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Bonprix

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Bonprix Handelsgesellschaft mbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Bonprix Logo 2023.svg
Rechtsform GmbH
Gründung Mai 1986
Sitz Hamburg, Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl ca. 2500 (2024)<ref name="Geschäftsjahr2023/24">Fashion Brand bonprix erzielt Umsatz von 1,52 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023/24 – Neu aufgestellte Geschäftsführung ab April. In: Bonprix. 27. März 2024, abgerufen am 13. Mai 2024.</ref>
Umsatz 1,52 Milliarden Euro (2023/24)<ref name="Faber2024-03-24">Jelena Faber: Bonprix verliert Umsatz, neu aufgestellte Geschäftsführung. In: Textilwirtschaft. 27. März 2024, abgerufen am 13. Mai 2024.</ref>
Branche Multichannel-Modeeinzelhandel
Website www.bonprix.de/corporate/

Die Bonprix Handelsgesellschaft mbH (Eigenschreibweise bonprix Handelsgesellschaft mbH) ist ein deutscher Modeanbieter. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Otto Group, hat seinen Hauptsitz in Hamburg und ist in über 25 vorwiegend europäischen Märkten aktiv.<ref name="OttoKonzernabschluss">Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2020 bis zum 28.02.2021. In: North Data. 28. Februar 2021, abgerufen am 13. Mai 2024.</ref>

Als Multichannel-Anbieter betreibt das Unternehmen Online- bzw. Mobile Shops und Katalogversand.<ref name="Heinemann2019-S347">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Online-Anteil am Umsatz lag im Geschäftsjahr 2020/21 bei rund 88 %<ref name="OttoKonzernabschluss" />, mehr als 54 % des Umsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet.<ref name="Heinemann2019-S347" /> In Deutschland gehört Bonprix zu den größten Onlineshops und belegte 2023 im EHI-Ranking der umsatzstärksten Onlineshops Platz 4 im Hauptproduktsegment Mode.<ref>Bert Rösch: Rangliste des EHI Retail Institutes: Das sind die 25 umsatzstärksten Online-Modehändler. In: Textilwirtschaft. 11. Oktober 2023, abgerufen am 12. Januar 2024.</ref>

Geschichte

Datei:Bonprix Headquarters at Otto Group Campus in Hamburg.jpg
Firmensitz von Bonprix in Hamburg
Datei:Bonprix logo.svg
Früheres Logo

Die Bonprix Handelsgesellschaft mbH wurde 1986 als Tochterunternehmen des Otto-Konzerns gegründet. Die Geschäftsführung bildeten Hans-Joachim Mundt und Michael Newe, 1988 kam Josef Teeken dazu. 1989 wurde die 1-Mio.-DM-Umsatzgrenze erreicht.<ref name="InterviewWelt">Stephan Maaß: Otto-Tochter Bonprix - die Billig-Macht im Modegeschäft. In: Die Welt. 24. Mai 2011 (welt.de [abgerufen am 19. Oktober 2018]).</ref> 2010 wurde erstmals ein Umsatz von mehr als 1 Mrd. Euro erwirtschaftet.<ref>Fabeau: Neuer Chef bei Bonprix. In: Fashion Network. 23. Februar 2011, abgerufen am 23. Mai 2023.</ref>

Internationale Expansion

Seit den 1990er Jahren weitete Bonprix seine Handelstätigkeit international aus: nach Frankreich und Polen (1991), Italien (1992), Belgien (2003), Griechenland, in die Niederlande und nach Tschechien (2004), Estland, Großbritannien, Lettland und in die Schweiz (2005), nach Luxemburg, Österreich, Russland und in die Slowakei (2006), nach Ungarn (2007), in die Ukraine (2008) und nach Schweden (2009). 2009 wurde der US-amerikanische Bademodenhersteller Venus Swimwear übernommen und in den folgenden Jahren ausgebaut.<ref>Jochen Krisch: Shopbörse: Otto übernimmt Venus Swimwear in den USA. In: Exciting Commerce. 12. Juli 2009, abgerufen am 23. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 2010 ist Bonprix außerdem in Rumänien vertreten, seit 2012 in Brasilien und Kasachstan, seit 2017 in Norwegen, seit 2020 in Spanien und seit 2021 in Finnland.<ref name="FashionNetwork2021-04-20">Bonprix steigert Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 auf 1,76 Milliarden Euro. In: Fashion Network. 20. April 2021, abgerufen am 23. Mai 2023.</ref>

Entwicklung des Geschäftsmodells

Der erste Bonprix-Katalog kam 1986 auf den Markt, dieser wies 32 Seiten auf; 2015 umfassen die Kataloge über 200 Seiten.<ref name="InterviewWelt" />

Der deutsche Webshop des Unternehmens ging 1997 online. Bis 2020 eröffneten Onlineshops in acht weiteren Ländern.<ref name="FashionNetwork2021-04-20" /> 2011 startete in Deutschland der erste Bonprix-Webshop für Mobilgeräte, internationale Mobile Shops folgten. 2016 kam die Bonprix-App auf den Markt.<ref>Christian Müßgens: Konkurrenz aus dem Netz: Versender Bonprix attackiert C&A und H&M. Hrsg.: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. März 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 23. Mai 2023]).</ref>

