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Bruno Leuschner (Politiker)

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(Weitergeleitet von Bruno Max Leuschner)
Datei:Bundesarchiv Bild 183-B1026-0004-005, Bruno Leuschner.jpg
Bruno Leuschner, 1963
Datei:Bundesarchiv Bild 183-57522-0001, Leune-Werke, Chemiekonferenz.jpg
Leuna-Werke, Chemiekonferenz am 3. November 1958

Bruno Max Leuschner (* 12. August 1910 in Rixdorf; † 10. Februar 1965 in Ost-Berlin) war Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR.

Werdegang

Bruno Leuschner war der Sohn eines Schuhmachers<ref>Einige Quellen bezeichnen Bruno Leuschner als den Sohn des Sozialdemokraten Wilhelm Leuschner. Das berichten zwei ältere Lexika: Lexikon in einem Band. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, Leipzig 1953, S. 593, und dtv-Lexikon - Ein Konversationslexikon in 20 Bänden, Band 11. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1971, S. 198. Wer war wer in der DDR?, Neue Deutsche Biographie und Munzinger-Archiv (siehe die Literatur im Personenartikel zu Bruno Leuschner) erwähnen das nicht. Aus deren Angaben lässt sich schließen, dass es sich bei Brunos Vater wohl nicht um Wilhelm Leuschner handelte. Andere Quellen erwähnen nur, dass der Vater Schuhmacher und die Mutter Heimarbeiterin (Näherin) war. ({{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#if:

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Politik

Leuschner war 1945 am Aufbau der Wirtschaftsabteilung der KPD beteiligt, deren Vorsitzender er wurde. Als Leiter der Abteilung Wirtschaft und Finanzen der SED war er ab 1947 maßgeblich am Aufbau der Deutschen Wirtschaftskommission beteiligt, wo er zunächst Leiter der Abteilung für Wirtschaftsfragen und ab 1948 zuständig für Planung war. In dieser Funktion war er entscheidend an der Ausarbeitung des Halbjahresplanes 1948 und des Zweijahresplanes 1949/1950 beteiligt.

Datei:Wandlitz Waldsiedlung - Haus 4 - DSC 0125.jpg
Waldsiedlung Wandlitz, das einst von Leuschner sowie Egon Krenz und Werner Lamberz bewohnte „Haus 4“

Von 1950 bis 1952 war Leuschner erster Stellvertreter des Vorsitzenden und von 1952 bis 1961 als Nachfolger von Heinrich Rau Vorsitzender der Staatlichen Plankommission. Außerdem war er von 1950 bis 1965 Mitglied des Zentralkomitees der SED, von 1953 bis 1965 Abgeordneter der Volkskammer, ab 1953 Kandidat und ab 1958 Mitglied des Politbüros des ZK der SED, 1955 bis 1965 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates, 1960 bis 1963 Mitglied des Staatsrates und 1960 bis 1965 Mitglied des Nationalen Verteidigungsrates. Im Jahr 1961 wurde er vom ZK der SED seiner Funktion als Vorsitzender der Staatlichen Plankommission enthoben, wurde Minister für die Koordination volkswirtschaftlicher Grundaufgaben beim Präsidium des Ministerrates und ab Juni 1962 Ständiger Vertreter der DDR im Exekutivkomitee des RGW.

Leuschner war mit Renate Bischoff (1924–2018) verheiratet und Vater von zwei Söhnen.<ref>Letztes Geleit – Staatsakt im Hause des Zentralkomitees. In: Berliner Zeitung, 15. Februar 1965, S. 1.</ref>

Ehrungen

Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Gedenkstätte der Sozialisten (Urnenwand) - Leuschner.jpg
Grabstätte

Zu Lebzeiten

Leuschner erhielt am 6. Mai 1955 den Vaterländischen Verdienstorden in Gold, 1958 die Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus und wurde 1960 als Held der Arbeit ausgezeichnet.

Posthum

Leuschners Urne wurde in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg beigesetzt.

Das Kernkraftwerk in Lubmin bei Greifswald wurde zu Leuschners Ehren VEB Kernkraftwerk „Bruno Leuschner“ Greifswald benannt. Der Betrieb war Stammbetrieb des ebenfalls nach ihm benannten VE Kombinat Kernkraftwerke „Bruno Leuschner“ Greifswald. Die Raoul-Wallenberg-Straße in Berlin-Marzahn trug bis 1992 den Namen Bruno-Leuschner-Straße. Ferner wurde die 1990 abgewickelte Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst nach ihm benannt.

Die Deutsche Post der DDR gab 1990 zu Leuschners Ehren eine Sondermarke in der Serie Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung heraus.<ref> Sonderbriefmarke Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung (XVI), Entwurf: Gerhard Stauf, Nennwert zu 10 Pf (DDR, MiNr. 3300).</ref>

Literatur

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Einzelnachweise

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Weblinks

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