Bíldudalur
| Bíldudalur | ||||||
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| Koordinaten | 65° 41′ N, 23° 36′ W
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | Island | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Vestfirðir | |||||
| ISO 3166-2 | IS-4 | |||||
| Gemeinde | Vesturbyggð | |||||
| Einwohner | 278 (1. Januar 2023) | |||||
Bíldudalur, von Osten gesehen
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Bíldudalur ist ein kleiner Fischerort in den Westfjorden von Island. Er liegt in der Gemeinde Vesturbyggð.
Geografie
Bíldudalur liegt in der Bucht Bíldudalsvogur am Arnarfjörður.
Verkehrsanbindung
Vom Vestfjarðavegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]], der den Breiðafjörður und die Fähranlegestelle Brjánslækur mit dem Norden der Westfjorde verbindet, zweigt auf der Passhöhe Helluskarð der Bíldudalsvegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]] hinunter nach Bíldudalur ab. Es handelt sich jedoch nicht um eine Stichstraße, sondern sie führt von Bíldudalur weiter nach Tálknafjörður und Patreksfjörður, von wo der Barðastrandarvegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]] über die Kleifaheiði wieder zurück nach Brjánslækur geht.<ref>Vegahandbókin. Hg. Landmælingar Íslands, 2006, 311</ref> Außerdem führt von Bíldudalur aus der Ketildalavegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]] Richtung Nordwesten nach Selárdalur.<ref>Vegahandbókin. Hg. Landmælingar Íslands, 2006, 319</ref> Etwa acht Kilometer entfernt liegt der Flugplatz Bíldudalur.
Geschichte
Der Ort bildete sich nach und nach um eine Handelsstation der Dänen herum, die nach Einführung des Monopolhandels zu Beginn des 17. Jahrhunderts hier aufgebaut wurde. Das zugeteilte Gebiet des Bíldudalur Händlers erstreckte sich nach Norden bis zur Südküste des Arnarfjörður und nach Osten sogar bis zum Þórskafjörður, dem Seitenfjord des nordöstlichen Breiðafjörður.<ref name="Ísl">Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 222</ref>
Im 19. Jahrhundert blühte der Ort auf Grund kaufmännischer Initiative und der Fischerei auf. Ólafur Thorlacius (1761–1815) kaufte sich in Bíldudalur nach dem Ende des dänischen Handelsmonopols ein. Er war einer der einflussreichsten Kaufleute in Island zu Beginn des 19. Jahrhunderts, kaufte und verkaufte Fisch und Handelsgüter und unterhielt eine eigene kleine Fischereiflotte. Einer seiner Nachfolger, Pétur J. Thorsteinnsson (1854–1924) setzte dies erfolgreich fort.<ref name="Ísl"/>
Noch heute lebt der abgelegene Ort vor allem vom Fischfang und man ist spezialisiert auf Fang und Verarbeitung von Krabben. Der Hafen wurde Ende der 1960er Jahre noch verbessert und gilt als günstig gelegen.<ref name="Ísl"/>
Die Ortskirche wurde 1906 von Otradal dorthin transportiert. Darin befinden sich einige Kirchenschätze aus dem 17. und 18. Jahrhundert.<ref name="Ísl"/>
Die Gemeinde Bíldudalur (Bíldudalshreppur) ging zusammen mit anderen Gemeinden am 11. Juni 1994 in der Gemeinde Vesturbyggð auf.
Touristische Anziehungspunkte
Im Ort selbst gibt es ein Museum zur isländischen Popmusik (Mélodíur minninganna).<ref>Museen in den Westfjorden (englisch). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2019; abgerufen am 19. August 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die evangelische Kirche Bíldudalskirkja wurde 1905–1906 erbaut und am 2. Dezember 1906 eingeweiht. Sie ist wegen zweier Retabeln über dem Altar bekannt: Das Gemälde, das 1916 von dem isländischen Maler Þórar B. Þorláksson gestaltet wurde, zeigt Christus und Maria am Grab, und das Gemälde von 1737, das ursprünglich in der Otradalskirkja hing, stellt das Letzte Abendmahl dar.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Auf der Kanzel von 1699, die ursprünglich in einer anderen Kirche stand, sind Christus und die Apostel abgebildet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Dezember 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Gegenüber vom Ort befindet sich der literaturgeschichtlich bedeutende Fjord Geirþjófsfjörður.
Im Selárdalur findet man die kürzlich renovierten Kunstwerke von Samúel Jónsson, der z. B. den Löwenbrunnen der Alhambra in naivem Stil nachgestaltet hat. Der Hof Selárdalur liegt rund 20 km nordwestlich von Bíldudalur. Seine Kirche Selárdalskirkja wurde bereits im 13. Jahrhundert erwähnt, und der heutige Bau wurde 1861 aus Holz errichtet.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Die Kirche beherbergt verschiedene Kunstwerke, wie unter anderem einen Kelch von 1765 und ein Altargemälde aus Dänemark von 1752, welches das Letzte Abendmahl darstellt. Auf der Kanzel ist Moses mit den Propheten abgebildet. Vor der Kirche steht der Stein "Mjaltakonusteinn", ein fast eckiger Stein, in den drei runde Vertiefungen gehauen sind. Verschiedentlich wurde angenommen, der Stein sei in heidnischer Zeit für Opferhandlungen benutzt worden.
Einwohnerentwicklung
Der Ort war in letzter Zeit stark von Landflucht betroffen. Am 1. Januar 2023 hatte er 278 Einwohner. Im Jahre 1989 hatte Bíldudalur noch 397 Einwohner.<ref name="Ísl"/>
Weitere Einwohnerzahlen:
- 1997: 279
- 2000: 261
- 2005: 218
Persönlichkeiten
- Ágúst H. Bjarnason (1875–1952), Philosoph und Psychologe
Siehe auch
Weblinks
- http://www.nat.is/travelguideeng/bildudalur.htm Bildudalur bei nat.is (englisch)
Einzelnachweise
<references/>
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-06
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2023-06
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-03
- Ort in Island
- Geographie (Vesturbyggð)
- Gemeindeauflösung 1994