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Bahnstrecke Gänserndorf–Marchegg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gänserndorf–Marchegg
Datei:115 01 Stripfing-Oberweiden.jpg
Strecke zwischen Stripfing und Oberweiden
Strecke zwischen Stripfing und Oberweiden
Streckennummer:115 01
Kursbuchstrecke (ÖBB):901
Streckenlänge:18,165 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Netzkategorie:B1
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung:
Minimaler Radius:313 m
Streckengeschwindigkeit:120 km/h
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Nordbahn von Wien Floridsdorf
31,313 Gänserndorf 161 m ü. A.
nach Groß-Schweinbarth (–Mistelbach)
Nordbahn nach Břeclav
33,669 Weikendorf (3. Juli 2020 aufgelassen)<ref>Schluss nach 120 Jahren: Bahnhaltestelle Weikendorf wird am 3. Juli geschlossen. In: die-rundschau.at. 29. Juni 2020, abgerufen am 13. Dezember 2020.</ref> 152 m ü. A.
35,980 Stripfing (10. Dezember 2005 aufgelassen) 157 m ü. A.
40,365 Oberweiden 157 m ü. A.
44,560 Salmhof (1946 aufgelassen)
Marchegger Ostbahn von Wien Stadlau
49,487 Marchegg 149 m ü. A.
Marchegger Ostbahn nach Bratislava

Die Bahnstrecke Gänserndorf–Marchegg (Marchfeldbahn) ist eine Zweigstrecke der Nordbahn in Niederösterreich. Sie führt von Gänserndorf nach Marchegg und verbindet dabei die Nordbahn mit der Marchegger Ostbahn. Sie wurde im Jahr 1848 als Teil der Hauptverbindung von Wien nach Budapest errichtet, die damals noch nördlich der Donau über Bratislava verlief.

Die Strecke ist eingleisig und elektrifiziert. Sie ist Teil der Linie S1 der S-Bahn Wien und wird von dieser im Stundentakt bedient.

Geschichte

Die Bahnstrecke wurde im Jahr 1848 von der Kaiser Ferdinands-Nordbahn errichtet und Teil der Schienenverbindung von Wien nach Budapest. 1870 erhielt die Strecke Konkurrenz durch die Marchegger Ostbahn der StEG und war fort an mehr oder minder eine Nebenbahn. Im Gegensatz zur Konkurrenzlinie wurde sie daher nie zweigleisig ausgebaut.

Mit 10. Jänner 2012 wurde die Strecke zur Hochleistungsstrecke erklärt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erklärung zur Hochleistungsstrecke (Memento vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive) (PDF; 49 kB)</ref> Gemäß Edikt vom 14. Februar 2012 hat die ÖBB-Infrastruktur AG beim BMVIT den Antrag auf eine eisenbahnrechtliche Baugenehmigung für die Elektrifizierung des Bereiches Bahnhof Gänserndorf – Bahnhof Marchegg – Staatsgrenze bei Marchegg gestellt.<ref>Elektrifizierung Gänserndorf–Marchegg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. November 2012; abgerufen am 30. September 2013.</ref> Die am 12. Dezember 2012 unter der GZ. BMVIT- 820.333/0005-IV/SCH2/2012 erteilte eisenbahnrechtliche Baugenehmigung wurde jedoch mit der UVP-Genehmigung des Ausbaus und der Elektrifizierung der Hochleistungsstrecke Stadlau–Marchegg (Bescheid des Verkehrsministeriums vom 22. August 2014, GZ. BMVIT-820.341/0011-IV/SCH2/2014) wieder aufgehoben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UVP-Genehmigung Ausbau und Elektrifizierung Wien Stadlau–Staatsgrenze bei Marchegg (Memento vom 10. Februar 2015 im Internet Archive) (PDF; 49 kB)</ref>

Nach dem Rahmenplan der ÖBB-Infrastruktur AG<ref>ÖBB Rahmenplan 2017-2022. BMVIT, 12. Oktober 2016, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmvit.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> für die Jahre 2017 bis 2022 war die Elektrifizierung bis 2023 gemeinsam mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Bahnstrecke Stadlau – Marchegg vorgesehen. Durch Zeitverschiebungen bei Bahnprojekten in ganz Österreich, welche 2018 bekanntgegeben wurden, erfolgten Ausbau und Elektrifizierung bereits bis 2020, da der bisher unelektrifizierte slowakische Abschnitt der Marchegger Ostbahn Staatsgrenze–Devínska Nová Ves ebenso 2020 statt 2023 fertiggestellt werden sollte.<ref>Einsparungen: Bahnprojekte verzögern sich. In: ORF NÖ. ORF NÖ, 28. März 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.</ref>

Von Juli bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wurde die Strecke elektrifiziert, während dieser Zeit wurde der Zugverkehr eingestellt. Dabei wurde die Station Weikendorf aufgelassen.<ref>VDV Ostregion. S. 213, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juni 2019; abgerufen am 31. Dezember 2018.</ref><ref>M. Juen: Gesamtsperren 2020. In: ÖBB Infrastruktur. ÖBB Infrastruktur, 1. Dezember 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Juni 2019; abgerufen am 29. Dezember 2019.</ref> Seit dem Fahrplanjahr 2021 wird die Strecke von der ab Gänserndorf verlängerten Linie S1 der S-Bahn Wien im Stundentakt bedient, die Regionalzugfahrten zwischen Gänserndorf und Marchegg entfielen dadurch.

Weblinks

Commons: Bahnstrecke Gänserndorf–Marchegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />