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Benoît Tremsal

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Datei:Osnabrück Tremsal-gekippte-flaechen-07-06-02.jpg
Zwei gekippte Flächen, 2007, Osnabrück

Benoît Tremsal (* 1952 in Rupt-sur-Moselle, Département Vosges; † 8. April 2022 in Eitorf<ref>Thomas Kliemann: Benoît Tremsal ist im Alter von 70 Jahren an ALS gestorben: Der Eitorfer Künstler Benoît Tremsal ist tot. 12. April 2022, abgerufen am 12. April 2022.</ref>) war ein deutsch-französischer Bildender Künstler.

Leben und Werk

Benoît Tremsal war nach einer Musik- und Klavierausbildung von 1977 bis 1990 Mitglied der Kommune Friedrichshof.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Kommune Friedrichshof (Memento vom 9. Juni 2013 im Internet Archive).</ref> Dort studierte er Zeichnung und Malerei. 1982 arbeitete Tremsal mit Joseph Beuys und der Freien Internationale Universität (F.I.U.) als Baumbotschafter im Rahmen der Aktion 7000 Eichen, bei der documenta 7. Der Übersiedlung nach Amsterdam 1987 schloss sich zwischen 1988 und 2000 ein Arbeitsaufenthalt auf den Kanarischen Inseln an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />kunstnetznrw.de: Porträt zu Benoît Tremsal (Memento vom 9. Februar 2016 im Internet Archive)</ref> Ab 1993 schuf Tremsal erste Arbeiten im Außenraum.

„Es war entscheidend, dass ich von der Musik komme, weil durch die Musik eine Form von Denken in Strukturen, in Rhythmen, in Formen entsteht, und das alles habe ich in die bildende Kunst mitgenommen. Dazu kamen die Einflüsse der neuen Kunstrichtungen Minimalismus, Land Art, Earth-Works ( … ), die sich in Amerika entwickelt haben. ( … ) Beuys hat meinen persönlichen Kunstbegriff entscheidend geprägt. Ich habe ganz neue und sehr weite Dimensionen in der Kunst entdeckt, zum Beispiel die Zeit-Dimension in der Skulptur, eine soziale oder ökologische Dimension. ( … ) Ich möchte etwas sichtbar machen, den Betrachter anregen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen; ich bringe eine Irritation. Was der Betrachter daraus macht, ist dann letztendlich das Kunstwerk. In der Kunst geht es überhaupt darum, dass die Leute nachdenklich werden.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Benoît Tremsal<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Seit 2000 lebte und arbeitete Benoît Tremsal in Eitorf, Nordrhein-Westfalen.

Benoît Tremsal litt an Amyotrophe Lateralsklerose und erlag den Folgen der Erkrankung.

Seinen schriftlichen Nachlass übergab der Künstler noch zu Lebzeiten an das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe in Bonn.<ref>RAK Bestandsliste. Abgerufen am 18. Oktober 2022.</ref>

Preise

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl)

  • 1994: Landschaftsstörungen, Atelier del Sur, San Sebastián de La Gomera
  • 1995: Ruhezone zwischen Utopie und Katastrophe, Müritz-Nationalpark
  • 1997: Balance, Le vent des Forêts, Lahaymeix
  • 1999: Gekippte Fläche, Mondsee Land Art<ref>Benoit Tremsal, Gekippte Fläche. In: MUNDWERK. Abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2001: Echanges, in der Nähe von Namur
  • 2002: Übergang, Kunstzentrum Ammersbek
  • 2002: Entwicklungsfeld, Landschaftsarbeit zu: Rekultivierung der Landschaft nach Abbau der Braunkohle in Grevenbroich, (NRW)<ref>NGZ-online Pressebericht, 3. April 2002</ref><ref>NGZ-online Pressebericht, 24. April 2003</ref>
  • 2003: Earthmove 1, Museumspark, Luleå, Schweden
  • 2003: Earthmove 2, Skulpturenwanderweg, Lana, Südtirol
  • 2004: Zwei gegeneinander gekippte Flächen, Kurpark Bad Aibling
  • 2005: EC Suite II, Atelier del Sur, San Sebastian de la Gomera
  • 2006: L’eau Sculptée, Park von Tecomah, Jouy-en-Josas
  • 2007: Gekippte Flächen, Westpark, Osnabrück (D)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fotos und Werkbeschreibung (Memento vom 9. April 2015 im Internet Archive)</ref>
  • 2007: En passant par nos sillons, Künstlergarten auf dem Place des Vosges, Epinal
  • 2008: Double Edged, Hajnówka, Polen
  • 2009: Double Cross, Bildungszentrum AQZ, Düsseldorf
  • 2011: Promenade, Institut für Kunst und Musik der Universität Augsburg

Fotos (Auswahl)

Literatur

  • Benoît Tremsal, Outdoor Works. (Text deutsch/französisch). Eigenverlag, 2012, ISBN 978-3-00-036773-1.
  • Inge Dick (Hrsg.): Mondsee Land Art. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2006, ISBN 3-85252-760-0, S. 66–69, 110–111.
  • Ingeborg Brauburger (Hrsg.): Symposium Raum für Skulptur – Zeit für Fragen / Wiesbadener Kunstsommer 2004. Kulturamt Wiesbaden, 2005, S. 48–51.
  • Benoît Tremsal. Entwicklungsfeld Grevenbroich, Kunst im Rahmen der Rekultivierung. Hrsg.: Verein zur Förderung kultureller Weiterbildung und Pflege des Europa-Gedankens Grevenbroich e. V., Redaktion: Gabriele Broens. 2002, ISBN 3-937302-00-X.
  • Sigrid Wollmeiner (Hrsg.): Natur-Kunst. Künstlersymposien in Deutschland. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2002, ISBN 3-935590-30-X, S. 66/67.
  • Matthias Grass (Hrsg.): Bildhauersymposium „Auf Der Binnenheide“. Verlag Walter Peter, Ottersberg-Narthausen 2000, S. 42, 43, 52, 76, 77, 84

Weblinks

Commons: Benoît Tremsal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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