 5 Bände, Leipzig, ab Band 3 Stuttgart/Wiesbaden, Band 1, S. 696 f.</ref> bezeichnet und wird von Unkundigen nicht selten mit Arnika<ref>Vgl. auch Claudia Erbar, Karin Zimmermann: Der Codex Palatinus germanicus 539 – eine Pflanzenliste aus dem 15. Jahrhundert. 2009 (Digitalisat), S. 51 (zu ossenauge).</ref> verwechselt. Bei Arnika sind die Laubblätter jedoch gegenständig.

Vorkommen

Die zwei Unterarten von Buphthalmum salicifolium kommen von den Alpen und Voralpen in Frankreich, in Italien, in der Schweiz, Deutschland, Österreich bis Belgien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und auf der Balkanhalbinselvor.<ref name="Euro+Med" /> In Österreich kommt das Weidenblättrige Ochsenauge häufig bis sehr häufig in allen Bundesländern vor. In der Schweiz ist sie ebenso verbreitet.<ref name="InfoFlora" /> In den Allgäuer Alpen steigt das Weidenblättrige Ochsenauge im Tiroler Teil an der Rotwand bei Elbigenalp bis zu einer Höhenlage von 2000 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert2004" />

Diese kalkstete Pflanzenart gedeiht am besten auf Kalk-Magerrasen, (selten in Feuchtwiesen), trockenen Wäldern von der submontanen bis subalpinen Höhenstufe. Das Weidenblättrige Ochsenauge ist in Hochlagen eine Art der Seslerietalia-Gesellschaften, in tieferen Lagen in Pflanzengesellschaften der Verbände Mesobromion, Molinion, Erico-Pinion oder Geranion sanguinei.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w+ (mäßig trocken aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Buphthalmum salicifolium erfolgte 1753 in Species Plantarum, Tomus I, S. 904.<ref name="Euro+Med" />

Je nach Autor gibt es etwa zwei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />

  • Buphthalmum salicifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. salicifolium: Sie kommt von in den Alpen und Voralpen in Frankreich, in Italien, in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Belgien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und auf der Balkanhalbinsel.<ref name="Euro+Med" />
  • Buphthalmum salicifolium subsp. flexile <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bertol.) Garbari (Syn.: Buphthalmum flexile <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertol.): Sie kommt in Frankreich und in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete, 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 923. </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 589. </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Datenblatt Buphthalmum salicifolium In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="InfoFlora"> Buphthalmum salicifolium L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>

Weblinks