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Barnisław

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Barnisław
Vorlage:Platzhalterbild
Barnisław (Polen)
Barnisław (Polen)
Barnisław
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Police
Gmina: Kołbaskowo
Geographische Lage: 53° 22′ N, 14° 24′ OKoordinaten: 53° 21′ 55″ N, 14° 24′ 30″ O
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Höhe: 71 m n.p.m.
Einwohner: 305 (2013<ref>Główny Urząd Statystyczny, Online-Abfrage als Excel-Datei: Portret miejscowości statystycznych w gminie Kołbaskowo (powiat policki, województwo zachodniopomorskie) w 2013 r. Fortschreibung des Zensus 2011 (polnisch, abgerufen am 21,01,2016)</ref>)
Postleitzahl: 72-001
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZPL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów

Barnisław (deutsch Barnimslow) ist ein Dorf in der Gemeinde (Gmina) Kołbaskowo (Kolbitzow) im Nordwesten der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Es ist dem Powiat Policki (Pölitzer Kreis) zugeordnet.

Geographische Lage

Barnisław liegt in Vorpommern, zwölf Kilometer südwestlich von Stettin an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Im Westen grenzt die Gemarkung der Gemeinde an den Lebehnschen See.

Datei:Wik 18 barnisław, kościół.jpg
Dorfkirche, bis 1945 Gotteshaus der evangelischen Gemeinde Barnimslow

Geschichte

Datei:02023 Situla, bronze bucket from the 1st half of the 1st century AD, Barnislaw.jpg
Situla von Barnisław

Die Situla von Barnisław gehörte zu den frühen nach Norden gelangten verzierten Bronzegefäßen.

Die Namensgebung lässt sich auf die slawischen Edlen Barnislow (1185–1236) zurückführen und ab 1243 urkundlich in der Schreibung Barnizlaf belegen. Der Ort gehörte zu den ältesten Besitzungen der Zisterzienserinnen des Jungfrauenklosters in Stettin.<ref>Dr. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Enthaltend Schilderung der Zustände dieser Lande in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Randowsche Kreis und Allgemeines über die Kreise auf dem linken Oder-Ufer, II. Theils Band II. Anklam. Verlag W. Dietze, 1865, abgerufen am 20. November 2021 (Berlin. Druck Gunkel & Muthschall. 851 Seiten).</ref>

In dem Kirchdorf gab es um 1775 einen Pächter des ehemaligen Freischulzenhofs, den früher die Familie Eickstedt besessen hatte, 14 Bauern, von denen einer die Windmühle betrieb, einen Prediger, einen Küster, ein Predigerwitwenhaus, einen Schmied und einen Gastwirt.<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtuns Vor- und Hinterpommern. Teil I: Allgemeine Einleitung und die Beschreibung des Preußischen Vorpommern, Stettin 1779, S. 192–193, Nr. 1.</ref>

Um 1930 hatte die Gemarkung der Gemeinde Barnimslow eine Flächengröße von 7,8 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen gab es drei Wohnorte, in denen zusammen 44 Wohnhäuser standen:<ref name="Stübs">Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Gemeinde Barnimslow im ehemaligen Kreis Randow in Pommern (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gemeinde.barnimslow.kreis-randow.de (2011).</ref>

  1. Barnimslow
  2. Leppin
  3. Neu Barnimslow

Im Jahr 1925 wurden in Barnimslow 417 Einwohner gezählt, die auf 84 Haushaltungen verteilt waren.<ref name="Stübs" />

Barnimslow gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Landkreis Randow im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs und war dem Amtsbezirk Glasow zugeordnet.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde Barnimslow zusammen mit Stettin und ganz Hinterpommern – militärische Sperrgebiete ausgenommen – seitens der sowjetischen Besatzungsmacht der Volksrepublik Polen zur Verwaltung unterstellt. Es begann danach schon die vereinzelte Zuwanderung von Polen. Das Dorf wurde in „Barnisław“ umbenannt. In der Folgezeit wurde die einheimische Bevölkerung von der polnischen Administration aus der Region vertrieben.

Kirche

Die vor 1945 in Barnimslow anwesende Bevölkerung gehörte mit großer Mehrheit dem evangelischen Glaubensbekenntnis an. Im Jahr 1925 wurden in der Ortschaft 73 Katholiken gezählt.<ref name="Stübs" />

Verkehr

Barnisław war ein Haltepunkt der Kleinbahn Casekow–Penkun–Oder, die von Casekow nach Pomorzany Port (Pommerensdorf Hafen) führte.

Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen

Literatur

  • Barnimslow, Dorf, Kreis Randow, Regierungsbezirk Stettin, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Barnimslow (meyersgaz.org).
  • Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtuns Vor- und Hinterpommern. Teil I: Allgemeine Einleitung und die Beschreibung des Preußischen Vorpommern, Stettin 1779, S. 192–193, Nr. 1 (Online)
  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern. Band 2, Anklam 1865, S. 1775–1777 (Google Books).

Weblinks

Commons: Barnisław – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ortsteile (Schulzenämter): Barnisław (Barnimslow) | Będargowo (Mandelkow) | Bobolin (Boblin) | Kamieniec (Schöningen) | Karwowo (Karow) | Kołbaskowo (Kolbitzow) | Kurów (Kurow) | Moczyły (Schillersdorf) | Ostoja (Schadeleben) | Pargowo (Pargow) | Przecław (Pritzlow) | Siadło Dolne (Niederzahden) | Siadło Górne (Hohenzahden) | Smolęcin (Schmellenthin) | Stobno (Stöven) | Ustowo (Güstow) | Warnik (Warningshof) | Warzymice (Klein Reinkendorf)

Andere Ortschaften: Kamionki (Unter Schöningen) | Przylep (Prilipp) | Rajkowo (Reinkendorf) | Rosówek (Neu Rosow) | Smętowice (Marienhof)

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