Birand Bingül
Birand Bingül (* 10. Juli 1974 in Wickede-Wimbern) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.
Leben
Bingül absolvierte ein Journalistik-Studium an der Universität Dortmund. Er arbeitete beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln als Chef vom Dienst und als Reporter für die ARD-Tagesschau, Tagesthemen und Tagesschau Online. Von 2005 bis 2010 trat er regelmäßig als Kommentator in den Tagesthemen auf.<ref>Birand Bingül. Blog von Stefan Niggemeier, 5. November 2006</ref> Daneben veröffentlichte er gelegentlich in Printmedien, so 2007 den Artikel Deutschtürken, kämpft selbst für eure Integration! in der Wochenzeitung Die Zeit.<ref>Birand Bingül: Integration: Deutschtürken, kämpft selbst für eure Integration! In: zeit.de. 25. Januar 2007, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref><ref>Lob der Bindestrichidentitäten. Die Tageszeitung, 6. Februar 2007</ref> Von 2010 bis 2014 war Bingül stellvertretender Unternehmenssprecher des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Er leitete die Redaktion des Fernsehmagazins Cosmo TV<ref>"Integration geht jetzt erst los". Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010</ref> und moderierte für Funkhaus Europa. Unter dem Eindruck der gefährdeten Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei entschloss sich Bingül im Jahr 2017, seine türkische Staatsbürgerschaft aufzugeben.<ref>„Plötzlich bin ich unfrei“. Die Zeit, 19. Dezember 2017</ref>
Bingül war Büroleiter des WDR-Intendanten Tom Buhrow. Er wurde am 1. Januar 2020 Leiter der ARD Kommunikation und stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Intendanz des WDR.<ref>https://www.pressesprecher.com/personalien/birand-binguel-uebernimmt-ard-kommunikation-1318384925</ref> Seit 2022 ist er Geschäftsführer der Beratungsagentur Fischer-Appelt Advisors.<ref>https://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/binguel-wird-geschaeftsfuehrer-bei-fischerappelt-advisors/</ref>
2002 veröffentlichte Bingül seinen ersten Roman Ping.Pong. über einen 27-jährigen Radiomoderator und begeisterten Tischtennisspieler, der in eine Lebenskrise gerät.<ref>Birand Bingül: Ping Pong Der Stern, 11. Juli 2002</ref> Im Sachbuch Kein Vaterland, nirgends (2008) setzte er sich mit dem schleichenden Verlust des Zusammenhalts in Deutschland auseinander.<ref>Kein Vaterland, nirgends. In: Tagesspiegel. 3. April 2008 (archive.org).</ref> Sein zweiter Roman, Der Hodscha und die Piepenkötter erschien 2011 und wurde 2016 von der ARD verfilmt.<ref>An der Moschee scheiden sich die Geister. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Februar 2016</ref> 2018 startete Bingül mit dem Riskante Manöver eine Krimi-Serie um die beiden Krisenkommunikationsprofis und Spindoktoren Mats Holm und Laura May.
Veröffentlichungen
- Ping.Pong. Droemer Knaur, München 2002, ISBN 3-426-61523-1.
- Mit Aysegül Acevit: Was lebst Du? Jung, deutsch, türkisch – Geschichten aus Almanya. Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2005, ISBN 3-426-77797-5.
- Kein Vaterland, nirgends. Droemer, München 2008, ISBN 978-3-426-27453-8.
- Der Hodscha und die Piepenkötter. Rowohlt Polaris, Reinbek bei Hamburg 2011, ISBN 978-3-86252-015-2.
- Riskante Manöver. btb, München 2018 ISBN 978-3-442-71638-8.
- Riskante Rezepte. btb, München 2020 ISBN 978-3-442-71639-5.
Weblinks
- Literatur von und über Birand Bingül im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Birand Bingül bei der Agentur Copywrite
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bingül, Birand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 10. Juli 1974 |
| GEBURTSORT | Wickede-Wimbern |