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Alter Botanischer Garten (Göttingen)

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Datei:Göttingen asv2022-06 img10 Alter Botanischer Garten.jpg
Szene im alten botanischen Garten
Datei:FarnhausGoettingen17.jpg
Farnhaus (erbaut 1857 als Orangerie)
Datei:Goettingen Alter Botanischer Garten 03.jpg
Gewächshaus von 1738
Datei:GÖ, Gewächshäuser Bot. Garten, 2019.jpg
Gewächshäuser des 19. Jahrhunderts (2019)

Der Alte Botanische Garten ist eine Einrichtung der Georg-August-Universität in Göttingen. Der Garten befindet sich im Nordosten der mittelalterlichen Innenstadt. Die Gartenanlage grenzt im Westen an das Auditorium und im Südosten an das Deutsche Theater. Er besitzt eine Größe von 5 Hektar und beinhaltet mehr als 12.000 verschiedene Pflanzenarten, die vom Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität betreut werden.

Beschreibung

Der Garten wurde 1736 durch den Polyhistor Albrecht von Haller unmittelbar nach Einrichtung der Universität als Hortus medicus begründet. Mit Aufhebung der Universität Helmstedt 1810 gingen die Pflanzenbestände aus deren Botanischem Garten auf den Göttinger Garten über.<ref>Botanischer Garten*, Academia Julia [Carolina] zu Helmstedt (1576-1810) · Universitätssammlungen in Deutschland. Abgerufen am 15. Juli 2025.</ref> Nach dem Abbruch der Häuser Hallers am Botanischen Garten wurden dort 1956 die Gebäude des Albrecht-von-Haller-Instituts für Pflanzenwissenschaften errichtet, das auch die Algensammlung der Universität Göttingen und ihr Herbarium verwaltet,<ref>Alfred Oberdiek: Göttinger Universitätsbauten. Die Baugeschichte der Georg-August-Universität. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Verlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2002, ISBN 3-924781-46-X, S. 120. (Digitalisat im Internet Archive, Memento vom 30. Januar 2023 im Internet Archive).</ref> sowie zwei Abteilungen des Johann-Friedrich-Blumenbach Instituts für Zoologie und Anthropologie.<ref>Über uns. In: Johann-Friedrich-Blumenbach Institut für Zoologie und Anthropologie auf der Website der Georg-August-Universität Göttingen. Abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref>

Die historische Anlage des Gartens wurde später außerhalb des Stadtwalls erweitert. Diese Bereiche sind durch drei historische Tunnel, die den Wall unterqueren, angebunden. Innerhalb des Walles befinden sich mehrere öffentlich zugängliche Gewächshäuser (historisches Farnhaus, Orangerie, Kalthaus, Regenwaldhaus, Cycadeenhaus, Araceenhaus, Sukkulentenhaus, Kakteenhaus) sowie Institutsgebäude. Außerhalb des Walles befindet sich eine Bepflanzung nach neuesten phylogenetischen Erkenntnissen. Infotafeln vermitteln Besuchern Grundzüge der Systematik des Pflanzenreichs. Zudem befinden sich dort u. a. ein Alpinum mit verschiedenen Lebensräumen, ein historischer Garten und ein Arboretum. Die Anlage wird nach den Grundsätzen der Biodiversitätskonvention betrieben. Der Arbeitskreis Wildbienen der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen hat 2019 Nisthilfen für Bienen installiert, die unter anderem darüber aufklären sollen, dass viele populäre Nistehilfen (z. B. aus Baumärkten) ungeeignet für Bienen sind.<ref>Der Arbeitskreis Wildbienen stellt sich vor. In: biologische-schutzgemeinschaft.de. Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen e. V., abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref> Bis heute konnten hier, wie auch im Experimentellen Botanischen Garten über 100 verschiedene Arten von Wildbienen nachgewiesen werden, darunter viele seltene und bedrohte Arten.<ref>Thomas Kopietz: Botanische Gärten: Die Wiederentdeckung der Sandbiene. In: hna.de. HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine), 3. Dezember 2023, abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref>

Am Rande des Geländes befindet sich außerdem das entsprechend benannte Café Botanik.

Der Garten zählt etwa 100.000 Besucher im Jahr.

Persönlichkeiten

Mit diesem Garten verbinden sich die Namen von

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 32′ 17,9″ N, 9° 56′ 17,4″ O

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