Die erste Filiale wurde 1999 in Hamburg in der Fuhlsbüttler Straße eröffnet. Danach folgten weitere Ladengeschäfte in Deutschland und anderen Ländern. Ab 2016 wurde das Filialnetz des Unternehmens umstrukturiert<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Mode-Handel: Bonprix mit neuer Strategie für das Filialgeschäft.] In: neuhandeln.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>; bis 2020 wurden die meisten Ladengeschäfte geschlossen. 2019 eröffnete in Hamburg der „fashion connect Store“, ein Pilotprojekt einer Filiale für digital assistiertes Einkaufen.<ref name="Handelsblatt2019">Christoph Kapalschinski: Modekette Bonprix: Otto baut digitalen Laden im Amazon-Stil. In: Handelsblatt. 12. Februar 2019, abgerufen am 23. Mai 2023.</ref> Diese Filiale wurde 2023 dauerhaft geschlossen und Bonprix stellte den standortgebundenen Einzelhandel gänzlich ein.<ref>Hanna-Lotte Mikuteit: Bonprix Mönckebergstraße schließt – Aus für Hamburger Hoffnungsträger. In: Hamburger Abendblatt. 26. Oktober 2022, abgerufen am 23. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschäftstätigkeit

Unternehmensstruktur

Die Bonprix-Gruppe umfasst sieben Gesellschaften, die alle Teil der Otto Group sind. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erwirtschaftete die bonprix-Gruppe einen Umsatz von 1,52 Milliarden Euro<ref name="Faber2024-03-24" /> und ist damit eines der umsatzstärksten Unternehmen in der Otto Group.<ref>Otto-Modetochter Bonprix hat von 2017 an vier Chefs. In: Hamburger Abendblatt. 15. Juni 2016, abgerufen am 13. Mai 2024.</ref> Insgesamt vertreibt Bonprix seine Produkte in über 25 Ländern<ref name="OttoKonzernabschluss" /> und beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter.<ref name="Geschäftsjahr2023/24" />

Sortiment

Das Bonprix-Warensortiment umfasst Bekleidung, Schuhe und Accessoires für Damen, Herren und Kinder, weiterhin Wohn- und Heimtextilien sowie Möbel und Dekorationsartikel. Die Kollektionen werden hausintern entworfen und in Auftragsfertigung produziert. Bonprix vertreibt fast ausschließlich eigene Marken, lediglich im Segment Schuhe werden auch Fremdmarken angeboten.<ref>Bert Rösch: Exklusive Rangliste von You Gov für die TW: Das sind die begehrtesten Modeanbieter Deutschlands. In: Textil Wirtschaft. 30. November 2021, abgerufen am 23. Mai 2023.</ref>

Venus Fashion

Im Juli 2009 kaufte Bonprix die Mehrheit der Anteile an der US-amerikanischen Venus Fashion Inc., die unter der Marke „Venus“ Kleidung und Bademode vertreibt,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bonprix: US-Geschäft rettet Bilanz.] In: FashionUnited. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> ohne jedoch die Läden zu übernehmen. Im August 2025 übernahm die American Exchange Group die Venus Fashion Inc. von Bonprix.<ref>Sean Cao: American Exchange Group takes over Venus. In: Inside Retail US. 5. August 2025, abgerufen am 2. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Mark Basch: American Exchange Group acquires Venus Fashion Inc. In: Jax Daily Record. 4. August 2025, abgerufen am 2. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vertriebskanäle

Bonprix verfolgt bereits seit Ende der 1990er Jahre eine Multichannel-Strategie. Das Unternehmen vertreibt sein Warensortiment überwiegend über Online- bzw. Mobile Shops sowie Kataloge. In Hamburg betrieb das Unternehmen bis 2023 eine Filiale für digital assistiertes Shopping.<ref name="Handelsblatt2019" />

Der elektronische Handel hat sich inzwischen zum wichtigsten Vertriebsweg des Unternehmens entwickelt; im Geschäftsjahr 2020/21 wurden rund 88 % der Umsätze über Online- und Mobile Shops erzielt.<ref name="OttoKonzernabschluss" />

Logistikpartner von Bonprix ist seit 1996 die Otto-Tochter Hermes Fulfilment.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Hermes Fulfilment: Voller Fokus auf die Otto Group.] In: DVZ. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Nachhaltigkeit

Seit 2017 setzt das Unternehmen im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie verstärkt nachhaltigere Materialien ein, investiert in technische Innovationen und erhöht die Lieferkettentransparenz.<ref>Rüdiger Oberschür: Bonprix stellt neue CR-Strategie zur Nachhaltigkeit vor. In: Fashion Network. 12. September 2017, abgerufen am 23. Mai 2023.</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Warum Billiganbieter Bonprix auf Öko-Mode setzt.] In: Hamburger Abendblatt. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nachhaltig gewonnene Fasern machten 2021 etwa die Hälfte der verwendeten Textilmaterialien aus.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wie will Bonprix bis 2030 vollständig transparent und klimaneutral werden?] In: FashionUnited. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Dieser Anteil wurde bis 2025 auf 70 % bei den Obermaterialien erhöht.<ref>Neue Nachhaltigkeitsziele bis 2031: Bonprix rollt den Digitalen Produktpass aus. In: Textilwirtschaft. 31. Januar 2025.</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: bonprix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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