Brandversicherungsanstalt Dresden (Gebäude)
Die ehemalige Brandversicherungsanstalt ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude in der Inneren Neustadt von Dresden, Palaisplatz 2a–d. 2019 bis 2021 wird das Gebäude saniert, 52 Eigentumswohnungen werden darin eingerichtet.<ref name="Seidel+Architekten">Seidel Architekten Pirna: 2012–2016 Sanierung Palaisplatz 2a–2d in Dresden. (online [abgerufen am 3. Oktober 2015]).</ref>
Beschreibung
Das palastartige Gebäude mit neobarocker Sandsteinfassade wurde von 1899 bis 1901 nach Entwurf des Architekten Oswald Haenel als repräsentativer Eckbau errichtet. Mit seinen zahlreichen Jugendstilelementen ist es der wahrscheinlich älteste öffentliche Bau mit solchem deutlich vernehmbarem Bauschmuck.<ref>Volker Helas, Gudrun Peltz: Jugendstilarchitektur in Dresden. Knop, Dresden 1999, ISBN 3-934363-00-8, S. 50.</ref> Vier Treppenhäuser erschließen das fünfstöckige Baudenkmal. Nach der Brandversicherungsanstalt hatten die Dresdner Wasserwirtschaft und die Lokale Agenda ihren Sitz in dem Gebäude.<ref name="SZ1015">Bettina Klemm: 200 Wohnungen entstehen am Palaisplatz. In: Sächsische Zeitung. 13. Oktober 2015 (kostenpflichtig online [abgerufen am 18. April 2019]).</ref>
Zwischen 1990 und 1992 fand eine erste Sanierung zum Bürogebäude statt.<ref name="SZ0419">Peter Hilbert: Baustart am Neustädter Palaisplatz. In: Sächsische Zeitung. 18. April 2019 (online [abgerufen am 18. April 2019]).</ref><ref>Neuer Glanz im Barockviertel. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 1. Dezember 2018 (kostenpflichtig online [abgerufen am 18. April 2019]).</ref> Ab Ende der 1990er Jahre stand das Gebäude leer.<ref>Peter Hilbert: Neuer Glanz für neobarocken Prunkbau. In: Sächsische Zeitung. 21. November 2018 (online [abgerufen am 18. April 2019]).</ref> Der damals geplante Umbau zu einem Luxushotel wurde nicht in Angriff genommen.<ref name="SZ1015" />
2016 kaufte die CG Gruppe das Gebäude. Im April 2019 begann die erneute Sanierung, geplant vom Architekturbüro Seidel+Architekten. Mit veranschlagten Gesamtkosten von 25 Millionen Euro sollten innerhalb von zwei Jahren auf einer Nutzfläche von 5334 Quadratmetern 52 Wohnungen entstehen.<ref name="Seidel+Architekten" /> Während der Sanierung wurden unter anderem alte Stromleitungen und Fußbodendielen entfernt und nicht tragende Wände abgerissen, gleichzeitig aber die meisten der 180 alten Türen gesichert und aufgearbeitet. Auch die Türportale sollten erhalten sowie die geschwungenen Sandsteinelemente, die Plastiken und der Granitsockel gereinigt werden. In den Foyers sollte der Kunstmarmor aus der Bauzeit freigelegt werden.<ref name="SZ0419" /> Außerdem sollte das Dach um 40 Zentimeter angehoben werden.<ref>Peter Hilbert: Palaisplatz-Bau kriegt eins auf's Dach. In: Sächsische Zeitung. 30. Juli 2019 (kostenpflichtig online [abgerufen am 12. Januar 2021]).</ref>
Literatur
- Barbara Bechter u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Dresden. (Sonderband) Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2005, ISBN 3-422-03110-3, Seite 117.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 51° 3′ 41,9″ N, 13° 44′ 20,6″ O
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