Großes Arktisches Schutzgebiet
Großes Arktisches Schutzgebiet
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Nordpolarmeer und Nordteil von Sibirien mit Taimyrhalbinsel (links) und dortigem Großem Arktischem Schutzgebiet | ||||||
| Lage | Region Krasnojarsk, Russland | |||||
| Fläche | 41.692 km² | |||||
| WDPA-ID | 11832 | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 75° 30′ N, 92° 36′ O
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| Einrichtungsdatum | 11. Mai 1993 | |||||
| Verwaltung | Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt | |||||
Das Große Arktische Schutzgebiet ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Bolschoi Arktitscheski Sapowednik) ist ein Naturreservat (IUCN Ia) auf der Taimyrhalbinsel im Norden Sibiriens. Mit etwa 41.692 km² Fläche ist es derzeit Russlands größter Sapowednik (Schutzgebiet).<ref>Bolschoi Arktitscheski Sapowednik auf wild-russia.org (englisch)</ref> Ziel ist der Schutz der Tundra, sowie der Fauna und Flora der subarktischen Land- und Küstengebiete.
Das Naturschutzgebiet besteht aus (küstennahen) Landgebieten (etwa ein Viertel der Fläche) der Taimyrhalbinsel im Norden von Sibirien und Seegebieten der zum Nordpolarmeer gehörenden Karasee sowie zahlreichen Inseln.
Geographie und Biodiversität
Etwa 4000 indigene Dolganen und Nganasanen leben im Bolshoi Arkticheskiy Naturreservat, das zum Großen Arktischen Schutzgebiet gehört. Sie gehen dort der traditionellen Fischerei, Jagd und Rentierzucht nach.<ref>Internationale Schutzgebiets-Kategorien der IUCN. WWF, September 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Oktober 2008; abgerufen am 20. September 2021.</ref>
Das Schutzgebiet enthält eine vom Menschen noch wenig berührte, große Wildnis. Die Landschaft ist geprägt von Tundra mit Moosen und Flechten und arktische Kälte- und Frostschuttwüsten, welche die Heimat von Eisbär, Rentier, Walross und Beluga sind. Im Sommer brüten in dem Gebiet Millionen von Seevögeln.<ref>Great Arctic Nature Reserve – Vegetation. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Februar 2012; abgerufen am 20. September 2021.</ref><ref>Great Arctic Nature Reserve – Animal World. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Februar 2012; abgerufen am 20. September 2021.</ref> Bereits 1974, lange vor Gründung des Schutzgebiets, wurde eine Herde Moschusochsen aus Kanada und Alaska erfolgreich angesiedelt, der Bestand wuchs in den 1980er Jahren auf einige hundert Tiere an.<ref>G.D. Yakushkin, W. Barr: The introduced muskoxen of Poluostrov Taymyr. In: Polar Record. Oktober 1988, doi:10.1017/S003224740000961X.</ref>
Biogeographische Biome
Das Naturreservat ist ein Cluster aus sieben Regionen, die ihrerseits aus zahlreichen einzelnen geschützten Gebieten bestehen:<ref>Great Arctic Nature Reserve – General Information and History. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Mai 2012; abgerufen am 20. September 2021.</ref>
- Teile der Taimyrhalbinsel u. a. mit dem Unterlauf des Flusses Taimyra
- Dikson-Insel
- Middendorffbucht
- Nordenskiöld-Archipel
- Sibirjakow-Insel
- zahlreiche Inseln der Karasee
- Fluss Pjassina und Pjassinagolf
Literatur
- WWF (2018): Rentiere und der Klimawandel in der russischen Arktis. Arbeitspapier
- Conservation of Arctic Flora and Fauna (CAFF) (2007): Circumpolar Biodiversity Monitoring Program: Five-Year Implementation Plan. CAFF. Tromsø, Norwegen.
Einzelnachweise
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